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Krisenfest: Homegrowing in Corona-Zeiten

16.10.2020
grow! Magazin
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Growing

Bayrams* Dealer war seit Beginn der Corona-Krise im März dieses Jahres ein Komplettausfall. Mein norddeutscher Kollege hatte im Frühjahr 2020 sogar Probleme, genug Weed für den Feierabend-Joint an den Start zu bekommen. Also hat er sich kurzerhand entschlossen, seinen persönlichen Vorrat ohne viel Vorwissen in seiner Ein-Zimmer-Wohnung zu ergärtnern. Bei meinem Besuch erwartet er mich schon mit seinem Freund und Lehrer Manu in der Küche. Während wir die obligatorische Begrüßungstüte rauchen, erzählt Bayram, dass es eigentlich Manus Idee war, vom Weedkunden zum Selbstversorger umzusatteln.

Manu ist erfahrener Indoorgärtner, der bis vor nicht allzu langer Zeit auch gerne mal mit mehr als einer Lampe gearbeitet hat, derzeit aber aus hier nicht näher genannten Gründen seinen Grünen Daumen nur theoretisch nutzen möchte. Um wegen Covid-19 nicht ganz ohne gutes Gras dazustehen, muss Bayram der erste Grow auf Anhieb gelingen. So greift er nun auf das Wissen seines alten Kumpels zurück und wird sich dafür nach der Ernte aller Voraussicht nach erkenntlich zeigen. Für Anfänger wie Bayram ist das Angebot der Growshops oft unübersichtlich, falsche Ambitionen des Neueinsteigers sowie auch mangelnde oder fehlerhafte Beratung enden oft im Desaster. So stand und steht ihm Manu vom ersten Einkauf im Growshop über das Besorgen der Stecklinge und deren Pflege bis zur richtigen Lagerung nach dem Trocknen zur Seite. Nach vielen Gesprächen und seiner ersten Lektion Basiswissen aus „Ed Rosenthals Growers Handbuch“ stand Bayram dann vor seiner ersten wichtigen Entscheidung: klonen oder säen?

Da in Deutschland, anders als in vielen EU-Staaten, sowohl Samen als auch Stecklinge illegal sind, haben Grower zwischen Bodensee und Küste ungleich schwierigere Startbedingungen als ihre Kollegen in den meisten EU-Nachbarländern. Wer Freunde hat, die zufällig ein paar Stecklinge übrig haben, spart Zeit und minimiert das Risiko einer illegalen Saatgut-Postbestellung. Wer trotzdem Samen bestellt, nutzt den ersten Grow nicht selten, um eine Mutterpflanze mit guten Eigenschaften zu selektieren.

Manu hat so gute Freunde und konnte seinem Freund so Starthilfe in Form von zwölf Stecklingen vermitteln. Acht für das Blütezelt und je eine „Peyote Purple“ von Cannabiogen, eine „Chocolope“ von DNA, eine „Crackers“ und eine „Amnesia“, beide stammen von SuperStrains, für die noch kleinere Mutterkammer. Weil Stecklinge und deren Mutterpflanzen andere Bedingungen benötigen als blühende Pflanzen, haben die beiden Heimgärtner eine kleine Growkammer für die vegetative Phase aufgebaut. Für Selbstversorger reicht im Normalfall eine einzige Mutterpflanze. Hierfür eignen sich kleinsten Zelte mit 40 mal 40 cm Grundfläche bei 1,20 Meter Höhe. Bayram möchte die vier Sorten bis nach der Ernte behalten und sich dann für seine Favoritin entscheiden.

Mit mehr Sorten wäre der Aufwand, den er mit vier Sorten in einer der Mutterkammer hat, auf lange Sicht wiederum zu groß für sein knappes Freizeit-Budget. Die vegetative Kammer macht den ersten Grow zwar um fast 200 Euro teurer und zeitintensiver als er sein müsste. Dafür bringt eine gute Mutterpflanze über Monate oder Jahre hinweg unabhängig und garantiert über lange Zeit gleichmäßige, verlässliche Erträge. Nachdem Manu seinen Kumpel von dieser Notwendigkeit überzeugt hatte, stellt sich schon die nächste Frage: DIY (do-it-yourself) oder aus Baukasten?

