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Belladonna von Paradise Seeds

23.04.2018
grow! Magazin
(Kommentare: 0)
sativa

Verführerische Schönheit: Hanf im Fuchspelz!

Was erwartet man von einer Sorte namens Belladonna? Nun, diejenigen, die sich der Tatsache bewusst sind, dass dieser Name „Schöne Dame“ bedeutet, werden sicherlich an außergewöhnliche Anmut, an hochattraktive weibliche Cannabispflanzen mit gut ausgebildeten äußeren Geschlechtsmerkmalen denken – was in diesem Fall voluminöse Blütenformationen bedeutet ... Botaniker wissen zudem, dass (Atropa) Belladonna die botanische Bezeichnung für die Tollkirsche ist, ein extrem alkaloidhaltiges und psychoaktives Nachtschattengewächs. Viele werden sich daher von diesem Sortennamen auch ein hohes Maß an psychoaktiver Potenz versprechen. Ja, „Belladonna“ steckt voller verheißungsvoller Bedeutungen, es ist unzweifelhaft eine sehr gut gewählte Sortenbezeichnung. Wird diese Paradise-Seeds-Sorte diesem Versprechen bei einem Anbautest jedoch gerecht werden können?

Ellis D. wollte das herausfinden, weil er sich von diesem Sortennamen und der entsprechenden Beschreibung von Paradise Seeds sehr angesprochen fühlte. Als langjähriger Hobby-Gärtner, der seine Anbaukarriere bereits vor etwa 30 Jahren startete, ist Ellis D. fast schon ein Veteran unter den Growern und hat, wenig verwunderlich, ein großes Herz für Old-School-Genetik. Und Belladonna ist eine von den originalen Old School-Sorten: Um sie zu züchten, wurde die legendäre Super Skunk mit einer geheimen Sativa-dominanten Sorte kombiniert, was zu einem genetischen Sativa-/Indica-Profil im Verhältnis von 60:40 führte.

Belladonna von Paradise Seeds Wachstum
Foto: G.B.I.

Belladonna wurde in den später 1990er-Jahren auf dem Samenmarkt eingeführt und konnte sich in den USA, Spanien und Holland schnell eine große Fangemeinde verschaffen. Dank ihrer hervorragenden Eigenschaften avancierte sie im Verlauf der Jahre auch zu einem mehrfachen Cup-Winner. Eine Blütezeit von 60 Tagen ermöglicht eine recht flotte Ernte von dicken, festen und harzigen Buds mit einem hohen Blüten-/Blätter-Verhältnis. Sie produzieren ein starkes Sativa-High, das dem Konsumenten eine euphorische, überwältigende und sogar leicht trippige, halluzinogene Wirkung beschert. Und dieser Trip riecht und schmeckt auch noch köstlich - fruchtig und mit einer gewissen Würzigkeit. Belladonna ist eine völlig unkompliziert anzubauende Sorte und sehr vielseitig, sie benötigt nur wenig Pflege und zeichnet sich auch durch hervorragende Schimmelresistenz aus, wobei der geringe Blattanteil als natürlicher Schutz wirkt. Indoors können Grower mit Erträgen von bis zu 450/m2 rechnen. Paradise empfiehlt Belladonna besonders für Sea-of-Green-Pflanzungen. Draußen reift die „schöne Dame“ ungefähr Mitte Oktober und läuft in wärmeren Klimazonen, wie z. B. Südeuropa oder Kalifornien, zur Höchstform auf. Aber auch Gärtner in nördlicheren Gegenden, wie Holland, England oder Deutschland, wissen ihre ausgezeichnete Performance unter natürlichem Licht zu schätzen. Wenn die Bedingungen optimal sind, kann draußen ein Ertrag von bis zu 800 Gramm pro Pflanze erreicht werden.

