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Aphrodisiaka – Am Anfang war die Liebe

21.06.2013
grow! Magazin
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rezepte

Was sind Aphrodisiaka?

Als aphrodisierende Gewürze, Pflanzen, Nahrungsmittel und Medikamente bezeichnet man all die Substanzen, die eine anregende Wirkung auf das Liebesleben haben. Es gibt verschiedene Wege, diese verheißungsvollen, anregenden Liebesmittel zu genießen. Aphrodisiaka können eingenommen, geraucht, inhaliert, gegessen, getrunken und über die Haut aufgenommen werden, um dann ihre Wirkung zu verspüren. Durch ihre Einnahme sollen Liebende für erotische Reize empfänglicher gemacht werden, oder sie sogar den Liebesakt intensiver erleben lassen.

Der Name dieser anregenden Stoffe leitet sich von der griechischen Göttin Aphrodite ab, die der Erzählung nach nackt aus den Fluten stieg. Ihr Antlitz war sinnlich, lieblich – einfach wunderschön. Der Name Aphrodite bedeutet, „die aus dem Schaum Geborene.“ Eine Vulva-ähnliche Muschel war ihre Geburtsstätte, und sie wurde in dieser an den Strand von Zypern (Kypros) gespült. Aphrodite, die Göttin der lustvollen, fleischlichen Liebe, trug auch den Beinamen „die Geschlechtsliebende.“ In Rom wurde sie in der Antike sehr verehrt und Venus genannt. Der Zaubergürtel, den sie trug, besaß ein wunderbares Mittel. So kam es dazu, dass diese machtvollen Zaubermittel nach der Göttin Aphrodite genannt wurden, die wie der Zaubergürtel der Aphrodite wirkten. Diese Göttin vermochte es, körperliche Genüsse zu schenken, erotische Stunden einzuleiten, Liebe zu erzeugen und die sexuelle Phantasie anzuregen. Diese geliebten Eigenschaften animieren den Menschen nun schon seit Urzeiten, sich auf die Suche nach solch lustbringenden Liebesmitteln zu begeben, die der Kraft des aphrodisischen Zaubergürtels entsprachen. Im Laufe der Zeit veränderte sich die Rolle der Aphrodisiaka. Oft wurden diese Mittel zur Potenzsteigerung verwendet und deshalb häufig im Zusammenhang mit männlichem Unvermögen gesehen. Mit Hilfe der Aphrodisiaka sollte die ermüdete Männlichkeit reaktiviert werden, die Lust gesteigert, sexuelle Begierde geschaffen und jedes vorhandene Schamgefühl zerstört werden. Somit wurden Aphrodisiaka von impotenten oder (gesunden) draufgängerischen Männern benutzt. Später wurden diese magisch anmutenden Liebessubstanzen auch bei Frauen angewendet, um diese aus ihrer Frigidität zu erlösen oder einfach, um unwillige, lustlose Frauen für den Liebesakt gefügig zu machen. Häufig wurden diese Mittel unwissenden Betroffenen heimlich verabreicht, die dann auf das physische Liebesverlangen einwirkten. Auch in Indien wurden die so genannten Vajikarana verwendet, allerdings nicht in erster Linie, um die Potenz zu steigern, sondern vielmehr um die vorhandene Liebeslust zu optimieren oder zu erhalten. In China galt es, diese Mittel zu verwenden, um einem Versagen der Sexualorgane vorzubeugen. In vielen Kulturen bedeutete die Steigerung der Potenz gleichermaßen eine Ausweitung und Bestärkung politischer Macht. Die Macht und das Ansehen des „Häuptlings“ steigerten sich mit der Vielzahl an Frauen, die er befriedigen konnte. Dazu waren starke Zaubermittel von Nöten. Aphrodisiaka wurden ebenfalls unfruchtbaren Frauen verabreicht, um die Zeugungsunfähigkeit aufzulösen und die Gebärfähigkeit zu unterstützen. In den Kulturen, in denen man an Hexen und deren Zauberkräfte glaubte, wurden Aphrodisiaka häufig als „Gegenzauber“ benutzt. Denn den Hexen wurde nachgesagt, dass sie durch „bösen Zauber“ die Männer impotent machten, wobei Aphrodisiaka diesem Liebeszauber entgegenwirken sollten. Auch heute gelten Aphrodisiaka als Mittel zur Beseitigung unangenehmer Symptome, wie die verschiedenen Formen von Frigidität und Impotenz. Da den Menschen jedoch der Zaubergürtel der Aphrodite nicht zugänglich war, begannen sie auf der Suche nach vergleichbaren Liebesmitteln den Kosmos der Natur zu durchforschen, wobei besonders Pflanzen ausprobiert wurden. Diese Pflanzen wurden dann später auch „Pflanzen der Liebe“ genannt. Viele dieser gesammelten botanischen Wunder zeigten die gewünschte Wirkung, jedoch keine Pflanze vermochte mit ihrer Kraft und Macht mit dem Zaubergürtel der Aphrodite zu konkurrieren. Der Mensch begann nun, nachdem er das Pflanzenreich nach Liebes-Stimulanzen abgesucht hatte, auch seine Suche nach liebesanregenden Stoffen auf das Tier- und Mineralreich auszuweiten. Oftmals waren die Rezepte der Liebe geheim. Im Laufe der Geschichte war wohl der Liebestrank der Isolde das berühmteste Aphrodisiakum, welches nach wie vor von wissenden Frauen als Geheimnis gehütet wird.

