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Österreichischer Drogenbericht 2017

01.08.2018
grow! Magazin
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Politik+Gesellschaft
Österreichischer Drogenbericht 2017

Österreichischer Drogenbericht 2017:
133 kommerzielle Cannabis-Gärtnereien ab
geerntet

Die Zahl der Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz (SMG) ist dem neusten österreichischen Drogenbericht zufolge massiv angestiegen. Der Obmann des Hanf Instituts Toni Straka kritisierte am Sonntag die gegenwärtige Politik: „ Die gesetzliche Verfolgung des einzigen opferlosen Verbrechens im österreichischen Strafrecht kostet den Staat nach unseren Schätzungen rund 430 Millionen Euro, denen gerade einmal beschlagnahmtes Cannabis im Wert von 20 Millionen Euro gegenüberstehen.“

Tatsächlich ging es mit 28.549 von 42.610 bei zwei Drittel sämtlicher angezeigten Vergehen nach dem SMG um Cannabis, in aller Regel im Gramm-Bereich. Der Bericht zur Suchtmittelkriminalität nennt insgesamt 948 ausgehobene Cannabis-Gärtnereien. In gerade einmal 133 Fällen ging es um mehr als 50 Hanfpflanzen. Natürlich ist es ein Kampf gegen Windmühlen: Die insgesamt im Vorjahr durch die Exekutive beschlagnahmten 1.6 Tonnen Cannabis entsprechen nicht einmal einem einzigen Prozent des jährlichen österreichischen Konsums, der auf über 250 Tonnen geschätzt wird. Insgesamt gab es ganze 6300 Anzeigen mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit hat sich die Zahl innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Während zwar die Zulassung von medizinischem Cannabis in Apotheken durch die Politik geprüft wird, betont Straka, dass „diese riesige Gruppe von HanffreundInnen, von denen 99 Prozent keine Probleme mit Cannabis haben“, nicht vergessen werden darf. Als einen möglichen ersten Schritt verweist er auf die Option einer konventionsgerechte Überführung in das Verwaltungsrecht, denn diesen Vorbehalt räumte sich Österreich bereits in der 2. UN-Drogenkonvention ein. Eine Legalisierung würde nicht nur die zu Unrecht kriminalisierten Konsumenten endlich entlasten, sondern auch diverse weitere Vorteile mit sich bringen. Straka verweist auf den Trend in Richtung Legalisierung, welcher weltweit Vorteile bringe. Wenn man die Zahlen des US-amerikanischen Bundesstaats Colorado auf Österreich überträgt, ließen sich durch eine Freigabe von Cannabis schnell ca. 40.000 Arbeitsplätze schaffen. Straka beziffert die möglichen Umsatzsteuer-Einnahmen bei einer Legalisierung auf rund 500 Milliarden Euro.

Weiter Infos findest du hier.

 

 

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