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Bundes-Gesundheitsministerium veröffentlicht Cannabis-Studie

28.11.2017
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Politik+Gesellschaft

Sang- und klanglos wurde heute vormittag überraschend der Kurzbericht zur Studie “Cannabis: Potential und Risiken (CaPRis)” auf der Webseite des Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht. Der Link wurde auf Social Media-Plattformen gepostet; eine offizielle Pressemitteilung oder Meldung auf der BMG-Webseite liegt zur Stunde noch nicht vor, eine Stellungnahme findet sich aber auf der Webseite von Marlene MortlerWie das Ärzteblatt vor wenigen Minuten berichtete, sei die Studie bereits gestern Abend von deren Leiterin auf einer Fachveranstaltung der Ärztekammer vorgestellt worden.

Für die Studie wurde keine Grundlagenforschung betrieben; vielmehr sollte bloß der bereits vorhandene allgemeine Forschungsstand evaluiert und auf zwei Leitfragen hin untersucht werden: Was sind die Risiken von freizeitlichem Cannabis-Gebrauch & wie wirksam, verträglich und sicher sind Cannabis-Arzneien? Über einen Zeitraum von zwei Jahren untersuchten die mehr als 30 Experten die Ergebnisse von 10 Recherche-Läufen in 5 wissenschaftlichen Datenbanken. Berücksichtig wurden nur solche Resultate, die auf Deutsch oder Englisch formuliert waren - insgesamt circa 2.000 Studien.

Unter den Ergebnissen fassen die Autoren unter anderem zusammen: “Zusammenfassend belegen die evidenzbasierten Fakten ein erhöhtes Risiko für negative psychische, organische und soziale Konsequenzen im Zusammenhang mit dem Freizeitgebrauch von Cannabis.” Was ja nicht verwundert, da der Forschungsauftrag anscheinend darauf ausgelegt war, die negativen Aspekte für freizeitlichen Cannabis-Gebrauch unter die Lupe zu nehmen. Weiter heißt es: “Die evidenzbasierten Fakten können auch die gesellschaftliche Diskussion um die juristische Bewertung der Substanz Cannabis bereichern.”

Ursprünglich wollten die Forscher auch der “Selbstmedikationshypothese” auf den Grund gehen - die Theorie, wonach ein gewisser Anteil von Menschen Cannabis- konsumieren, um bewusst oder unbewusst ein psychisches Leiden zu mildern. Aufgrund der sehr uneinheitlichen Forschungslage mussten die Studienautoren allerdings davon abrücken, empirisch geprüfte Aussagen über diesen Teilaspekt zu treffen.

Die einzige Stellungnahme des Gesundheitsministerium findet sich derzeit auf der Download-Seite des .pdfs. Dort heißt es: “Der aktuelle Forschungsstand zum Thema Cannabis wurde durch eine wissenschaftliche Analyse von in den letzten zehn Jahren publizierten Daten erhoben. Die Risiken des Cannabiskonsums zu Rauschzwecken werden erneut bestätigt. Besonders schädlich ist der Cannabiskonsum in der frühen Jugend. Im Bereich der medizinischen Anwendung von Cannabisarzneimitteln wurde vor allem deutlich, dass der Forschungsstand noch sehr uneinheitlich ist. Aufgrund der begrenzten Datenlage kann zu vielen Krankheitsbildern noch keine Aussage zur Wirksamkeit von Cannabis gemacht werden. Hier sind weitere Studien notwendig.”

Dieses Dokument wird also wohl noch für Kontroverse sorgen - aber wir empfehlen vor allem unseren medizinisch versierten Leser, sich selbst einen Eindruck davon zu machen!

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