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Effizienz auf 0,49 Quadratmetern

28.11.2017
Henrie Schnee
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"Kein Platz" gibt es nicht 

Tobi* ist schon lange Selbstversorger und hat seine Hardware seit meinem letztem Besuch in Wien noch einmal heftig aufgepimpt (*Name von d. Red. geändert). Vor einem Jahr diente ein kleines Growzelt zur Deckung seines Hanfblütenbedarfs, das mittlerweile durch eine kleine Plug‘n‛Play-Growbox ersetzt wurde, die ohne Probleme als kleiner Akten- oder Küchenschrank durchgeht, falls einmal die Oma zu Besuch kommt. Bevor er mir das aktuelle Innenleben seiner Box präsentiert, möchte mein Gastgeber gerne eine Blüte der letzten Ernte mit mir kosten. Dabei fällt mir auf, dass sein Volcano lauter als seine kleine Growbox ist. Die ist ein wenig über einen Meter lang, 180 Zentimeter hoch und 75 Zentimeter tief. Neben der Blütekammer (70 x 70cm) befinden sich noch zwei kleinere Abteile für Mutterpflanzen und Stecklinge, sodass Tobi seinen eigenen Bedarf fast komplett unabhängig "ergärtnern" kann.

„Die Luft in allen drei Abteilen der Box wird mit nur einem einzigen 240m³/h-Lüfter ausgetauscht. Die Luftzirkulation durch Kanäle ist so gut durchdacht, dass die frische Luft nacheinander durch alle drei Kammern strömt. Wenn es draußen nicht über 25 Grad sind, kann ich den Lüfter mithilfe des Thermo-Hygrometers, das ich mir geleistet habe, sogar auf der Energiesparstufe laufen lassen. Zusätzlich habe ich ihn noch mit einem Schalldämpfer versehen, sodass er auch unter Volllast kaum noch hörbar ist. In meinem alten Zelt hatte ich den gleichen Lüfter ungedämmt eingebaut, was um einiges lauter war. Bei der Filtergröße habe ich mit 300m³/h lieber eine Nummer größer gewählt, weil ich den seltener austauschen muss.“

 

Das restliche Setup kann sich durchaus sehen lassen und die fünf Pflanzen, die Tobi mir jetzt stolz präsentiert, haben im Laufe der letzten Wochen prächtige Topbuds ausgebildet. Eine von ihnen ist extrem verzweigt, hat einen verholzten Stamm und steht in einem riesigen Topf, während die anderen vier durchschnittliche Indoor-Dimensionen aufweisen und in herkömmlichen 8-Liter-Root-Pouches stehen. Anders als herkömmliche Plastiktöpfe sind diese aus recycelten Kunststoffflaschen hergestellten Töpfe leicht und flexibel, was, je nach Einsatzbereich, vor- oder nachteilig sein kann. Diese Art von Töpfen, die auch als Smart- oder Airpots gehandelt werden, verhindert die nicht gewollte Ringwurzelbildung. Die Wurzelspitzen teilen sich bei Luft- und Lichtkontakt am Topfrand, anstatt als Ringwurzel weiterzuwachsen. Sie stoppen ihr Wachstum an dieser Stelle und verzweigen sich neu. Dieser Vorgang wiederholt sich ständig, so dass ein dichtes, verzweigtes und fest im Substrat sitzendes Wurzelwerk mit vielen Wurzelspitzen und Feinwurzeln entsteht. Die Luftfeuchtigkeit der Umgebung beeinflusst diesen Effekt zusätzlich. Je trockener die Umgebungsluft, umso stärker werden sich die Wurzeln verzweigen. Allerdings trocknen die flexiblen Modelle schneller aus als herkömmliche Töpfe. Ich bitte Tobi, noch ein paar Worte zur restlichen Ausstattung seiner Box zu verlieren.

Von unten nach oben

„Dann fange ich mal unten an. In den Root Pouches ist leicht vorgedüngte Bioerde aus dem Growshop ohne Perlite-Anteil. Über den Köpfen der Damen hängt ein Pflanzennetz, das ich zum Stützen der Buds und bei diesem Grow hier auch zur gleichmäßigen Verteilung der Buds auf die Fläche nutze. Der Reflektor ist eine Eigenkonstruktion: Ich habe eine Cooltube-Röhre ohne Reflektor unter einen Adjust-a-Wings geschraubt, damit ich die kleine Box mit einer 400-Watt-Leuchte betreiben kann. Ohne den Cooltube wäre es sonst zu heiß und ich könnte höchstens 250 Watt oder eine LED nutzen. Das Leuchtmittel wird mit einem digitalen 400-Watt-Vorschaltgerät betrieben, das ich ab der vierten Blütewoche auf 440 Watt, also der „Super Lumen Stufe“, betreibe. Zur Luftbewegung dient ein Clip-Ventilator mit verstellbaren Aufhängern, der auf die Pflanzenspitzen pustet und mit dem Reflektor langsam nach oben wandert. Beim Filter handelt es sich um einen 300m³/h-Profi-Line und zur Schallreduktion dient ein flexibler Schalldämpfer.