Ob Zelt, selbst gebaute Box oder ein umgebauter Schrank, hängt von vielen Voraussetzungen ab. Faktoren wie das handwerkliche Geschick, das Budget, die zur Verfügung stehende Zeit, die Lage und das Klima in der Wohnung, die familiäre Situation, die Schallübertragung von Wänden und Fußboden, das Verhältnis zu den Nachbarn oder auch zu eventuellen Mitbewohnern bestimmen hier die Rahmenbedingungen nicht unerheblich mit. Wird alles fachgerecht aufgebaut, ist es für Qualität oder Quantität der Ernte unerheblich, für welche der vielen möglichen Varianten man sich entscheidet. Eine, die eine fertige Lösung verspricht

  •  erfordert kaum handwerkliche Kenntnisse/Geschick
  • ist schnell und einfach auf- und abbaubar
  • ist mobil
  • macht keine oder nur kleine Umbaumaßnahmen in der Wohnung notwendig
  • ist meist günstiger als eine ordentlich gezimmerte Kammer

 

Die Vorteile einer Kammer in Eigenbau sind:

  • Die Anbaufläche ist individuell optimierbar.
  • Eine quadratische Grundfläche, wie bei den meisten Growboxen vorgegeben,
    ist schwieriger zu tarnen als eine rechteckige Grundfläche.
    Leider gibt es bislang nur wenige Growboxen, die den Grundriss eines kleines Möbelstücks haben.
  • Sie kann in die Einrichtung integriert werden.
  • Sie kann besser schallisoliert werden.
  • Man kann innen zusätzliche Abstellflächen
    und Lagermöglichkeiten oder eine eventuelle Bewässerung von Anfang an integrieren.

Die Entscheidung hängt also letztlich vom individuellen handwerklichen Geschick, den Örtlichkeiten und persönlichen Gewohnheiten (Besuch, häufiger Umzug, Kinder im Haushalt) ab. Bayram und Manu haben sich für die schnelle und einfache Lösung, eine 80 mal 80 mal 160 Homebox, entschieden.

Zur Zeit meines Besuchs steht das kleine Zelt unauffällig hinter einem Vorhang in der Ecke des Wohnzimmers und brummt leise vor sich hin. Manu hat ausgerechnet, dass ein 180m³/h-Lüfter für das Vorhaben völlig ausreicht. So haben sich die beiden auch aufgrund ihres niedrigen Budgets für die einfachste, günstigste aber auch lauteste Lösung, einen klassischen Rohrlüfter (180m³/h), entschieden. Ohne Nachbarn völlig ausreichend, aber Bayram wohnt in einem hellhörigen Mehrfamilienhaus. Darum hat Manu unbedingt auf die zusätzliche Anschaffung von schallisoliertem Schlauch und einem Schalldämpfer bestanden. Das wiederum relativiert den niedrigen Anschaffungspreis des Lüfters ein wenig. Um es noch leiser zu machen, dienen alte Fahrrad-Schläuche als schwingende Aufhängung.

Die leiseren Schneckenhausventilatoren müssen vor Inbetriebnahme in einer Kiste verbaut werden, die von innen mit schallisolierendem Material gedämmt ist. Seit ein paar Jahren gibt es solche in Schall-Iso-Boxen verbaute Schneckenhauslüfter für den Growbereich auch vormontiert. Der Rolls Royce unter den Absaugventilatoren ist jedoch ein in Schalldämpfern verbauter Rohrlüfter, der mittlerweile von verschiedenen Herstellern angeboten wird. Meist aus Metall, manchmal auch aus Plastik, schlucken die Luxus-Lüfter auch ohne zusätzliche Maßnahmen fast jedes Eigengeräusch.

Tipp: Schneckenhauslüfter lassen sich problemlos mit einem entsprechenden Dimmer herunterregeln, so dass die volle Lüfterleistung nur bei sehr hohen Temperaturen anspringt. Bei Rohrlüftern tritt beim Dimmen größerer Modelle oft ein unangenehmes Nebengeräusch auf, weil man deren Motor nicht über einen Phasen-Anschnitt steuern kann. Der Motor geht, laienhaft ausgedrückt, immer an und aus, anstatt gleichmäßig auf der niedrigeren Drehzahl zu laufen. Deshalb brummt er.

