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Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2)

23.01.2017
Henrie Schnee
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Autoflowering

In seinem Artikel in der vorigen grow!-Ausgabe über Autoflowering-Cannabis, hat Steve uns erklärt, dass Autoflowering sich sehr von regulärem, auch photoperiodisch genanntem Cannabis unterscheidet.

Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des ersten Teils:

  • Autoflowering-Cannabis wurde von Cannabiszüchtern kreiert, die Genetik von Ruderalis-Cannabis mit existierender Kush-, Sativa- und Indica-Genetik kreuzten. Autoflowering-Cannabis beginnt von selbst mit der Blüte, nach dem es 20 bis 28 Tage in der vegetativen Phase gewachsen ist. Es benötigt keinen Blüteimpuls durch veränderten Lichtzyklus auf 12/12 Stunden (Licht/Dunkelheit) pro Tag. Für den Freilandanbau bedeutet das, dass die Pflanzen nicht bis zum Herbst warten müssen, bis die Tage kürzer werden und der Blüteimpuls kommt.
  • Autoflowering-Cannabis-Sorten benötigen etwa 8 bis 9 Wochen von der Keimung bis zur Ernte. Bei photoperiodischen Cannabis-Sorten sind das durchschnittlich 9 bis 12 Wochen. Feminisiertes Autoflowering-Cannabis ist das wohl am einfachsten anzubauende Cannabis überhaupt und benötigt weniger Beachtung und gärtnerischen Aufwand im Vergleich zu photoperiodischem.
  • Es gibt viele kommerzielle Produzenten von Autoflowering-Cannabis-Samen, doch nur wenige haben tatsächlich zuverlässige Sorten, die auch so wachsen wie versprochen und akzeptable Erträge und Wirkstoffkonzentrationen liefern können.
  • Im Allgemeinen bringen Autoflowering-Sorten weniger Ertrag und enthalten weniger Wirkstoffe als ihre photoperiodischen Schwestern. Doch eine steigende Zahl von Autoflowering-Sorten kommt auf einen ähnlichen Ertrag und ist ähnlich potent wie qualitativ hochwertiges periodisches Cannabis. Auf einige dieser Sorten gehen wir später in diesem Artikel ein.

In der Praxis ist der wichtigste Unterschied zwischen Autoflowering- und photoperiodischem Cannabis, dass der Grower andere Vorgehensweisen, Materialien und Equipment für den Anbau von Autoflowering einsetzt. Wir werden uns später in diesem Text mit ertrags- und potenzsteigernden Techniken speziell für den Anbau von Autoflowering beschäftigen.

Beleuchtung für Autoflowering-Cannabis

Wie bereits erwähnt, muss der Grower beim Anbau von Autoflowering-Cannabis die Beleuchtungsdauer nicht manuell auf 18 Stunden in der Wachstumsphase einstellen, um sie dann für die Blüte auf 12 Stunden pro Tag zu reduzieren.

Diese Form von Cannabis blüht aufgrund ihrer genetischen Veranlagung automatisch. Deshalb wird Autoflowering-Cannabis auch immer öfter als „Automatisches Cannabis“ bezeichnet. Da Autoflowering-Cannabis nach nur 20 bis 28 Tagen nach der Keimung die Blüte einleitet und für den Rest ihres Lebenszyklus‘ in der Blütephase bleibt, benötigt sie andere Beleuchtungstypen und Intensitäten zu unterschiedlichen Zeiten, im Vergleich zu photoperiodischen Cannabis.

Dem Autoflowering-Experten Tony von Dutch Passion Seeds zufolge bevorzugen die meisten Grower von Autoflowering-Sorten einen Zyklus von 20 Stunden Licht und 4 Stunden Dunkelheit pro Tag. Tony weist darauf hin, dass die kurze Wachstumsphase es nötig macht, diese Zeit möglichst effektiv zu nutzen und das Wachstum der Pflanzen zu maximieren. Aus diesem Grund geben einige Grower ihren Pflanzen 24 Stunden und Licht und keine Dunkelheit.

Doch das überfordert die Pflanzen und versetzt sie in unnatürlichen Stress. Einige Grower berichten von Nährstoffproblemen (wie etwa Kalzium-, Magnesium-, Zink- und Eisen-Mangel) und von anderen Problemen, die durch die Dauerbeleuchtung entstehen können.