Ich finde, die Box ist weitaus besser für meine Zwecke als jedes Zelt. Sie kostet zwar ein wenig mehr, dafür sind sowohl der Komfort bei der Versorgung und Belüftung und der Tarneffekt um Längen besser. Ich würde jetzt nicht unbedingt meinen spießigen Nachbarn mein Schlafzimmer zeigen, während das Licht an ist, aber ein Handwerker in der Wohnung oder der Heizungsableser sind während der Dunkelphase in der Box kein Problem. Mit dem Zelt in der Ecke musste ich immer genau überlegen, wer einen Blick in mein Schlafzimmer werfen darf, heute bin ich da viel entspannter. Allerdings war die Montageanleitung für die Box leicht irreführend. Eigentlich habe ich als Handwerker für solche Dinge ein Händchen, aber das sollte nicht Voraussetzung sein.

Auch fehlen im Inneren Haken und Ösen, um mehr als nur eine Lampe aufzuhängen. Das Pflanzennetz musste mit Klebehaken befestigt werden, die nur ein paar Monate halten. Das Themo-Hygrometer hält nur mithilfe mit Kabelbindern und als Halter für den Ventilator musste der Reflektor dienen. Das geht auf jeden Fall besser. Außerdem empfehle ich die Nutzung eines Einlegebodens oder einer Plastikwanne, da der Boden nur wasserfest, aber nicht wasserdicht ist. Dadurch schlägt die Box bei leichtem Überwässern ein wenig Leck. Aber ansonsten ist das Ding astrein, ich habe statt 0,36 jetzt 0,49 Quadratmeter Blühfläche und noch Platz für eine Mutterpflanze und Stecklinge. Auch das Klima ist aufgrund der durchdachten Luftzirkulation einfach besser. An der Tür musste ich nachträglich einen kleinen Streifen Moosgummi anbringen, um den ganzen Schrank so lichtdicht zu bekommen, dass selbst im dunklen Zimmer nicht der kleinste Lichtstrahl nach außen dringt. Bei meinem Growzelt hat immer irgendwo Licht durchgeschimmert, sobald das Schlafzimmerlicht aus war. Ganz besonders froh bin ich, nicht mehr gebückt mit einem meterlangen Reißverschluss rumfummeln zu müssen, sondern die Ladys einfach durch eine Schiebetür versorgen zu können. Meine kleine Farm war zwar nicht ganz billig, aber wenn die jetzt auch noch genau so lecker und ertragreich ist wie im Zelt, würde ich sie jederzeit wieder kaufen.“

Tobi macht mich neugierig. Jetzt will ich wissen, wie viel Kohle er in sein Schmuckstück denn so investiert hat.

„So genau weiß ich das gar nicht mehr, ich habe die Box ja zusammen mit einem Teil der Ausstattung gekauft. Ein wenig Kleinkram hatte ich ja bereits, und der Rest hat inklusive Dünger, einem Ersatzfilter und Erde knappe 2000 Euro gekostet. Das alte Zelt und alles, was ich nicht mehr gebraucht habe, habe ich privat für 300 Euro verkauft, sodass ich insgesamt um die 1700 Euro investiert habe. Mit dem Zelt war ich jahrelang gut hingekommen und konnte immer gutes Gras für umgerechnet 1,50 Euro/Gramm rauchen. Aber nach Jahren des Bückens, Tarnens und einem irreparablen Reißverschluss war es Zeit für ein besseres Spielzeug. Andere kaufen sich fette Autos, ich ‘ne fette Box. Bevor ich angebaut habe, waren schnell mal 150 Euro im Monat für Weed weg, (Anm. d. Autors: 1 Gramm Indoor-Weed in Wien kostet circa 8 bis 10 Euro), heute komme ich mit drei bis vier Ernten pro Jahr, die mich weniger als 300 Euro kosten, gut über die Runden. Da kann man schon mal ein wenig ins Hobby investieren.“

Nachdem Tobi mich technisch auf den neusten Stand gebracht hat, möchte ich nun ein wenig mehr über die Software, also die fünf blühenden Damen erfahren. Tobi nimmt die Türen für einen besseren Überblick schnell heraus und ich kann die vier Hanfdamen in der Blüte ihres Lebens bestaunen und ablichten.