Beim Filterkauf haben die beiden darauf geachtet, dass die Leistung des Filters mit der Lüfterleistung ein wenig übersteigt, damit der Filter nicht zu stark belastet wird. Hier setzen die beiden mit einem 240m³/h-„Profi-Line“-Filter auf Altbewährtes. Preiswerte Filter (Eco-Line o.ä.) sind meist nicht für Mutterkammern geeignet, da die Luftfeuchtigkeit in vegetativen Räumen über 60 Prozent steigt. Die Qualität eines Filters hängt von der Art der Kohle und seiner Bauweise ab. Egal ob Matten-Leichtbauweise oder Aktivkohlebett, halten die meisten Filter aus dem oberen Preissegment drei bis vier Ernten oder auch ein knappes Jahr. Billige Produkte hingegen halten oft nicht mehr als zwei Ernten. Steigt zudem die Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent, sinkt bei allen Filtern die Filterleistung merklich, Billigprodukte neutralisieren den Geruch hier kaum noch. Bayram benutzt wie viele Indoor-Kollegen deshalb zusätzlich Geruchsneutralisatoren. „Und Bayram wird während der Ernte zusätzlich noch Räucherstäbchen anzünden“, wirft das in dieser Richtung gebrannte Kind Manu ein.

Erde, Kokos, Hydro oder was?

„Learning bei doing“ funktioniert auf Erde, ist aber mit ein wenig mehr Aufwand auch auf Kokossubstrat möglich. Mit den Einschränkungen, dass eine penible Vorarbeit auch hier bessere Ergebnisse garantiert und auch Anfänger auf Kokos sich mit der Messung von pH- und EC-Wert vertraut machen müssen.
Als Anfänger nutzt Bayram Erde in 8-Liter-Töpfen. Sie verzeiht kleine Fehler, während Hydro diese sofort bestraft. Für „Greenhörner“ ist die genaue Beobachtung und gute Pflege Herausforderung genug. Viele, die unbedingt auf Steinwolle oder „irgendwie auf Hydro“ growen wollen, sind mit dem Aufbau und dem Betrieb von Bewässerungsanlagen, exakter pH- und EC-Wert-Kontrolle, endlosen Nährstofftabellen, Algenbildung oder der falschen Wassertemperatur überfordert. So verliert man erst den Überblick, dann einen Teil der Pflanzen und schlussendlich die Lust am neuen Hobby. Bei Mini-Grows wie bei Bayram sind Zeit- und Arbeitsersparnis durch Automatisierung zudem nicht messbar. Und wenn es dann nicht klappt, sind immer der Dünger und/ oder der Beratung im Shop schuld.

Aber auch Erde verzeiht nicht alle Fehler. Um schnell zu lernen, versorgt Bayram seine Ladys natürlich mit der Hand. Ist der ständige Kontakt zu den Mädels garantiert, hat ein ambitionierter Anfänger wie mein Gastgeber beste Grundlagen für die Entwicklung des so wichtigen „Grünen Daumens“. Zur frühzeitigen Erkennung von Mängeln und gar Schädlingen muss Bayram lernen, seine Pflanzen zu „lesen“. Den richtigen Gießzeitpunkt erkennt er am Gewicht des Stofftopfes. Lässt er sich sich leicht anheben, bekommt die Dame 1 bis 1,5 Liter Nährlösung und einmal die Woche klares Wasser, damit sie nicht überdüngt wird. Im Schnitt gießt er alle zwei Tage. Manu hat ihm erklärt, weshalb es da kein Patentrezept gibt: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sorte, Topfgröße, Topfmaterial und die Wurzelentwicklung sind nur einige Parameter, die über den Nährstoffbedarf einer Pflanze entscheiden. Manu meint, erst nach dem erfolgreichen Einbringen der ersten Ernten mache eine automatisierte Bewässerung Sinn. Die kann ohne viel Aufwand nachträglich installiert werden. Growshops bieten auch zahlreiche Zuchtsysteme mit manueller Bewässerung an, die sich mit wenigen Handgriffen zu hydroponischen Systemen umbauen lassen.

 

LED oder NDL?