Im Nährstoff- und Ergänzungsmittel-Teil dieses Artikel werden wir uns damit befassen, was man dagegen unternehmen kann.

Wie auch das photoperiodische Cannabis, bevorzugen Autoflowering-Sorten während der vegetativen Phase das „blaue Licht“, wie es von Metalhaloid- und LED-Lampen produziert wird.

Dieses Licht hat eine ähnliche Farbtemperatur wie das der Sonne zur Mittagszeit im späten Frühling und frühen Sommer. Autoflowering-Pflanzen haben nur wenig Zeit (meist nur bis zu 28 Tage), um in der vegetativen Phase Strukturen wie Blätter, Stängel, Zweige und Wurzeln zu bilden. Wenn es dem Grower gelingt, den Autoflowering-Pflanzen während dieser Wachstumsphase so viel Licht wie möglich über so viele Stunden am Tag wie möglich zur Verfügung zu stellen, hilft das den Pflanzen beim Bilden der Strukturen, die für das Tragen großer Blüten erforderlich sind.

Doch Vorsicht: Junge Pflanzen vertagen intensives Licht nicht.

Viele Autoflowering-Grower benutzen in den ersten ein bis zwei Wochen nach der Keimung nur fluoreszierende Lampen oder setzen entsprechende LEDs ein. Dann fügen sie eine steigende Dosis blauen Lichts von zum Beispiel Metalhaloidlampen zu, bis die Pflanzen in der dritten oder vierten Woche zu blühen beginnen.

Wenn die Autoflowering-Pflanzen mit der Vorblüte beginnen, setzen Grower eine Mischung aus unterschiedlichen Lampen ein, die weiterhin blaues Licht liefern, aber auch rotes und infrarotes Licht hinzufügen. Für das rote Licht werden Natriumhochdrucklampen (HPS) oder hochwertige LED-Lampen mit komplettem Cannabis-spezifischem Spektrum verwendet.

Ab der vierten Lebenswoche sollte eine Autoflowering-Pflanze dieselben Lichtintensitäten vertragen können, wie das bei photoperiodischem Cannabis während der Blüte der Fall ist.

Die erfolgreichsten unter den Autoflowering-Growern haben verraten, dass sie nach der ersten bis zweiten Blütewoche den Anteil des blauen Lichts im Vergleich zum roten Licht reduzieren.

Denn wird während der Blüte von Autoflowering-Sorten zu viel blaues Licht eingesetzt, sorgt die Ruderalis-Genetik dafür, dass sich in den Blüten viele Blättchen bilden und sie dadurch nicht mehr so kompakt und mit Harz übersät sind. Doch das wünschen sich die meisten Grower.

Auf alle Fälle gilt: So lange die Pflanzen in einem angemessen Growmilieu wachsen und mit gutem Wasser und den richtigen Nährstoffen versorgt werden, kommt es auf die Intensität und das passende Lichtspektrum an, um Autoflowering-Pflanzen zu maximalen Erträgen zu pushen.

Es gibt bereits gute LED-Lampen, die beim Einsatz mit Autoflowering-Sorten hervorragende Ergebnisse liefern konnten – und das bei Growern weltweit.

Ein Hinweis für Outdoor-Grower: Autoflowering-Sorten können auch in Freiland akzeptable Resultate liefern, auch wenn sie nur bis zu 12 Stunden Licht pro Tag erhalten. Die Erträge werden unter diesen Bedingungen nicht sehr hoch ausfallen und die Pflanzen werden eher Zwerge bleiben, dennoch werden die Pflanzen ihren vollen Lebenszyklus durchlaufen, automatisch blühen und Blüten produzieren.

Feminisierte Autoflowering-Sorten sind zu Recht besonders bei Guerilla-Growern beliebt, die an abgelegenen Orten anbauen und nicht so oft nach ihren Pflanzen schauen können.

Bei feminisierten Autoflowering-Sorten sind alle Pflanzen weiblich, es gibt also keine männlichen Pflanzen, die herausgesucht und entfernt werden müssten, um eine Bestäubung und Versamung der Blüten zu verhindern. So können die jungen Pflanzen ausgepflanzt werden, und erst nach 9 bis 10 Wochen kommt der Grower zurück, um zu ernten.