 

Wo früher Pflanzengeister die Hüter der Wirkung von Aphrodisiaka waren, sind es heutzutage die chemischen Inhaltsstoffe (siehe Viagra), die für die Wirkung dieser Liebesmittel zuständig sind. Wie schon erwähnt gibt es verschiedene Möglichkeiten, um Aphrodisiaka im Körper aufzunehmen und sie dort wirken zu lassen. Es kommt lediglich auf die Zubereitung an, ob diese nun als Trünke, Tees, Pillen, Tinkturen oder Speisen eingenommen werden. Der Geist oder anders gesagt die Inhaltsstoffe der Pflanzen gelangen durch den Magen in den Unterleib, um diesen zum Schwingen zu bringen. Es gibt Aphrodisiaka, die für den äußerlichen Gebrauch (z.B. Salben, Öle) und ebenso jene, die für den innerlichen Gebrauch (z.B. Trünke, Speisen) geeignet sind. Wenn man aphrodisierende Kräuter räuchert, sind es vorrangig die Duftstoffe (oder Pheromone), die über die Geruchsnerven auf das Gehirn wirken. Bei der Inhalation besagter Kräutermischungen, wird ein wirkstoffhaltiger Rauch in der Lunge absorbiert. Es sind auch zahlreiche Liebesmittel bekannt, die in Form von Salben auch zur äußerlichen Anwendung hergestellt werden. Diese Substanzen wirken auf die Haut, die Oberflächennerven oder auf die Durchblutung ein. Neben der Inhalation und der Verwendung der Aphrodisiaka auf der Haut gibt es noch eine dritte Gruppe der Aphrodisiaka, die rektal aufgenommen werden kann. Die Wirkstoffe sollen so über die Darmschleimhaut dem Blutkreislauf zugeführt werden und die dort zu findenden erogenen Zonen stimulieren. All diese verschiedenen Formen zur Verabreichung der von Aphrodites Zaubergürtel abstammenden Substanzen dienen in verschiedenen Kulturen dazu, das gesunde sexuelle Erleben zu steigern und weniger, um eine Heilung bei erkrankten Menschen einzuleiten. Seitdem sich der Mensch das Reich der Pflanzen, Steine und Tiere begreifbar und nutzbar machen wollte, werden diese auf ihre kulturelle Verwendbarkeit untersucht. Es wurden Pflanzen für die Heilkunde und Ernährung entdeckt. Aber auch solche, die durch Rauschzustände, die sie bei Einnahme auslösten, magisch wirkten. Auf Streifzügen durch den aphrodisischen Garten sammelten Menschen im Laufe der Jahre zahlreiche Erfahrungen mit wirksamen und weniger wirksamen Liebes-Stimulanzen. Dabei stellte sich heraus, dass in einigen Pflanzenfamilien aphrodisisch wirkende Vertreter häufiger sind, als in anderen. In der Erotik ist speziell die Familie der Nachtschattengewächse wirksam. Dazu sei gesagt, dass nicht nur die starken allgemein bekannten Aphrodisiaka wie Bilsenkraut, Stechapfel und Tollkirsche dazugehören, sondern auch diverse Gemüsepflanzen wie Kartoffel, Aubergine, Tomate, Chilipfeffer und Paprika. Auch in der Familie der Kakteen findet man eine Vielzahl von Gewächsen, die als Aphrodisiaka zu verwenden sind. Dennoch sind es oftmals die „höheren“ Pflanzen, die in der aphrodisischen Küche verwendet werden. Dabei stellen nur die Pilze eine Ausnahme dar, die zu den niederen botanischen Gewächsen gehören und dennoch im Kosmos der sexuellen Liebe zu finden sind. Es verwundert auch nicht, dass viele der ältesten bekannten Kulturpflanzen die bewährtesten und wirksamsten Aphrodisiaka darstellen, wie z.B. Mohn (Opium), Hanf (Haschisch, Marijuana), Weinrebe (Wein), Dattelpalme (Palmwein). Natürlich hat bei der Verwendung genannter illegaler Substanzen der Gesetzgeber ein Wörtchen mitzureden! Auch aus dem Tierreich sind uns einige sexuell anregende Vertreter bekannt. Zu dieser Gruppe gehört auch das gefürchtetste Aphrodisiakum, die „Spanische Fliege“. Diese so genannte „Fliege“ ist eigentlich gar keine Fliege, sondern ein Käfer (Lytta Vesicatoria). Dieser im Altertum „Cantharis“ genannte Käfer wurde zu diversen Medizinen verarbeitet, wobei man entdeckte, dass er ebenso ein äußerst wirksames Aphrodisiakum darstellt. Unglücklicherweise war die wirksame Dosis von der schädigenden bis tödlichen Wirkung nicht weit entfernt. So sind im Laufe der Geschichte viele Menschen, die die starke Wirkung von Cantharis auf das Geschlecht genießen wollten, kläglich in den Armen ihrer Geliebten gestorben. In den westlichen Breitengraden ist der Gebrauch dieser „bitter-süßen Fliege“ verboten! Auch andere Tiere tragen eine innewohnende aphrodisierende Wirkung in sich. In Asien gilt zum Beispiel das geraspelte Geweih des japanischen Hirsches als Tonikum und Aphrodisiakum. In Mexiko werden noch heutzutage getrocknete Kolibris zu Liebestinkturen verarbeitet. In der chinesischen Medizin gilt das getrocknete und zu Pulver verarbeitete Seepferdchen als hochgradig wirkungsvolle Medizin. Die Liste der aphrodisierenden Tiere und Pflanzen könnte an dieser Stelle noch ewig vervollständigt und ausgeführt werden und würde somit den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Für all diejenigen, die nun Lust bekommen haben, ihre Sexualität und Liebesfähigkeit anregend zu erweitern, möchte ich im Folgenden eine Aufführung einiger aphrodisierenden Pflanzen und die Verarbeitung dieser in Lust-stimulierenden Rezepten der Liebe vorstellen. Wer unter Euch auf chemisch hergestellte Liebesmittel wie z.B. Viagra oder Poppers (illegale Sexdroge!) verzichten möchte, dem seien diese natürlichen und durchaus legalen Liebesboten wärmsten empfohlen!

Lustfördernde Pflanzenextrakte

Yohimbe

Der Yohimbebaum stammt aus Westafrika. Sein wirksamer Bestandteil ist Yohimbin, ein Alkaloid, das aus der Rinde des Baumes gewonnen wird. Das rezeptpflichtige Yohimbin wird bei psychisch bedingter Impotenz eingesetzt und soll zu einer erhöhten Durchblutung im Genitalbereich führen. Zudem soll es die Empfänglichkeit für Zärtlichkeiten steigern.