Anders als die Tresenkraft im Growshop hat Manu seinem Freund geraten, trotz des begrenzten Budgets von 800 Euro unbedingt LED-Leuchtmittel der neuesten Bauart zu kaufen und für diese Budget-Überschreitung den günstigeren Lüfter zu wählen, um ihn nachträglich zu dämmen (s.o.). Zwar liegen die Anschaffungskosten für hochwertige LEDs immer noch weit über denen klassischer NDLs, aber ihre Effektivität ist mittlerweile so gut, dass sich die hohen Anschaffungskosten aufgrund des gesparten Stroms relativ schnell amortisieren. Als Faustregel gilt hier: Was früher mit einer 400er-NDL möglich war, geht heutzutage auch mit einer 300-Watt-LED. Aber aufgepasst: Auf dem LED-Markt tummeln sich noch immer viele schwarze Schafe, die leistungsschwache LED-Leuchtmittel als Growlampen anbieten. Hier lohnt der Besuch im Fachhandel oder in einschlägigen Foren vor dem Kaufentscheid immens. Schlussendlich hat sich Bayram für ein Markenprodukt mit einer Leistung von insgesamt 300 Watt (5 mal 60-Watt-Paneele) entschieden.

Bewässerung oder Gießkanne?

Manu findet, das Düngen werde oft überbewertet. Auf guter Erde lassen sich mit allen Produkten aus dem Fachhandel hervorragende Ergebnisse erzielen. Bei hydroponischer Zucht hat sich gezeigt, dass das Wasser mindestens genauso wichtig wie der Dünger ist, denn damit lassen sich die besten Ergebnisse mit Zwei- oder Dreikomponentendünger erzielen. Die Angaben für die Dosierung gehen von gutem, nicht zu hartem Wasser aus

Zu viel Kalk im Leitungswasser ist bei Hydro-Grows gefährlich, weil das den Nährstofftransport gefährdet. Der Kalkgehalt hängt nur indirekt mit dem pH-Wert zusammen und kann ganz einfach beim Wasserversorger erfragt werden. Von hartem Wasser spricht man, wen es mehr als 14 Grad dH (dH- deutsche Härte, kein Witz) hat. Doch auch auf Kokos und auf Erde kann man die Pflanzen umso zielgerechter düngen, je weicher das Wasser ist. Das Wasser bei Bayram ist mit 10 Grad dH nicht gerade weich, aber „okay“, wie Manu meint. Deshalb, und um das Budget zu schonen, haben sie fürs Erste auf den Kauf eine Osmoseanlage verzichtet.

Auch der pH-Wert spielt bei der Nährstoffaufnahme eine wichtige Rolle. Auf Hydro ist die Kontrolle unumgänglich, auch auf Erde wirkt sich der richtige pH Wert von 6,0 bis 6,3 auf jeden Fall ertragssteigernd aus. Bayram und Manu haben sich zur pH-Wert Messung für günstige Lackmusstreifen entschieden, weil ihr Budget mit über 600 Euro bereits ausgeschöpft war. Weil es für ein EC-Messgerät nicht ganz gereicht hat, dosiert Bayram die Nahrung für seine Damen auch ein wenig unter der empfohlenen Angabe des Düngeschemas. Vor der nächsten Ernte wird er jedoch ein paar Euro investieren, um EC- und pH-Wert genauer bestimmen zu können.

Der dosierte Einsatz von Pflanzenhilfsmitteln verspricht bessere Erträge und einen angenehmen Geschmack. Manu empfiehlt seinem Kumpel, nur das Programm eines einzigen Herstellers zu nutzen, weil die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Nicht immer ist die ganze Palette einer Düngerreihe notwendig, um gute Ergebnisse zu erzielen. Viele Zusätze dienen auch der Vorbeugung von Krankheiten oder dem Vorbeugen von Mängeln, die allerdings nur bei schlampiger Betreuung entstehen. Manu hat Bayram nahegelegt, sich vor dem Kauf eines angeblich ertragssteigernden Zusatzes genau zu informieren, wie und wozu solches dienen soll. Steigt der EC-Wert durch dessen Einsatz, muss die Gabe des Basisdüngers entsprechend reduziert werden. So nutzt Bayram jetzt fünf Produkte für Wachstums- und Blütephase: Einen Zweikomponenten Bio-Dünger für Erde, Wurzelstimulator, einen Blütestimulator und eine natürliche Kaliumquelle in der fünften Blütewoche. Eine Woche vor der Ernte werden die Pflanzen ausschließlich mit klarem Wasser gespült und so Düngerreste ausgespült.