Dutch-Passion - AutoUltimate
Dutch-Passion - AutoUltimate

Autoflowering-Anbaubedingungen – Methoden und Techniken

Da Autoflowering-Pflanzen von Anfang an voll loslegen und gut starten müssen – sie haben ja eine kürzere Wachstumsphase als photoperiodisches Cannabis – ist es sehr wichtig, dass der Grower ihnen optimale Bedingungen bietet und beste Materialien, Nährstoffe und Anbaumethoden einsetzt.

Die ideale Autoflowering-Anbausituation sieht folgendermaßen aus:

  • Ein Indoorgrowraum mit totaler Sicherheit und kontrollierten Umweltbedingungen
  • Eingesetzt wird feminisiertes Autoflowering-Cannabis
  • Die Samen werden in feuchten Steinwollstarterwürfeln zum Keimen gebracht.
  • Es wird reines Umkehrosmosewasser verwendet
  • Die gekeimten Sämlinge werden in ein Deep-Water-Culture-, Aeroponik- oder in ähnliche hydroponische Systeme umgepflanzt
  • Die Growraum-Temperatur liegt während der Beleuchtungsdauer bei 24 °C und in der Dunkelphase bei 22 °C
  • Die Luftfeuchtigkeit im Growraum liegt während der Wachstumsphase zwischen 52 und 60 Prozent und während der Blütephase zwischen 52 und 57 Prozent
  • Sind die Lampen an, wird der Growraumluft CO2 bis zu einem Wert von 1150 ppm zugefügt. Durch die hohe CO2-Konzentration kann die Temperatur bis 29 °C angehoben werden. Sind die Lampen aus, liegt die Temperatur wieder 5 bis 8 Grad niedriger
  • Mindestens ein oszillierender Ventilator pro 500 Watt Lichtleistung bläst einen sanften, aber stetigen Luftstrom auf die Pflanzen und lässt sie leicht hin- und herbewegen
  • Autoflowering-Cannabis wird nicht gerne umgetopft, deshalb wird der gekeimte Sämling direkt in den Topf gepflanzt, in dem er auch geerntet wird
  • 2 bis 3 Wochen nach der Keimung werden die Spitzen der Pflanzen entfernt, die Pflanzen werden getopft
  • Ab der 4. bis 5. Woche nach der Keimung werden ein Pflanzennetz, Stäbe oder ähnliches Material zur Unterstützung der Zweige eingebaut, besonders bei Sorten, die schwere und große Blüten bilden
  • Autoflowering-Cannabis kann in den meisten Fällen nicht verjüngt oder durch Stecklinge vermehrt werden
  • Da sie keine zwei unterschiedlichen Lichtzyklen wie das photoperiodische Cannabis brauchen, können Pflanzen im selben Raum keimen und vegetativ wachsen, in dem auch blühende Pflanzen stehen. Es muss nur dafür gesorgt werden, dass jede Pflanze das für ihr Stadium richtige Licht erhält
  • Da Autoflowering-Pflanzen auf zu kalte Nachttemperaturen negativ reagieren können, achten Outdoor-Grower darauf, den Freilandanbau so zu timen, dass die in ihrer Gegend wärmsten Wochen optimal genutzt werden
  • Autoflower.net ist eine gute englischsprachige Informationsquelle zum Thema Anbau von Autoflowering und neuen Autoflowering-Sorten
Dutch Passion Auto-White Widow
Dutch Passion Auto-White Widow

Nährstoffe für Autoflowering-Cannabis

Wie bereits erwähnt, hat Autoflowering-Cannabis weniger Zeit zum Wachsen, Blühen und Reifen als eine photoperiodische Sorte. Und das beeinflusst die Art und Weise, wie der Grower die Pflanze mit Licht und Nährstoffen versorgen sollte.

Für den Anbau von photoperiodischem Cannabis wird traditionell mit zwei wesentlichen Typen von Basisdüngern gearbeitet. Einer abgestimmt auf die vegetative Phase und der andere entsprechend für die Blütephase.

Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Düngertypen besteht darin, dass Wachstumsdünger einen höheren Stickstoff-Anteil enthält, während im Blütedünger Phosphor und Kalium dominieren.

Stickstoff wird vor allem im vegetativen Wachstum benötigt, wenn neue Zweige und Blätter gebildet werden, denn es treibt diesen Prozess an.

Phosphor und Kalium sind auch während der vegetativen Phase wichtig, doch wenn es darum geht, Blüten zu bilden, profitieren Cannabispflanzen von einem hohen Phosphor- und Kalium-Gehalt, Stickstoff hingegen wird dann weniger benötigt.

Autoflowering-Cannabis-Grower benutzen Wachstumsdünger ab der Keimung (bzw. einige Tage danach) und geben ihn bis zum Einsetzen der Blüte in steigender Konzentration, abhängig vom Alter und Bedarf der Pflanze. Wenn sich die ersten Vorblüten zeigen, verändern wir die Nährlösung und geben für eine Übergangszeit von einer Woche eine Mischung aus 50 % Wachstumsbasisdünger und 50 % Blütebasisdünger. Nach dieser Woche wird auf 100 % Blütedünger umgestellt.

Blühen Autoflowering-Pflanzen unter 24-stündigem Dauerlicht, erhalten sie doppelt so viel Lichtenergie wie eine photoperiodische Pflanze in der Blüte. Und sie können die Energie auch nutzen, um Cannabinoide und Terpenoide zu produzieren – doch das klappt nur, wenn die richtigen Nährstoffe sorgfältig zugeführt werden.

In einigen Fällen bedeutet dies, dass eine größere Menge an Nährlösung oder eine Nährlösung mit einer höheren Nährstoffkonzentration gegeben werden muss.

Autoflowering-Pflanzen verbrauchen häufig mehr Wasser und Nährstoffe als photoperiodische Pflanzen. Dies wird von der relativen Luftfeuchtigkeit im Growraum beeinflusst, aber auch vom zugeführten CO2 und vom Typ und der Intensität der Beleuchtung.

Das Autoflowering-Pflanzen während der Blütephase hungriger als photoperiodische Pflanzen sind, liegt nicht zuletzt auch daran, das photoperiodische Pflanzen nur 12 Stunden Zeit haben, um ihren Stoffwechsel auf Trab zu bringen.

Die meisten Autoflowering-Grower haben gute Erfahrungen gemacht, wenn sie ihre Pflanzen mit einem hydroponischen Basisdünger gießen, der automatisch den pH-Wert auf den richtigen Wert ausbalanciert.

Zudem geben sie Vitamin-B-Zusätze, denn ein Vitamin-B-Komplex hilft der Pflanze, mit Stress klarzukommen. Und Autoflowering-Pflanzen, die bis zu 24 Stunden Licht pro Tag ausgesetzt sind, haben Stress.

Es hat sich auch gezeigt, dass Grower, die während der gesamten Blütezeit zusätzlich zu ihren Düngern auch Kohlenhydrat-Zusätze verwenden, deutlich davon profitieren können.

Zur Unterstützung der Wurzelentwicklung können der Wurzelzone nützliche Bakterien und Pilze über die Nährlösung zugefügt werden. Das kann eine Woche nach der Keimung beginnen und bis zwei Wochen vor der Ernte fortgesetzt werden.

Die Kohlenhydrate, die dem Stoffwechsel der Pflanze zusätzliche Energie liefern, ernähren auch die nützlichen Bakterien und Pilze in der Wurzelzone.

Ein weiterer nützlicher Zusatzstoff, besonders in rein hydroponischen Systemen, ist Kaliumsilikat. Kaliumsilikat stärkt die Zellwände und fördert die Bildung und strukturelle Integrität der Harzdrüsen.

In der frühen Blütephase sollten Autoflowering-Pflanzen ein Präparat erhalten, dass sie bei der Bildung von Vorblüten und Blütenansätzen unterstützt.

Von der frühen bis zur späten Blütephase sollten Autoflowering-Pflanzen einen Blütebooster erhalten, der reich an Phosphor und Kalium ist.