Catuaba

Schon die Indianer im brasilianischen Regenwald bereiteten aus der Rinde des Catuaba-Strauches einen Tee. Catuaba zählt in Brasilien zu den beliebtesten Teesorten. Seine belebende und stärkende Wirkung verhalf Catuba zu dem Ruf eines Aphrodisiakums. Der Tee wirkt angeblich bei Impotenz, steigert das sexuelle Verlangen und soll erotische Träume bescheren. Konzentrierte Extrakte sind in einigen traditionellen Stärkungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln zu finden. Über negative Auswirkungen wurde bislang nicht berichtet.

Muirapuama

Muirapuama, auch „Potenzholz“ genannt, stammt ebenfalls aus der Rinde eines südamerikanischen Baumes. Es soll sich positiv auf Potenz und sexuelles Verlangen auswirken. Muirapuama führt zu einer Erhöhung des Testosteronspiegels. Unerwünschte Wirkungen sind bisher nicht bekannt, allerdings auch keine erwünschten. Muirapuama ist Bestandteil vieler pflanzlicher Kombi-Arzneimittel.

Damiana

Ebenfalls aus Südamerika stammt dieses Kraut. Es wurde bereits von den Mayas geraucht, wie ein Räucherstäbchen verwendet oder in Form von Extrakten getrunken. Neben einem leistungssteigernden Effekt soll es auch zu einem Anstieg der Lust kommen. Weiterhin wurde eine vermehrte Durchblutung des Unterleibs beobachtet. Aber auch hier fehlt ein wissenschaftlicher Nachweis. Auch Damiana wird oft mit anderen Pflanzextrakten in verschiedenen Arzneimitteln kombiniert.

Maca-Pflanzenextrakt

Die Maca-Pflanze wächst in den peruanischen Anden und wird dort als Nahrungsmittel verwendet. Wirksam soll sie bei Libidomangel, erektiler Dysfunktion und Wechselbeschwerden sein. Der Genuss dieses Pflanzenextrakts soll außerdem die Durchblutung verbessern. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Maca-Extrakte werden häufig als Nahrungsergänzungsmittel zur Potenzsteigerung beworben.

Ginseng

Diese menschenähnlich geformte Wurzel gilt seit jeher als Mittel zur Leistungssteigerung und Anregung des Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels. Positive Effekte soll Ginseng auch bei Stress, Müdigkeit, Depression und nicht zuletzt bei sexueller „Müdigkeit“ bewirken. Angeblich steigert es den Sauerstoffgehalt im Blut. Für Ginseng gibt es bis heute keinen einzigen Wirkungsnachweis. Die Pflanze ist aber so beliebt, dass weltweit mehr Ginseng verkauft als angebaut wird. Daher sind viele Fälschungen im Umlauf. Ginseng ist in vielen Sex-Shop-Produkten zu finden.

Taigawurzel

Dieser aus Sibirien kommenden, ginsengähnlichen Wurzel wird eine Stimulierung des Immunsystems nachgesagt. Außerdem soll sie den Aufbau von Körpereiweiß unterstützen und sich positiv auf Beschwerden in den Wechseljahren sowie auf die nachlassende sexuelle Aktivität auswirken. Wissenschaftliche Nachweise fehlen.

Austern

Viel Eiweiß – und damit den Energiebringer schlechthin – enthalten Meeresfrüchte. Austern sind das konzentrierteste natürlich vorkommende Eiweiß-Zink-Paket und damit die Männerspeise schlechthin. Denn Zink benötigen Männer zur Produktion des Sexualhormons Testosteron und Eiweiß macht müde Männer wieder munter. Aber auch Frauen wissen das Hormon zu schätzen.

Fenchel

Den Gladiatoren, Verkörperung reiner Männlichkeit, wurde im alten Rom jeden Tag eine Ration Fenchel zur Stärkung verabreicht. Auch in der Feldküche der römischen Legionen fehlte er nie. Fenchel macht die Männer stark, und die Frauen profitieren davon.

