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Das neue grow! Magazin 06-2025 ist da – ab sofort erhältlich!
Das aktuelle grow! Magazin 06-2025
Diese Themen solltest du nicht verpassen:
- Cannabis Legalisierung: Cannabisanbau in Tschechien ab 2026 legal
- Low Budget Growing: Pfennigfuchserei oder sinnvolle Einsparungen?
- Growing-Knowhow: Wann ist der richtige Zeitpunkt, Cannabis zu ernten?
- Anbausystem: Ertragsmaximierung mit Didis Schicht-System und vieles mehr...
Cannabis Legalisierung:
Cannabisanbau in Tschechien
ab 2026 legal
Auf die Legalisierung von Cannabis warten seine Befürworter in Tschechien mindestens seit Mitte der 1990er Jahre. Teilweise wurden sie am 30. Mai 2025 erhört, als das Abgeordnetenhaus eine Novelle des Strafgesetzbuches verabschiedete, die den Umgang mit dem Anbau und Besitz von Cannabis in kleinen Mengen grundlegend verändert. Was das in der Praxis bedeutet und was tatsächlich erlaubt ist und was nicht, erfahrt in diesem Artikel.
Die Einstellung der tschechischen Bevölkerung zu Cannabis ist seit Langem sehr tolerant, was auch zahlreiche Meinungsumfragen bestätigen. Cannabis findet sich nicht selten in den Gärten älterer Menschen, die daraus Salben und Tees herstellen oder daran glauben, dass eine Cannabispflanze im Gewächshaus das Gemüse vor Blattläusen und anderen Schädlingen schützt. Doch auch bei jüngeren Generationen ist Cannabis äußerst beliebt, was die Tatsache bestätigt, dass Tschechien seit Jahren zu den Spitzenreitern im Konsum gehört.
Menge „größer als gering“
Soweit ich mich erinnere, wird in Tschechien bereits seit etwa 1993 über die Legalisierung von Cannabis diskutiert. Damals nahm die Zahl der Drogenkonsumenten rasch zu, und der Staat sah die Notwendigkeit, einen klaren rechtlichen Rahmen zu schaffen, der die Verteilung und Herstellung regulieren sollte. Cannabis hatte zu dieser Zeit die Chance, sich von den harten Drogen abzugrenzen und eine eigene Kategorie zu erhalten. Das geschah jedoch nur teilweise: 1999 wurde der unscheinbare Begriff „Menge größer als gering“ eingeführt, der den Besitz von Cannabis lediglich in kleinen, aber nicht näher bestimmten Mengen erlauben sollte. Der Anbau blieb verboten.
Das Strafgesetzbuch selbst definierte den Begriff „Menge größer als gering“ jedoch nicht näher, was in der Praxis zu großer Unsicherheit und unterschiedlichen Auslegungen führte. Erst mit dem neuen Strafgesetzbuch erhielt die Regierung die Befugnis, diesen Begriff zu konkretisieren. Dies geschah durch eine Regierungsverordnung, die am 1. Januar 2010 in Kraft trat. Danach galt bei Cannabisbesitz von mehr als 15 Gramm getrocknete Blüten oder mehr als fünf Pflanzen als „Menge größer als gering“. Damit wurde erstmals eine klare Grenze zwischen Ordnungswidrigkeit und Straftat gezogen, was eigentlich mehr Rechtssicherheit schaffen sollte – auch wenn die Praxis zeigte, dass die Frage der „geringen Menge“ kontrovers blieb…
Growing
Low Budget Growing:
Pfennigfuchserei oder sinnvolle Einsparungen?
Wieviel sollte ein Gramm selbstgezogenes Gras kosten dürfen? Die einen meinen: fünfzig Cent. Andere sagen, drei Euro seien in Ordnung. Wieviel es tatsächlich wird, hängt von ein paar Faktoren ab. Neben strukturellen Gegebenheiten spielen persönliche Vorlieben und – ja – auch Sachkenntnis entscheidende Rollen bei der Beantwortung unserer Frage. Werfen wir daher einen Blick auf preistreibende Faktoren.
Ist ein Low-Budget-Grow überhaupt machbar und sinnvoll?
Ich kann mich noch sehr gut an meinen ersten Grow erinnern. Mein best Buddy und ich hatten den Entschluss gefasst, unser eigenes Gras zu growen, anstatt unser sauer verdientes Geld fortwährend zum Dealer zu tragen. In unserem Bestreben, kein potenziell wichtiges Detail außer Acht zu lassen, studierten wir tage- und wochenlang, was es zum Thema gab. Es musste einfach perfekt werden. Die Anstrengungen, die Rückschläge und die Kosten bis zur ersten Ernte ließen den Spaßfaktor gegen Null tendieren. Der handwerkliche Zeitaufwand, die Geheimniskrämerei und damit auch die Freude an der Unternehmung. Bereits während der Grows hatte ich mir wiederholt die Frage gestellt, ob es nicht auch ein, zwei Nummern kleiner gegangen wäre. Rückblickend sage ich: unbedingt! Es hätte uns Zeit, Nerven und eine Menge Unwohlsein erspart. Als Lehre aus diesen Erfahrungen, betreibe ich seitdem mit Überzeugung mein "Low-Budget-Growing".