Da viele Autoflowering-Sorten dazu neigen, gerade in den letzten drei Wochen an Blütenmasse, Cannabinoiden und Terpenoiden zuzulegen, sollte die hohe Dosis an Nährstoffen, inklusive der Phosphor- und Kalium-Blütenbooster, bis zum Tag des Spülens, also kurz vor der Ernte, beibehalten werden.

Dann wird für 4 bis 6 Tage mit reinem Umkehrosmosewasser gespült, dem eine spezielle Spüllösung und nichts weiter zugesetzt ist. Autoflowering-Pflanzen setzen besonders viel Wasser und Nährstoffe um, und es besteht die Möglichkeit, dass Nährstoffbestandteile im Pflanzengewebe eingelagert werden. Ohne den Spülvorgang würden sie in der Pflanze verbleiben und die Reinheit und den Geschmack der getrockneten Blüten beeinträchtigen.

Zuverlässige und qualitativ hochwertige Autoflowering-Sorten

Immer mehr Leute springen auf den Autoflowering-Züchter-Zug auf und versuchen auf ihm zu wirtschaftlichem Erfolg zu kommen. Vor zehn Jahren gab es nur wenige Unternehmen, die Autoflowering-Sorten gezüchtet haben, doch diese Sorten waren noch nicht besonders gut. Heute gibt es Dutzende von Cannabiszüchtern, die Autoflowering-Sorten anbieten.

Die folgenden Sorten konnten sich unter legalen amerikanischen Growern bereits einen guten Namen machen. Diese Grower sind erfahren im Umgang mit photoperiodischem Cannabis, waren aber zu Beginn dem Autoflowering-Cannabis gegenüber sehr skeptisch.

Dutch Passion AutoDaiquiri-Lime
Dutch Passion AutoDaiquiri-Lime

Dutch Passion AutoDaiquiri Lime basiert auf einem einzigartigen Californian-Orange-Phänotypen, der ein intensives Zitrus-/Limettenaroma aufweist.

Er wurde mit einer photoperiodischen Sour Diesel gekreuzt und anschließend zu einer feminisierten Autoflowering-Sorte transformiert.

Dies ist eine Sativa-dominierte Autoflowering-Sorte, die durchschnittlich 11 Wochen nach der Keimung geerntet werden kann.

Sagarmatha Autoflowering AK-48: Gezüchtet aus einer photoperiodischen AK-47 und gekreuzt mit einer Autoflowering Lowryder, stellt die Autoflowering AK-48 eine schnell reifende feminisierte Sorte dar, die nur 8 bis 9 Wochen von der Keimung bis zur Erntereife braucht.

Sie ist bekannt für ihren sehr hohen Wirkstoffgehalt, was eindeutig ein Erbe der AK-47 ist.

Sagarmatha Smurfberry Auto: Grower, die Blueberry mögen, sollten auch Smurfberry mögen. Denn die Blueberry gehört zu den photoperiodischen Indica-Sorten, aus denen die Smurfberry hervorgegangen ist. Diese feminisierten Autoflowering-Pflanzen können hohe Düngergaben vertragen und sind in der Lage, 90 Gramm und mehr Ertrag pro Pflanze nach einem nur achtwöchigen Lebenszyklus zu liefern.

Dutch Passion - AutoMazar
Dutch Passion - AutoMazar

Dutch Passion AutoMazar: Diese Sorte wurde aus feminisierten Samen der populären photoperiodischen Dutch-Passion-Sorte Mazar gezüchtet. Sie ist Indica-dominant und bekannt für ein „Knockout High“, überdurchschnittliche Harzproduktion und einen hohen Ertrag.

Dutch Passion berichtet, dass einige Grower 200 Gramm und mehr Ertrag pro AutoMazar-Pflanze erzielen konnten.

 

Dinafem Bubba Kush: Bubba Kush Auto ähnelt der photoperiodischen Bubba Kush. Sie wurde produziert, indem eine photoperiodische Bubba Kush mit einer Autoflowering-White-Widow gekreuzt wurde. Die Kush-Charakteristik blieb erhalten, die Pflanze hat einen 63- bis 70-tägigen Lebenszyklus. Es gibt sie ausschließlich als feminisierte Samen.