Chili

Macht nicht nur Küchenkreationen feurig. Denn bei Schmerzen jeder Art – und für unseren Körper ist das Brennen in Mund und Rachen durch scharfe Gewürze ein Warnsignal – schüttet der Organismus körpereigene Endorphine aus. Diese dämpfen Schmerzen und lösen gleichzeitig eine leichte Euphorie aus. Außerdem reizt der Hauptwirkstoff Capsaicin (ein Alkaloid) die Schleimhäute und den urogenitalen Bereich. Auf keinen Fall nach der Devise „viel hilft viel“ verfahren. Eine halbe Chili-Schote pro Person reicht, sonst hat die feuerrote Schote eher die Wirkung eines Reizgifts.

Muskatnuss

Verstärkt die sexuelle Empfindungsfähigkeit und wirkt leicht berauschend. Grund ist ein ätherisches Öl, dessen Hauptbestandteil auch die Ausgangssubstanz für Ecstasy ist. Dann lieber den eigenen Gewürzschrank nutzen – ist auch viel billiger. Doch weniger ist hierbei mehr – in zu hohen Dosen kann die Nuss Übelkeit und Kopfschmerzen hervorrufen. Am besten kein fertiges Muskatpulver benutzen, sondern frisch reiben.

Granatapfel

Was die Liebesgöttin Aphrodite auf zahlreichen Abbildungen ziert, muss es ja einfach in sich haben. Und in der Tat enthält die Frucht Piperidin, das für die stimulierende Wirkung verantwortlich sein dürfte. In der Antike wurde aus Granatäpfeln Wein gekeltert, der bei vielen Festen der Liebestrank schlechthin war.

Petersilie

Ist in Deutschland das wohl am häufigsten verwendete Gartenkraut, das zu Petersilie-Kartoffeln ebenso gehört wie in Suppen und Salat-Saucen. Und dieses Kraut soll sexuell erregend sein? Ja! Schon in der „Odyssee“ von Homer ist zu lesen, dass die Insel der Nymphe Kalypso, als sie Odysseus verführte, mit einem Teppich von Petersilie bedeckt war. Und das Kapitel eines alten Kochbuchs soll folgende Überschrift zieren „Der sündige Sud des Suppenkrauts oder warum ausgekochte Liebende darin den idealen Treibstoff für Triebe erkennen“. Dieser „Treibstoff“ ist ein ätherisches Öl, das die Harnwege und den Uterus reizt.

Pfeffer

Dieser Scharfmacher war ursprünglich in Asien, insbesondere in Indien sowohl als Medizin, wie auch als Gewürz und auch als Aphrodisiakum gebräuchlich. Alexander der Große brachte dieses Hot Spice nach Europa. Seine Lust-steigernden Effekte verdankt es dem hohen Gehalt an ätherischen Ölen und dem Alkaloid Piperin, das durch seine Schärfe das innere Feuer entfacht und die Schleimhäute der Genitalien reizt. Immer frisch mahlen, sonst verfliegen die ätherischen Öle sofort!

Vanille

Die Kletterorchidee aus den Regenwäldern Mexikos wurde von den Indianern als heilige Pflanze verehrt. Aus den Schoten und Kakaobohnen brauten sie aphrodisierende Getränke. Eine Kombination, die es in sich hat: Das ungeheuer intensive Aroma der Vanille ähnelt menschlichen Sexual-Lockstoffen und macht so müde Lenden wieder munter. Kakao hingegen enthält neben belebendem Koffein den Stoff Phenylethylamin, der für gute Stimmung sorgt.

Schokolade

Schokolade macht die Seele weich. Sie wärmt und schmilzt. Sie ist die perfekte Mischung von auserwählten Zutaten. Sie macht ganz einfach glücklich!