 

Die Damen

„Ich lasse gerade eine „Casey Jones x Green Manilishi“-Mutterpflanze ausblühen, die zu groß für die kleine vegetative Kammer geworden ist. Daneben stehen vier „Grünen Hessinnen“. Die Steckis könnte ich mir ja auch in einem Laden in der Stadt besorgen, aber zum einen stehe ich auf ungewöhnliche Sorten, die kein Laden hat. Zum anderen kosten mich die neun Stecklinge auch knapp 100 Euro, selbstgemachte kommen auf ein paar Cent. Last but not least kann ich so ab und an eine ausgediente Mutter in die Blüte schicken. Von dieser hier konnte ich fast ein Jahr lang Stecklinge schneiden, bevor ich sie in die Blütekammer verfrachtet habe. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, dass es gar nicht so einfach ist, ehemalige Mutterpflanzen ausblühen zu lassen, ohne die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen. Stellt man eine Mutterpflanze aus der vegetativen Kammer in den Blüteraum, ohne sie vorher fachgerecht zu beschneiden, wird der Ertrag kläglich, die Ernte dafür um so anstrengender, weil sie voller kleinster „Popcornbuds“ hängen wird.

So schneide ich mit Ausnahme einiger Triebe alle anderen Äste ab, sobald ich eine Mutterpflanze in die Blüte schicke. Bei dieser Mutti hier habe ich insgesamt nur neun Triebe stehenlassen. Dann stecke ich für jeden Ast, mit Ausnahme des mittleren, einen Bambusstock in den großen 30-Liter-Topf. Bei der „Casey Jones x Green Manilishi“-Mutter habe ich den Topf mit acht symmetrisch angeordneten Baumbusstöcken versehen. Acht der neun Triebe habe ich vorsichtig mit Kabelbindern fixiert, sodass die Mama nur noch aus acht Ästen und dem Haupttrieb in der Mitte bestand. Das ist dann, als ob neun Stecklinge auf kleiner Fläche als „Sea of Green“ blühen. Die Mutter kann dank ihres dicken Stamms und dem riesigen Wurzelballen die acht Triebe überdurchschnittlich gut versorgen. Die Genetik hat ein sehr geduldiger Freund selektiert. Viele hätten wohl auch gar nicht die Geduld, für einen so indicalastigen Strain 12 Wochen Blütezeit zu investieren. Die Mutter der vier „Grünen Hessinnen“, die den freien Platz in den Ecken ausfüllen, hatte ich vor einer Weile in der Stadt als Steckling gekauft und daraus eine eigene Mutterpflanze aufgezogen.

Um zu verhindern, dass sie von der großen Mutterpflanze nebenan in den Schatten gestellt werden, waren die Lückenfüller schon 30 Zentimeter hoch, als die Blüte eingeleitet wurde. Ich habe allerdings bei 18 Stunden Licht schon gemerkt, dass eine der vier ihre drei Zwillingsschwestern im Längenwachstum weit überragen wird. Um das auszugleichen, habe ich ihr in der Wachstumsphase den Haupttrieb gekappt. Mache ich äußert ungern, weil die Pflanze dann mindestens drei Tage braucht, um den Auxinhaushalt neu einzustellen. Auxin ist das Hormon, das die Versorgung der Topbuds steuert. Aber eine Pflanze, die andere um 20 oder 30 Zentimeter überragt, klaut ihren Mitbewohnerinnen einfach zu viel Licht. Zum Gießwasser gebe ich während der ersten drei Tage ein wenig Wurzelstimulator und eine leichte Düngermischung (EC-Wert 1,0mS), bevor die Lichtphase meiner Mini-Farm am vierten Tag auf 12/12 Stunden umgestellt und so die Blüte eingeleitet wird.