Ernten oder noch stehen lassen?

Bayram will die Herstellerangaben der einzelnen Sorten nur als grobe Richtlinie heranziehen und hat Manu gebeten, zur Ernte seine Erfahrung und ein Taschenmikroskop mit 30- bis 60-fachem Zoom zur Verfügung zu stellen. Zu Anfang der Blüte sind die kleinen Harztropfen durchsichtig. Je reifer eine Pflanze wird, umso mehr Harztropfen werden milchig. Ist ungefähr die Hälfte milchig, ist der richtige Erntezeitpunkt erreicht. Verpasst man den, schmeckt das Gras ein wenig „scharf“ und kann sogar müde machen. Die braunen Härchen, an denen einige den Erntezeitpunkt ausmachen, dienen den beiden Hanffreunden nur als grobe Orientierung.

So kann Bayram die „Crackers“ bereits nach 60 Tagen ernten, während die „Peyote Purple“ und die „Chocolope“ noch sechs Tage länger reifen mussten. Die „Amnesia“ war mit 73 Tagen am langsamsten, hatte aber mit 35 Gramm auch den besten Ertrag aller vier Strains. Deshalb ist deren Kopie in der vegetativen Kammer auch Bayrams Favorit für die noch ausstehende Mutterrolle des nächsten Durchgangs.

Zum Ernten hat Bayram die Pflanzen am unteren Ende des Stängels abgeschnitten, um im Anschluss die großen Blätter entfernen. Danach hat er die Blütenstände mit einer Bonsai-Schere vom überstehenden Blattmaterial befreit, aus dem Manu bald ein wenig Eishasch machen möchte. Am liebsten würde der Einsteiger jetzt sofort wieder neue Pflanzen einsetzen, aber Manu besteht darauf, die Pflanzen im Zelt zu trocknen, da der Geruch ansonsten trotz Neutralisation und Raucherstäbchen zu intensiv werden könnte und der Hauptgrund für ungebetenen Besuch ist. Manu rät Bayram deshalb, die erste Ernte im Zelt bei angeschaltetem Lüfter zu trocknen und für die kommende Ernte eine Mini-Trockenbox mit Filter zu basteln.

Also hängt Bayram die Pflanzen nach dem Trimmen bei eingeschalteter Filteranlage kopfüber in die Box. Erst wenn die Stiele beim Brechen „knacken“, werden die Buds abgetrennt und in einem lebensmittelechten Gefäß mit halb geöffnetem Deckel gelagert. Hier trocknen die Blüten unter täglichem Wenden, bis sie aromatisch und trocken genug zum Konsumieren sind.

Da das leider noch nicht der Fall ist, kann ich mir noch keine Meinung zur Wirkung Bayrams erster Ente bilden. Die Buds riechen und sehen allerdings jetzt schon genau so aus, wie man es von einem gelungenen Grow erwartet. Ich wünsche Bayram ein frohes Erntedankfest sowie viel Erfolg bei der Neubestückung seiner Box und hoffe, beim nächsten Besuch den richtigen Zeitpunkt der Verkostung besser zu treffen.

Günter Gras

Der Anbau von Hanf oder auch nur die Aufforderung zum Anbau ohne eine Genehmigung sind eine Straftat. Falls ihr nicht zufällig in Kanada, Uruguay oder Kalifornien wohnt, müssen wir euch dringend warnen, es den beiden gleichzutun. Bis auf Weiteres gilt: Nur anschauen, nicht nachmachen.

* Namen geändert

 

Dieser Artikel stammt aus der grow! Ausgabe 4-2020. Wir veröffentlichen hier aus jeder neuen Ausgabe unseres Print-Magazins vier vollständige Artikel - erst als Leseproben, acht Wochen später als vollständige Texte, gratis für alle. Falls du diese Ausgabe nachbestellen möchtest, schau doch mal in unseren Shop. Alternativ findest du die Ausgabe auch als ePaper zum bequemen Lesen auf deinem Smartphone, PC oder Tablet.

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