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Umfrage: Medizinalcannabis reduziert Nebenwirkungen und ersetzt häufig andere Medikamente
Frankfurt am Main, April 2026 – Eine aktuelle Umfrage der Bloomwell Group GmbH unter 3.528 Cannabis-Patient zeigt: Der Einsatz von Medizinalcannabis kann die Einnahme klassischer verschreibungspflichtiger Medikamente deutlich reduzieren – und in vielen Fällen sogar vollständig ersetzen.
Laut dem aktuellen „Cannabis-Barometer“ konnten 58,9 Prozent der Befragten ihre zuvor verordneten Medikamente komplett absetzen. Besonders auffällig ist dieser Effekt bei Schlafmitteln und Opioiden. So berichten 61 Prozent der ehemaligen Opioid-Patient, dass sie durch Medizinalcannabis vollständig auf diese verzichten konnten. Von diesen geben wiederum 70,1 Prozent an, keine Nebenwirkungen mehr zu verspüren.
Insgesamt reduzierten Patient ihre Einnahme anderer verschreibungspflichtiger Medikamente im Durchschnitt um 84,5 Prozent. Dabei zeigt sich ein klarer Zusammenhang: Je stärker andere Medikamente reduziert wurden, desto geringer waren die Nebenwirkungen. Patient ohne Nebenwirkungen reduzierten ihre Medikation im Schnitt um 88,6 Prozent, während diejenigen mit weiterhin bestehenden Beschwerden deutlich geringere Reduktionswerte aufwiesen.
Julian Wichmann, Co-Founder und CEO der Bloomwell GmbH, betont die Bedeutung dieser Ergebnisse: „Der Hauptgrund für die Verordnung von Medizinalcannabis ist neben der Symptombehandlung die Reduktion oder Vermeidung von Nebenwirkungen anderer Medikamente. Wer etwa Opioide vollständig ersetzen kann, hat gute Chancen auf einen beschwerdefreien Alltag.“
Neben den gesundheitlichen Effekten zeigt die Analyse auch wirtschaftliche Entwicklungen: Der Durchschnittspreis für Cannabisblüten aus Apotheken sank im ersten Quartal 2026 auf 4,52 Euro pro Gramm – ein deutlicher Rückgang gegenüber 5,23 Euro im Dezember 2025. Gleichzeitig ist die verordnete Menge stark gestiegen: Im Vergleich zu März 2024 nahm sie um mehr als 4.500 Prozent zu.
Für Niklas Kouparanis, CEO der Bloomwell Group, sind diese Zahlen ein Hinweis auf einen strukturellen Wandel im Markt: Immer mehr Patient wechseln von illegaler Selbstmedikation in eine ärztlich begleitete Therapie. Die sinkenden Preise hätten maßgeblich dazu beigetragen, Medizinalcannabis breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich zu machen.
Die Datenbasis des Reports umfasst anonymisierte Verordnungen aus dem Zeitraum Januar 2024 bis März 2026 sowie die im März 2026 durchgeführte Patientenbefragung. Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Medizinalcannabis als Alternative zu klassischen Medikamenten – sowohl aus medizinischer als auch aus gesundheitspolitischer Perspektive.
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