Dinafem Haze XXL startete als eine Autoflowering-Sorte namens Haze 2.0. Sie bietet nun einen verbesserten Ertrag, nachdem die Züchter die Haze 2.0 mit einer photoperiodischen Jack Herer gekreuzt hatten. Jack Herer selbst basiert ebenfalls auf Haze-Genetik, so dass die Sativa-Dominanz dieses Haze-Strains in der feminisierten Autoflowering-Form erhalten blieb. Sie hat einen Lebenszyklus von 79 bis 86 Tagen.

Dutch Passion - AutoUltimate
Dutch Passion - AutoUltimate

Dutch Passion AutoUltimate: Die photoperiodische Cannabis-Sorte „The Ultimate“ von Dutch Passion war die Basis für diese feminisierte Autoflowering-Sorte, die auch Einflüsse von AutoMazar aufweist. Sie enthält zu gleichen Teilen sowohl Indica- als auch Sativa-Genetik, hat einen hohen Nährstoffbedarf, produzierte dichte, feste Buds und ist als sehr ertragreich bekannt.

Dinafem Dinamex Autoflowering: Bei dieser Sorte handelt es sich um eine der komplexesten genetischen Kreuzungen in der Autoflowering-Welt. Sie enthält Genetiken von California Orange, Mexican Sativa, Sour Diesel und Emerald OG Kush zusammen mit der von Ruderalis.

Die Dinamex-Autoflowering mag hohe EC-Werte in der Nährlösung und produziert mittelmäßige Erträge von potenten Blüten. Sie braucht 75 Tage von der Keimung bis zur Ernte.

Mephisto Ripley’s OG: Mephisto ist eine kleine Hanfsamenbank, die bekannt dafür ist, spezielle Cannabissorten im Programm zu haben, die sonst kein anderer Züchter anbietet.

Abgeleitet von verschiedenen photoperiodischen OG-Sorten und nicht feminisiert ist dieser Strain sehr ertragreich und besitzt die klassischen Kush-Eigenschaften. Die Sorte ist auch sehr wertvoll, weil sie dem Grower die Möglichkeit bietet, ein eigenes Autoflowering-Zuchtprogramm zu starten und selbst Samen zu produzieren. Diese Sorte hat einen Lebenszyklus von 73 bis 80 Tagen und bildet extrem dichte Blüten im Kush-Stil.

Deshalb ist es wichtig, diese Sorte ab Mitte der Blüte nicht zu überwässern, da die überschüssige Feuchtigkeit in den Blüten enden könnte, was zur Entstehung von Grauschimmel führen würde.

Mit intensiver Ernährung und Beleuchtung, insbesondere in rein hydroponischen Systemen, kann diese Sorte zwischen 150 und 220 Gramm getrockneter Kush-Blüten pro Pflanze bringen.

Dinafem Cheese Autoflowering: Ich bin kein großer Fan der Cheese- Cannabis-Kategorie, denn der Geruch gefällt mir gar nicht und sie ist Indica-dominant (ich bevorzuge Sativa).

Aber Grower, die die Cheese lieben, haben mir berichtet, dass die feminisierte Autoflowering-Cheese von Dinafem genauso gut sei wie photoperiodische Cheese-Sorten.

Cheese ist bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit, die sie auch mit schlechten Bedingungen klar kommen lässt. Der Ertrag dieser Sorte ist durchschnittlich, und es braucht 70 Tage von der Keimung bis zur Ernte.

Sensi Seeds White Label Super Skunk Automatic: Hierbei handelt es sich um einen fast reinen Indica-Autoflowering-Strain, der für sein schnelles Wachstum, seinen sehr großen Ertrag und ein narkotisches, schmerzlinderndes High bekannt ist. Super Skunk funktioniert während der Frühlings- und Sommermonate gerade outdoors besonders gut. Diese Sorte sollte eine Woche vor der Blüte getoppt werden, damit sie mehr in die Breite wächst und einen noch größeren Ertrag liefern kann.

Nützlichkeit und Zukunft des Autoflowering Cannabis

Tony, ein Autoflowering-Experte von den legendären Autoflowering-Pionieren Dutch Passion Seeds, sagt, dass die Verkäufe von Autoflowering-Samen innerhalb der nächsten fünf Jahre den Hauptanteil von allen verkauften Hanfsamen ausmachen werden.

