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Das aktuelle grow! Magazin 03-2026
Diese Themen solltest du nicht verpassen:
Legalisierung: Zwei Jahre Legalisierung - Zwei Jahre halbe Sachen,
Hanfscene: Interview mit dem CSC Greenhouse e.V. Gießen,
Psychedelik: Über den Einsatz von Räucherwerk und Düften,
Der ideale Startpunkt für´s Outdoor-Growing und vieles mehr...
Legalisierung:
Zwei Jahre Legalisierung in Deutschland: Zwei Jahre halbe Sachen
Seit zwei Jahren ist Cannabis in Deutschland legal, zumindest teilweise: Konsum, Besitz von 25 Gramm unterwegs bzw. bis 50 Gramm daheim aus eigener legaler Ernte der erlaubten drei Pflanzen – alles straffrei. Außerdem freuen sich, immensen bürokratischen Hürden und politischem Widerstand zum Trotz, Mitglieder von Anbauvereinigungen über legales Gras aus dem Club. Allerdings bleibt es eine Teillegalisierung, denn der konsequente nächste Schritt wurde leider nicht getan. Wir sehen uns mit euch die Folgen dieser Politik und die möglichen Aussichten an.
So sehr wir uns nach wie vor mit unserer Leserschaft darüber freuen, nicht mehr für jeden Joint und jede Pflanze kriminalisiert zu werden, so klar und deutlich lässt sich sagen, dass eine vollständige Legalisierung anders aussieht. Der Traum vom Besuch des gemütlichen Coffeeshops scheint vorerst ausgeträumt, stattdessen versandete das ambitionierte Projekt der deutschen Cannabislegalisierung auf halbem Weg. Der nach viel zu langem bürokratischem Gerangel und politischem Geplänkel mühsam erarbeitete Fahrplan für die große Reform im Umgang mit Cannabis wurde in zwei „Säulen“ aufgeteilt – von denen die zweite schlicht nicht errichtet wurde. Nach der Entkriminalisierung von Besitz und Selbstversorgung sowie der rechtlichen Schaffung von Möglichkeiten zur Gründung von Anbauvereinigungen war Schluss. Auf die ursprünglich angedachten legalen Abgabestellen, welche im nächsten Schritt folgen sollten, warten Hanffreundinnen und -freunde im ganzen Land bis heute bekanntlich vergeblich…
Hanfscene
Interview mit dem CSC Greenhouse e.V. Gießen
In dieser Ausgabe können wir euch erstmalig einen hessischen Cannabis-Anbauverein vorstellen. Er ist in der Nähe von Gießen beheimatet und hat seine Räumlichkeiten auf einem ehemaligen Bauernhof untergebracht, mitten in einer Ortschaft. Wir durften uns das Ganze anschauen und bekamen von Dr. Knospe und Content Cannabisa eine ausgiebige Führung und Erklärung.
grow! Hallo Content Cannabisa und Dr. Knospe und danke für die Einladung. Bevor wir loslegen, was sind eure Aufgaben im Anbauverein?
Dr. Knospe: Ich bin stellvertretender Vorsitzender und leite unseren Anbaurat. Ich kümmere mich vor allem um alles, was mit dem Anbau zu tun hat, von der Planung bis zur Qualitätssicherung. Dabei bringe ich mein Fachwissen ein und sorge mit dafür, dass wir als Verein richtig gute Ergebnisse erzielen.
Content Cannabisa: Ich bin für die Mitgliederkommunikation zuständig, betreue unseren internen Kanal und halte unsere Community auf dem Laufenden. Außerdem organisiere ich die Arbeitseinsätze und begleite unsere Ernte. Mir ist wichtig, dass alle gut informiert sind und sich im Verein eingebunden fühlen.
grow! Was heißt Ernte organisieren, was macht man da? Passt auf, dass die anderen auch „richtig“ ernten?
