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Umfragen: Wie stehen Hausärzte und Apotheker zu medizinischem Cannabis?

20.12.2018
grow! Magazin
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Politik & Gesellschaft
Umfragen: Wie stehen Hausärzte und  Apotheker zu medizinischem Cannabis?

Ende November führte DocCheck Research eine Online-Befragung von 300 Hausärzten zum Thema „Cannabis“ durch. Eine ähnliche Umfrage gab es für 300 Apotheker im September diesen Jahres, die mit den Ergebnissen der Ärzteschaft verglichen wurde. Die Befragten wurden immer nach Zufallsprinzip ausgewählt.

Sechs von zehn Hausärzten in Deutschland fanden Cannabis als therapeutisches Mittel sinnvoll.

Nur 16 Prozent der Befragten zweifelten an der Wirkung von medizinischem Cannabis. Immerhin 45 Prozent der Umfrageteilnehmer hatten mindestens ein Rezept ausgegeben. Von ihnen hatten lediglich vier Prozent im Jahr 2018 mehr als 50 Rezepte ausgestellt.Es gab viele Barrieren, die die Mediziner davon abhielten, getrocknete Cannabis-Blüten zu verordnen. 64 Prozent der Ärzte fanden, der Verschreibungsprozess sei zu aufwändig. Neben der Verordnung müssen Ärzte zudem einen Antrag auf Kostenübernahme für die Krankenkasse ausfüllen und an einer anonymisierten Begleiterhebung teilnehmen. 47 Prozent der Ärzte sagten, dass die Krankenkassen die Erstattung häufig ablehnen. 27 Prozent der Ärzte fanden den Umgang mit medizinischem Cannabis schwierig. Medizinal-Cannabis muss wie starke Schmerzmittel auf einem Betäubungsmittelrezept (BtM) verordnet werden. Die konkrete Cannabis-Sorte und die richtige Dosierung müssen klar auf dem Rezept vermerkt sein.

Damit die Abgabe an Patienten reibungslos funktioniert, muss das Zusammenspiel mit der Apotheke gut funktionieren. Nur ein Drittel (33 %) der Ärzte gab an, dass dies der Fall sei.

Bei den Apothekern sind sogar nur 22 Prozent der Meinung, dass die Zusammenarbeit gut funktioniere. Genau wie die Ärzte sahen auch 64 Prozent der Apotheker den Verordnungsprozess als zu aufwändig an. Ärzte würden viele Rezepte fehlerhaft ausstellen und wüssten nichts über die Lieferbarkeiten der spezifischen Produkte. Man war sich einig: Die Kooperation ist zeitintensiv, der bürokratische Aufwand hoch.Deutliche Uneinigkeit bestand hingegen bei zwei Punkten. Rund 25 Prozent der Ärzte sahen eine Gefahr der Abhängigkeit, bei den Apothekern waren es nur 13 Prozent. 46 Prozent der Ärzte fürchteten, das falsche Klientel anzulocken und hatten Angst vor einem Regress. Bei den Apothekern waren es nur 22 Prozent.

Auf die Frage, welche zusätzlichen Angebote sie benötigen würden, um sicherer im Umgang mit der Medikation zu werden, wünschten sich viele Mediziner, dass die staatlichen Auflagen für die Abgabe des Medikaments vereinfacht werden sollten (57%). Generell fühlten sich 45 Prozent der Ärzte unzureichend geschult. Würde Cannabis als Bestandteil des Studiums (31%) angeboten oder gäbe es dazu Fortbildungsmöglichkeiten (45%), könnte hier Abhilfe geschaffen werden.

 

Quelle: Pharma Relations

 

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