Er sagt dies, denn Autoflowering-Strains

  • sind einfacher anzubauen
  • sind ideal für Anfänger
  • sind von Natur aus resistent gegen Schädlinge, Schimmel, Pilze und Krankheiten
  • erfordern weniger Equipment und können im Freiland ohne Beobachtung wachsen (das bezieht sich auf feminisierte Autoflowering-Varietäten).
  • investieren die meiste Zeit und Energie in die Blüte, so dass die Erträge pro Pflanze sogar höher sein können als bei vergleichbaren photoperiodischen Sorten, insbesondere wenn indoors angebaut wird
  • können in kleineren Räumen und unter anderen, nicht idealen Bedingungen, wachsen
  • erfordern weniger Elektrizität, Wasser, Growraum und Equipment im Vergleich zu photoperiodischem Cannabis, denn ihr Lebenszyklus ist deutlich kürzer
  • neigen zu einem kleineren Wuchs als photoperiodische Pflanzen und das macht sie im Freiland einfacher zu verstecken und zu tarnen

Tony erzählt, dass Grower auf der Webseite von Dutch Passion immer wieder Grow-Berichte posten, die andere Leute dazu inspirieren, selbst Autoflowerings auszuprobieren. Es sind dort Fotos von Pflanzen zu sehen, die 200 Gramm und mehr Ertrag pro Pflanze lieferten.

Diese Pflanzen wurden meist indoors in hydroponischen Systemen angebaut, bekamen hohe Dosen hochwertiger hydroponischer Nährstoffe, teilweise wurde CO2 zugeführt, und die Pflanzen erhielten 24 Stunden Licht pro Tag von hochintensiven HPS- oder/und hochwertigen LED-Lampen.

Professionelle Produzenten aus der Cannabis-Industrie sind sich einig, dass im Bereich des Autoflowering-Cannabis in den letzten drei Jahren enorme Fortschritte gelungen sind, dank Züchtern wie jenen von Dutch Passion.

In den USA bauen viele Grower Cannabis an, um die kompletten Blüten zu Konzentraten weiterzuverarbeiten. Dadurch spielt die Tatsache, dass viele Autoflowering-Sorten immer noch einen hohen Blattanteil in den Blüten haben, eine weniger wichtige Rolle, als wenn sie die Blüten direkt rauchen wollten.

Und durch die gestiegene Bedeutung von CBD als wichtiger Bestandteil in medizinischem Cannabis, das einige Menschen lieber ohne THC verwenden möchten, wird der hohe CBD-Anteil, ein Erbe der Ruderalis, zu einem Vor- statt zu einem Nachteil.

Es gibt bereits einige Autoflowering-Züchter, die CBD-Sorten anbieten, die einen höheren CBD-Gehalt haben als CBD-haltige photoperiodische Sorten.

Der Aufstieg der Autoflowerings zeigt die dynamische Natur der weltweiten Cannabisbranche.

Kleine Unternehmen wie Dutch Passion haben zusammen mit Zehntausenden von Growern kontinuierlich die Cannabis-Genetik weiterentwickelt und dabei nur selektives Züchten, Kreuzen und Hybridisieren eingesetzt und so eine neue Kategorie von Cannabis erschaffen – ohne Genmanipulation und andere unnatürliche Methoden.

Wie auf den Fotos zu diesem zweiteiligen Artikel über Autoflowering-Cannabis zu erkennen ist, können die Ergebnisse beeindruckend sein.

Steve Davis

Dutch-Passion - Think-Different
Dutch-Passion - Think-Different

Steve Davis ist ein in Colorado und Kalifornien beheimateter Cannabis-Grower, Fotograf und Wissenschaftler mit einer langen Erfahrung im Cannabisanbau. Seine Artikel sind journalistische Berichte von Orten, wo Cannabis bereits legal angebaut und besessen werden darf. Sie sollen einen Eindruck davon vermitteln, welch breitgefächertes Spektrum der Anbau von Cannabis beinhalten kann. Diese Berichte sollen dazu beitragen, die Wahrheit über Cannabis zu erkennen und Vorurteile abzubauen.

 

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