Ellis D.: „Nachdem ich die Sortenbeschreibung gelesen hatte, war ich richtig heiß auf diese verlockende Sativa-Lady und wünschte mir, mich in den Bann ihrer Verführungskünste ziehen zu lassen. Also entschied ich mich, mit zwei feminisierten Belladonna-Pflanzen einen kleinen Test-Grow zu starten, zusammen mit drei White-Berry-Femi-Plants.“ Davon wusste ich nichts, bis mich Ellis D. eines Tages zu sich zitierte und mich überraschend mit seinem Sorten-Test konfrontierte: Er hatte seine kleine Abstellkammer in eine Grow-Kammer verwandelt, die von zwölf SANlight-M30-LED-Modulen gleißend hell erleuchtet wurde. Der Raum quoll fast über vor großer fetter Buds, die in großer Anzahl aus den Pflanzen hervorschossen. Ich sagte zu Ellis D.: „Glückwunsch, das ist echt ein krasses Ergebnis. Diese beiden gut gebauten Belladonna-Plants haben ja ein extrem hohes Blüten-/Blätter-Verhältnis, sooo viele Haare, Wahnsinn! Und diese stattlichen Head-Buds haben fast Brikett-Größe ...“ Er erwiderte: „Ja Geebi, und diese riesigen rundlichen Side-Buds sind ebenso eindrucksvoll …, das sind wirklich Damen mit perfekten Kurven, ich denke mal, sie hätten bei einem Cannabis-Beauty-Queen-Contest richtig gute Chancen! Solchermaßen mit harten XL-Buds beladen, hat sich Belladonna als ertragsschwere Produktionspflanze erwiesen, ganz in bester Super-Skunk-Tradition.“ Doch damit nicht genug, die Blütenkelche und -blätter verfügten zudem über einen üppigen Harzüberzug, der einen intensiven, frisch-fruchtigen Duft verbreitete. „Sieht wie eine perfekte Kombination aus Qualität undQuantität aus. Kein Wunder, dass Belladonna bei kommerziellen Growern so beliebt ist“, sagte ich, und fragte Ellis D.: „Aber war diese Sorte wirklich so einfach anzubauen? Erzähle doch mal etwas über den Verlauf von Wachstum und Blüte.“ Er antwortete: „Ja, in der Tat, sehr einfach. In der Wachstumsphase zügelten die beiden Plants ihr Sativa-Temperament noch. Sie verzweigten zwar früh, streckten sich dabei aber nicht sehr stark. Als ich nach dreieinhalb Wochen die Blüte einleitete, betrug ihre Höhe 41 und 46 cm. Im Verlauf der Blüte verdoppelten sie ihre Höhe ungefähr und kamen bei 86 bzw. 95 cm zum Halten. Die Seitenzweige wuchsen eher nach oben als zur Seite, was zu einem ziemlich schlanken Pflanzenprofil führte – es wurde deutlich, warum dieser Strain für Sea-of-Green empfohlen wird. Ab der fünften Blütewoche legten sich die Buds richtig ins Zeug, bis sie so groß und dicht wurden, wie du sie jetzt siehst, am 50. Blütetag.“

Belladonna von Paradise Seeds Schwestern
Foto: G.B.I.

Fünf Tage später kehrte ich zurück zu Ellis D., um einige Fotos zu schießen. Zu diesem Zeitpunkt war ungefähr die Hälfte der Blütennarben verwelkt, sie waren hübsch orange geworden. Ellis D. erntete die Pflanzen eine Woche später (nach 62 Blütetagen), als 75 bis 80 % der Narben verwelkt waren. „Wenn nur alle Cannabispflanzen so schnell und einfach geerntet werden könnten“, seufzte er, „ich raste durch die Erntearbeit wie ein Ferrari; ein kleiner Schnitt hier, ein kleiner Schnitt da – das war’s! Kaum Ernteverschnitt - wenn es immer so wäre, könnte ich glatt meinen Harz-Shaker wegwerfen.“

Als die Belladonna-Buds einige Wochen später getrocknet und veredelt waren, hatten sie ihr ansprechendes fruchtiges Aroma bewahrt, nun jedoch gesellte sich eine leicht minzige Note dazu. Das trockene Endergebnis konnte Ellis D.s hohe Erwartungen erfüllen – 81 und 89 Gramm Ertrag waren eine ziemlich stolze Leistung.

