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Frau Mortler und ihr Drogenbericht

24.10.2018
grow! Magazin
(Kommentare: 1)
Frau Mortler und ihr Drogenbericht

Die Drogenbeauftragte Marlene Mortler stellte am 18.10. ihren jährlichen Drogen- und Suchtbericht in Berlin vor. Wie erwartet, machte sich die Bundesregierung nicht für mehr Aufklärung und Prävention sowie ein Ende der Kriminalisierung von Konsumenten stark. Somit wurden auch wiederholt Forderungen von Experten, Medizinern, Betroffenen- und Angehörigenverbänden und sogar von Polizeibeamten, sich etwa für eine Freigabe von Cannabisprodukten und eine ärztliche Abgabe von chemischen Drogen einzusetzen, ignoriert.

Mortler betonte aber: „wieviel wir bei Prävention und Gesetzgebung erreicht haben“. Die letzten veröffentlichten Erhebungen in der Polizeilichen Kriminalstatistik von 2017 belegen allerdings eher, dass die bisherige Drogenpolitik gescheitert ist. 9,2% Anstieg von Drogendelikten in einem Jahr, das höchste Plus bei Kokain und Crack mit einem Anstieg von 18,7 %, Cannabis stieg um 12% an und Heroin um 2,6 Prozent. 2017 verstarben 1.272 Personen an den Folgen ihres Konsums von illegalen Substanzen, was 328 mehr sind als noch fünf Jahre zuvor. Bemerkenswert ist auch, dass zu Crystel Meth keine Ergebnisse vorlagen, obwohl diese kostengünstige Droge ziemlich auf dem Vormarsch ist.

Regierungskritiker in Sachen Drogen hatten im Juni in ihrem „5. Alternativen Drogen- und Suchtbericht“ festgestellt, dass das „Kernproblem der aktuellen Drogenpolitik“ darin bestehe, dass „nicht Forschungsergebnisse und systematisierte Erfahrungen“ die „Grundlage für drogenpolitische Entscheidungen“ bildeten, sondern „parteipolitische Überlegungen und ideologische Glaubenssätze“. Nachdem die Herausgeber der Regierung den Vorwurf machte, in Sachen Alkohol und Tabak der „legalen Drogenindustrie, ihren Lobbyisten und Werbeagenturen das Feld zu überlassen“, obwohl es in Deutschland laut Statistik jährlich zu 74.000 Alkohol- sowie zu 110.000 Tabak-bedingten vorzeitigen Sterbefällen käme, zeichnete sich zumindest in dem Punkt ein leichtes Umdenken der Bundesdrogenbeauftragten ab.

So stellte sie am Donnerstag fest, dass „in Deutschland noch deutlich zu viel und vor allem viel zu gedankenlos getrunken würde“, wodurch volkswirtschaftliche Schäden um die 40 Milliarden Euro entstünden und jeder sechste Bürger „Alkohol in gesundheitsschädlichem Ausmaß“ konsumiere.

Während immer mehr Länder – wie zuletzt Kanada - Cannabis legalisieren, will Mortler an der Prohibition festhalten und bekommt für so viel Ignoranz, Kritik von Seiten der Linken, Grünen und Teilen der FDP. Da schließt man sich doch gerne an.

 

Quelle: jW

 

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Kommentare

Kommentar von nadinelucas@gmx.net |

Legalisierung!!!!! Verdammt wo Leben wir hier??? wäre alles besser-mehr jobs&Steuern...-und nicht mehr kriminell wegen THC!!!!

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