 

Rose

Wer schon einmal von seinem Augenstern einen Rosenstrauß geschenkt bekommen hat, kennt das berauschende und elektrisierende Gefühl von Glück und Hinwendung. Wie jedes Aphrodisiakum hat auch die Rose ihre lange Geschichte. Sie stammt vermutlich aus Persien und kam im 7. Jahrhundert v. Chr. nach Griechenland und Italien. Als Symbol der Liebe und Sinnbild der Frau galt die Rose schon in der Antike und hinterließ in der Kunst und Literatur entsprechende Spuren. Sie ist der Aphrodite und der Venus heilig. Rosenöl wurde zum ersten Mal für die Hochzeit eines berühmten Kaisers in Persien hergestellt. Seither findet es in den meisten Parfüms und Männern Verwendung. Rosenöl und Rosenwasser haben auch ihren festen Platz in der Medizin. Im Orient und in Südostasien werden viele Gebäcke und Getränke mit Rosenwasser parfümiert.

Sonja

 

Rezepte der Liebe für besondere Stunden

(alle Rezepte ohne Sicherheitshinweise!)

Aphrodisierender Kakao

Zutaten:

  • 250 ml Wasser
  • 5 gehäufte Teelöffel Kakaopulver (oder mehr)
  • 1 bis 2 Teelöffel Zimt
  • 1 bis 2 Messerspitzen Kardamon
  • 1 Messerspitze Nelken
  • das Innere einer halben Vanilleschote
  • roter Chilipfeffer (nach Geschmack)
  • 4 bis 6 Teelöffel Zucker oder Honig

Rezept:

Die Azteken in Mexiko mischten Kakao mit Chili-Pfeffer zu einem aphrodisierenden und entspannenden Getränk. Zutaten mischen und 5 Minuten kochen lassen. Die Wirkung tritt sofort nach dem Einnehmen ein. Nur reines Kakao-Pulver guter Qualität verwenden, da das Getränk ansonsten nur eine schlechte Wirkung hat.

Aphrodisierender Champagner

Zutaten:

  • 1 Tasse Schnittlauchstengel und -wurzel
  • 2 Tassen Champagner

Rezept:

Der Schnittlauch wird fein zerschnitten, mit dem Champagner gemischt, aufgekocht und noch etwas auf kleiner Flamme weitergekocht. Nachdem das Getränk etwas abgekühlt ist, kann es getrunken werden. Bei diesem Rezept wirkt der Champagner entspannend, der Schnittlauch enthält viele Inhaltsstoffe, die „liebesanregend“ wirken.

Aphrodisiakum Bad

Zutaten:

  • 50 g Muskat (zerstoßen)
  • 500 g Rosmarin
  • 500 g Salbei
  • 500 g Dost
  • 500 g Pfefferminze
  • 500 g Kamille
  • 500 ml Wasser
  • 100 g Wacholdertinktur
  • 100 g Nelkentinktur

Rezept:

Man übergießt Muskat, Rosmarin, Salbei, Dost, Pfefferminze und Kamille mit dem kochenden Wasser, lässt 12 Stunden ziehen und filtriert ab. Dann gibt man den Rest der Zutaten dazu und verwendet die Lösung für ein Vollbad.

Literaturnachweise:

  • Das Lexikon der Liebesmittel von Christian Rätsch/ Claudia Müller-Ebeling AT-Verlag
  • Pflanzen der Liebe von Christian Rätsch AT Verlag
  • Rezepte der Liebe von Ruth Johnson-Illi At Verlag
  • Das große Buch der Gewürze Jill Norman AT Verlag

 

Dieser Artikel stammt aus der grow! Ausgabe 2-2006. Wir veröffentlichen hier aus jeder neuen Ausgabe unseres Print-Magazins vier vollständige Artikel - erst als Snippets, acht Wochen später als vollständige Texte, gratis für alle. Falls du diese Ausgabe nachbestellen möchtest, schau doch mal in unseren Shop. Wenn dir unsere Artikel und Berichterstattung gefallen und du uns supporten möchtest, denk doch mal über ein Abo nach: Unser Heft erscheint sechs mal im Jahr, du kriegst es früher als der Kiosk, zum Super-Preis - und wir versenden sehr diskret! ;-)

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