Content Cannabisa: Ja, ein bisschen schon. Vor allem sorge ich dafür, dass die Arbeitseinsätze gut organisiert sind und die Mitglieder wissen, wann was ansteht. Wir haben zwei Mal pro Monat gemeinsame Einsätze, da ist es wichtig, alle gut mitzunehmen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der man gerne dabei ist und mit anpackt…
Psychedelik
Über den Einsatz von Räucherwerk und Düften in psychedelischen Ritualen
Düfte begleiten seit Jahrtausenden die spirituelle Praxis des Menschen und wirken direkt auf Wahrnehmung und Bewusstsein. In psychedelischen Ritualen markieren sie häufig den Beginn und das Ende der Erfahrung, schaffen Schutz und Struktur und unterstützen den inneren Fokus der „Reisenden“. Dadurch helfen sie auch dabei, dass die Erfahrung als geordnet und integrierbar erlebt werden kann.
Historische Wurzeln
In nahezu allen spirituellen Traditionen der Welt wurde Räucherwerk als Medium zwischen der materiellen und der geistigen Welt verstanden. Der aufsteigende Rauch symbolisiert das Auflösen der festen Form, das Loslassen des Irdischen und die Öffnung zu feineren Bewusstseinsebenen. Überall auf der Welt, wo Rituale darauf ausgerichtet sind, die Wahrnehmungsfähigkeit zu erweitern, sei es durch geistbewegende Pflanzen, Gesänge, Tanz, Atem oder Trance, kommen auch Düfte zum Einsatz. Der Geruchssinn gilt als einer der ältesten Sinne des Menschen und ist eng mit Erinnerung, Emotion und Intuition verknüpft. So ist es kein Zufall, dass dort, wo sich das Bewusstsein ausdehnt, auch der Duft als Wegbegleiter auftritt:
In Mesoamerika verwendeten die Azteken und Maya Copal-Harz, um mit den Göttern in Kontakt zu treten und psychedelische Reisen rituell zu begleiten. Der harzige Rauch galt als Träger göttlicher Botschaften, die im veränderten Bewusstseinszustand empfangen werden konnten…
Growing:
Der ideale Startpunkt für´s Outdoor-Growing
Die meisten Menschen denken, je früher sie aussäen, desto größer werden ihre Pflanzen. Doch beim Outdoor-Anbau funktioniert das nicht ganz so einfach. Wann ist also der beste Zeitpunkt, um in die Outdoor-Saison zu starten? Und wie schneiden Autoflowering-Sorten im Vergleich zu photoperiodischen Sorten ab?
Wenn mich Leute fragen, wann sie mit dem Outdoor-Anbau beginnen sollten, frage ich zurück, wann sie ernten möchten. Als Cannabisanbauer hast du heutzutage den großen Vorteil, feminisierte Samen wählen zu können, aus denen mit wenigen Ausnahmen ausschließlich weibliche Pflanzen entstehen. Du musst dir also längst keine Gedanken mehr über die Geschlechtsbestimmung machen. Und noch ein größerer Bonus: Du kannst bis zu einem gewissen Grad sogar den Erntezeitpunkt beeinflussen.
Einfache Planung mit Autoflowers
Wenn du dich für photoperiodisch neutrale, sogenannte Autoflowering-Sorten entscheidest, lässt sich die Ernte recht gut planen, zum Beispiel so, dass sie sich nicht mit deinem Urlaub überschneidet. Der Lebenszyklus von Autoflowers ist nämlich relativ gut vorhersehbar, da sie etwa 70–90 Tage nach der Aussaat erntereif sind. Photoperiodische Sorten hingegen reifen erst im Herbst, meist in der ersten Oktoberhälfte, unabhängig davon, wann sie ausgesät wurden. Das ist der grundlegende Unterschied zwischen Autoflowers und photoperiodischen Pflanzen.
Viele ziehen ihre Pflanzen bereits ab März oder April zu Hause auf der Fensterbank vor. Ich bin im Laufe der Zeit an dem Punkt angekommen, dass das Vorziehen für mich nur dann sinnvoll ist, wenn ich Autoflowers anbaue und entweder früher ernten oder mehrere Ernten hintereinander erzielen möchte. In diesem Fall beginne ich jedoch nicht vor April und gleich erkläre ich warum.
Für die bestmögliche Qualität und einen möglichst problemlosen Anbau ist es ideal, wenn Autoflower-Pflanzen während der längsten Tage und bei möglichst intensiver Sonneneinstrahlung wachsen und reifen…
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