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Schmerzzentrum Bad Lippspringe setzt auf Cannabis-Therapie

2022-01-31 17:32
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Medizin

Das Schmerzzentrum der Karl-Hansen-Klinik, die zum Medizinischen Zentrum für Gesundheit (MZG) Bad Lippspringe zählt, geht bei der Behandlung von besonderen Erkrankungen neue Wege. Bei mehr als 70 Patienten hat die Einrichtung nach eigenen Angaben unter Leitung von Chefarzt Dr. Udo Dietrich in den vergangenen zwei Jahren sehr gute Behandlungserfolge mit einer Cannabis-Therapie erzielt. Bei ausgewählten Schmerzerkrankungen gilt Cannabis als ärztlich verschriebenes Medikament als wirkungsvolle Alternative, so das MZG. Bei richtiger Verordnung und Dosierung gebe es nur sehr geringe Nebenwirkungen und kein Drogen- oder Abhängigkeitspotenzial. „Ganz entscheidend ist das Herantasten an die richtige Dosierung für den jeweiligen Patienten. Im Regelfall können wir nach einer Woche sagen, ob die Cannabis-Therapie hilft“, erläutert Dr. Dietrich, der als Regionalleiter der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie auch als Referent bei bundesweiten Fortbildungen gefragt ist.

Etwa fünf Prozent der rund 800 Patienten, die das Schmerzzentrum in Bad Lippspringe jährlich betreut, kommen aktuell mit dieser besonderen Therapieform in Berührung – mit steigender Tendenz, wie das MZG berichtet. „Bei neun von zehn Fällen, bei denen andere Therapien nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben, erzielen wir erhebliche Verbesserungen“, führt der Facharzt für Anästhesiologie, Notfallmediziner und Spezielle Schmerztherapie der Karl-Hansen-Klinik aus.Besonders erfolgreich sei die Therapie mit medizinischem Cannabis bei Schmerzerkrankungen des Nervensystems, beispielsweise bei Beschwerden der Wirbelsäule, chronischem Herpes Zoster oder bei Diabetes mellitus. Dabei setze Dr. Dietrich Cannabis-Präparate in Tropfenform ein, um eine genaue Dosierung zu ermöglichen. Nach stationärer Einstellung auf die neue Therapie erfolge eine Dauerbehandlung der chronischen Beschwerden. Dr. Dietrich ist überzeugt, dass die Cannabis-Therapie noch breiteren Raum einnehmen wird: „Sie gehört grundsätzlich als fester Bestandteil in die Schmerztherapie“. Den wissenschaftlichen Aspekt dieser Therapieform unterstützt das MZG durch die anonymisierte Weitergabe von Daten an das Bundesmittel für Arzneimittel. „Ein wesentliches Ziel ist die Vereinfachung des Antragsverfahrens zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen“, heißt es vom Medizinischen Zentrum für Gesundheit.

Quelle: Westfalen-Blatt

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