Zwei Arten von Kosten: Anschaffungs- & laufende Kosten
Nicht wenige Grower unterschätzen anfangs, dass es zwei Arten von Kosten gibt. Da wären zunächst einmal die reinen Anschaffungskosten für Anlage, Seeds und Substrate/Dünger. Sie fallen in der Regel einmalig (sowie einmalig pro Saison/Grow) an. Dazu kommen jedoch, je nach Grow-Methode, noch weitere, laufende Kosten, die sich als "Unterhaltskosten" zusammenfassen lassen. Manche der Kosten lassen sich reduzieren oder gar vermeiden. Andere wiederum sind "unvermeidlich". Welche Ausgaben essenziell, optional oder verzichtbar sind, hängt nicht zuletzt von der Kulturform ab, die man wählt…
Growing-Knowhow:
Wann ist der richtige Zeitpunkt, Cannabis zu ernten?
Wenn du zum ersten Mal anbaust, hast du vielleicht noch nicht das nötige Vertrauen, um den richtigen Zeitpunkt für die Ernte deiner Cannabispflanzen zu bestimmen. Du kannst dich zwar am empfohlenen Erntedatum orientieren, das von der Samenbank angegeben wird, jedoch sollten mehrere Faktoren berücksichtigt werden, bevor du deine reifen Pflanzen erntest. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über die Ernte während des optimalen Zeitfensters wissen musst – von den Anzeichen, auf die du achten solltest, über die Werkzeuge und Ausrüstung, bis hin zu den verschiedenen Erntemethoden und der richtigen Trocknungsumgebung. Außerdem geht es um die Kunst des „Curings“ (Nachreifens) deiner Blüten, häufige Fehler, die du vermeiden solltest, und wie du die perfekte Ernte erzielst.
Wichtige Anzeichen vor der Ernte
Jede Samenbank gibt auf der Verpackung oder im Katalog ein ungefähres Erntedatum an. Dieses Datum ist jedoch nur ein grober Richtwert. Im Folgenden findest du eine Liste aller Anzeichen, auf die du in den letzten drei Wochen vor der Ernte achten solltest.
Zustand der Trichome
Trichome spielen eine entscheidende Rolle für den Geruch, Geschmack und die Wirkung der Cannabispflanze. Während der Blütezeit füllen sich die Trichome mit ätherischen Ölen, die jeder Sorte ihre einzigartigen Eigenschaften verleihen. Mit einer Lupe oder einem Mikroskop kannst du den Reifegrad der Trichome erkennen. Sie erscheinen entweder klar, milchig oder bernsteinfarben.
Ich empfehle, die Pflanzen zu ernten, wenn etwa 75 % der Trichome milchig und 25 % bernsteinfarben sind – das ergibt die beste Kombination aus Geschmack und Wirkung.
- Klare Trichome → Pflanze ist noch nicht reif, braucht mehr Zeit.
- Milchige Trichome → Pflanze kann geerntet werden.
- Bernsteinfarbene Trichome → maximale Reife erreicht…
Anbausystem:
Ertragsmaximierung
mit Didis Schicht-System
Es gibt viele Wege und Möglichkeiten, Cannabis anzubauen. Manche Anbaumethoden sind effektiver als andere, erfordern aber dafür höhere Investitionen, zum Beispiel in Form von Technik, Zeit und Geld. Andere Methoden funktionieren mehr oder weniger von ganz allein, bringen aber nicht die optimalen Erträge. Wem durchschnittliche Erträge genügen, dann ist es wohl am einfachsten, den Samen in den Boden zu stecken und nichts weiter zu tun, als zu gießen und vielleicht noch zu düngen und der Pflanze beim Wachsen zuzuschauen. Wenn es aber etwas mehr sein darf und bereits Wissen und Erfahrung im Umgang mit Pflanzen vorhanden sind, könnte „Didis Schicht-System“ sehr interessant sein. Denn es verspricht hohe Erträge bei vergleichsweise geringem finanziellem Aufwand. Worauf es bei diesem System besonders ankommt und was es zu beachten gilt, erfahren wir von Dieter „Didi“ (Green Galaxy) aus erster Hand …
grow! Hallo, Dieter, du hast ein neues Anbausystem entwickelt, das eine enorme Ertragssteigerung ermöglicht?
Dieter: Naja, als neu würde es nicht mehr bezeichnen, ich praktiziere und perfektioniere es seit etwa 30 Jahren. Aber erst mit der Legalisierung von Cannabis ist es möglich, offen darüber zu sprechen und direkt an den Pflanzen zu zeigen, wie das System funktioniert. Denn es hilft sehr, es live an den Pflanzen zu demonstrieren. So wird es einfacher zu verstehen, worum es bei „Didis Schicht-System“ geht. Und nur, wenn man das verstanden hat, kann man es erfolgreich umsetzen.
grow! Das ist also eher ein System für Fortgeschrittene?
Dieter: Man muss die Sprache der Pflanzen verstehen und ihre Zeichen richtig deuten können, dann kann man mit diesem System Erfolg haben.
grow! Erkläre doch mal, wie das System funktioniert und was es von herkömmlichen Anbaumethoden unterscheidet.
Dieter: Okay, ich versuche es so zu erklären, dass es verständlich ist … Es geht damit los, dass ich den Samen in klarem Wasser keimen lasse, und zwar direkt im Growzelt bei entsprechender Temperatur. Sobald die Hülle des Samens zu platzen beginnt – das passiert in der Regel nach sechs bis 24 Stunden – setze ich den Samen in einen 18-Liter-Topf um, der aber nur zu Dreiviertel mit Erde befüllt ist. Die Erde hatte ich vorher mit Wurzelstimulator auf Algenbasis richtig durchnässt. Denn es ist wichtig, dass die junge Pflanze direkt nach dem Keimen Nährstoffe findet, die sie verwerten kann. Den normalen N-P-K-Dünger verträgt sie erst später, wenn sich ein entsprechendes Wurzelsystem gebildet hat…
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