Nett, wie er ist, wartete Ellis D. auf mich, damit wir gemeinsam den ersten Belladonna-Rauchtest (wortwörtlich) durchziehen konnten. Die trockenen Belladonna-Nuggets, super dick und rund, sahen mit ihren Hunderten von orange-bräunlichen Narben aus, als wenn sie sich in einen Fuchspelz gehüllt hätten! „Wie süß, was für eine Schönheit Belladonna doch ist, dieses Cannabis-Super-Model trägt sogar einen stylischen Fuchspelz“, sagte ich lachend zu Ellis D. „Ja, Geebi, aber denk daran, dass man bei den Frauen immer auch auf die inneren Werte achten sollte“, ermahnte er mich scherzhaft, „und deshalb werden wir dieses sexy Biest nun endlich auch testrauchen!“ Er rollte einen hübschen Belladonna-Spliff und reichte ihn zu mir herüber: „Jetzt bist du dran, Kumpel!” Das ließ ich mir natürlich nicht zweimal sagen, zündete den Spliff an und inhalierte den ersten Zug. Der Rauch schmeckte süß, fühlte sich auf dem Gaumen erfrischend an und angenehm mild in der Lunge. Während ich ausatmete und den Spliff zurück zu Ellis D. reichte, breitete sich ein Kribbeln über mein Gesicht aus, und nach dem zweiten Zug fühlte ich, wie das Blut aus meiner Brust pulsierend in meinen Kopf gepumpt wurde – Belladonna schnitt dynamisch durch die Müdigkeit, die ich eben noch gespürt hatte, dieses Gras pushte mich hoch wie ein stark anregendes Stimulans. Noch ein paar Züge, und meine Mundwinkel befanden sich permanent in hochgezogener Position, was nichts anderes als ein fettes Dauergrinsen bedeutete. Und auch auf Ellis D.s Gesicht hatte Belladonna ein dauerhaftes Lächeln gezaubert. Als der Spliff aufgeraucht war, hatte er jedoch seine Augen geschlossen und sagte: „Mann, vor meinem inneren Auge geht visuell die Post ab, ich sehe verrückte Muster und Farben vorüberziehen ... probiere es auch mal aus!“ Also schloss ich ebenfalls meine Augen, aber anstellte von Mustern und Farben erlebte ich einen dynamischen inneren Bilderfluss: Bilder von Leuten, mit denen ich in den letzten Tagen näher zu tun gehabt hatte, Bilder von fröhlichen oder auch schwierigen Situationen, die ich erlebt hatte, Bilder von bemerkenswerten Dingen aus den Nachrichten etc. - es war, als ob Belladonna ein Bilderbuch meines Unterbewusstseins zeichnete. Diese verschärfte, visualisierende Wahrnehmung meines Unterbewusstseins fühlte sich tatsächlich etwas psychedelisch an. Aber nach einer Weile hatte ich genug von dieser interessanten Erfahrung und wollte lieber noch etwas Spaß zusammen mit Ellis D. haben. Also öffneten wir beide unsere Augen wieder und sahen uns eine Comedy-Show im Fernsehen an, wobei wir uns mächtig schlapp lachten. Und zwar nicht, weil die Show so verdammt lustig war, sondern wegen unkontrollierbarer Lachattacken, die von der stark erheiternden Wirkung eines zweiten Belladonna-Spliffs befeuert wurden …

Natürlich eroberte Belladonna im Handumdrehen unser beider Herzen. Sie erwies sich als „Sexy Hexy“ mit perfekten großen Kurven und starken mentalen Kräften. Eine Art von Super Skunk Deluxe. Und sie lässt sich zudem schön einfach anbauen, macht keinerlei Zicken im Grow-Raum. Ein Cannabis-Super-Model ohne Allüren – wer wäre darauf nicht scharf?

Belladonna von Paradise Seeds Ernte
Foto: G.B.I.
Genetik Belladonna (Super Skunk x unbekannte Mostly Sativa-Sorte)
Wachstumsphase hier: 3,5 Wochen
Blütephase hier: 62 Tage, 60 Tage allgemein
Medium Compo-Erde, 9-Liter-Töpfe
pH 6,3-6,5
EC 1,2-1,6 mS
Licht Bis zu 12 SANlight-M30-LED-Module (je 27,5 Watt)
Temperatur 19-28° C
Luftfeuchtigkeit 40-60 %
Bewässerung manuell
Düngung Organic Grow Liquid und Organic Bloom Liquid von Green Buzz Liquids
Zusätze/Stimulanzien More Roots, Humin Säure Plus, Big Fruits, Fast Buds und Clean Fruits von Green Buzz Liquids
Höhe 86 und 95 cm
Ertrag 81 und 89 g

Text & Fotos: Green Born Identity – G.B.I.

Dieser Artikel stammt aus der grow! Ausgabe 1-2016. Wir veröffentlichen hier aus jeder neuen Ausgabe unseres Print-Magazins vier vollständige Artikel - erst als Leseproben, acht Wochen später als vollständige Texte, gratis für alle. Falls du diese Ausgabe nachbestellen möchtest, schau doch mal in unseren Shop. Alternativ findest du die Ausgabe auch als ePaper zum bequemen Lesen auf deinem Smartphone, PC oder Tablet.

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