Die vier Grünen Hessinnen stehen ganz kurz vor der Ernte, während die verholzte, altgediente Mutterpflanze noch ein paar Tage zu brauchen scheint. Von oben sieht der Grow wie ein normaler „Sea of Green“ mit ungefähr zehn Pflanzen aus. Erst, wenn wir den unteren Bereich der Pflanzen genauer betrachten, wird klar, dass neun der insgesamt 13 Topbuds von einer einzigen Pflanze stammen, die zwei Drittel der "beeindruckenden" Gesamtfläche von 0,49m² einnimmt. Bei allen vier in den Ecken stehenden Hanfdamen wurden im unteren Bereich, wo kaum noch Licht einfällt, alle Triebe entfernt, damit sie alle Kraft in die Entwicklung der oberen Topbuds stecken, die auch am Rand ausreichend viel Licht abbekommen.

Tobi hat derweil angefangen, die Nährlösung für seine Pflanzen zusammenzurühren.

„Ich nutze schon seit meinem ersten Grow einen mineralischen Drei-Komponenten-Dünger, dazu noch ein paar organische Zusätze, die aber den EC-Wert nicht beeinflussen. Ich bin überzeugt, dass ein guter Grunddünger während aller Entwicklungsstadien genug Nährstoffe liefert. Mit weiteren NPK-Zusätzen bringt man die optimal abgestimmte Nährstoffkombination nur aus dem Gleichgewicht. Deshalb mische ich nur den organischen Start- bzw. Topbooster, Humin- Fulvo-Säure und Enzyme zum regulären Dünger. Die Fulvosäure gebe ich während der ersten fünf Blütewochen, danach tausche ich sie gegen Huminsäure. Weil das Wasser hier in Wien nicht ganz optimal ist, habe ich mir mit der neuen Box auch gleich eine Osmoseanlage zugelegt. Ich nutze pures Osmosewasser als Basis und dünge meine Stecklinge mit einem EC-Wert von 0,5 mS, die Mutterpflanze bekommt einmal die Woche 1,6 mS und zweimal klares Wasser. Außerdem sprühe ich die gesamte Vegi-Kammer alle ein bis zwei Wochen mit Neem-Öl, weil ich mir beim Sortentausch unter Freunden schon oft Viehzeug eingefangen habe. Zu Blüteanfang haben die beiden Sorten im Wechsel mit reinem Osmosewasser bei jedem zweiten Gießvorgang 1,2 ms bekommen, was ich dann bis zum Ende der achten Woche sukzessive auf 1,8 ms gesteigert habe. Seitdem gehe ich bei jedem Gießen um 0,1 ms nach unten und seit einer Woche bekommen beide Sorten nur noch klares Wasser mit einem EC-Wert von 0 mS und einem pH-Wert von 5,5. So spüle ich die Mutter zwar fast zwei Wochen, aber auf Erde verzeiht die indicalastige und relativ robuste Genetik so was schon mal.

Nachdem die Nährlösung angemischt ist, dreht Tobi eine Tüte, weil er noch warten möchte, damit sich der pH-Wert auch wirklich auf den gewünschten Wert stabilisiert. Es dauert ein paar Minuten, bis Wasser, Dünger und alle Zusätze miteinander reagiert haben und bis sich der pH-Wert stabilisiert hat. Wer versucht, den pH-Wert direkt nach dem Anmischen mit Säure (pH+) oder Lauge (pH-) einzuregeln, hat oft Schwierigkeiten, ihn genau zu treffen, ohne x-mal pH+ oder pH- nachkippen zu müssen. Auf Kokos oder Erde ist das nicht so gefährlich, weil diese Medien gut buffern. Bei Hydro-Grows kann Ungeduld beim Regeln des pH-Wertes zu schlechten Ergebnissen führen. Nachdem sich der pH-Wert bei 5,5 stabilisiert hat, öffnet Tobi die Box wieder.

„Zu Anfang habe ich jeder Pflanze alle drei bis vier Tage 0,75 Liter gegeben, die Mutter hat das Dreifache geschluckt. Da die Growshoperde das Wasser ziemlich gut speichert, muss ich nur alle drei Tage gießen, wobei ich ihnen zur Zeit 1,25 Liter gebe, die Mutter bekommt knapp vier. Die Temperatur in der Box liegt bei 26 Grad, im Zimmer hier sind es 24. Weil ich sie sowieso nicht beeinflussen könnte, messe ich die Luftfeuchtigkeit erst gar nicht. Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit wäre die Box viel zu klein, um einen Luftbefeuchter einzusetzen, ohne dabei den Filter zu gefährden. Denn der Luftstrom würde den Wasserdampf direkt in die Aktivkohlepatrone ziehen, was deren sicheren Tod bedeutete. Andersherum würde ein passender Luftentfeuchter bei zu hoher Luftfeuchtigkeit gar nicht in die Box passen. In der Mutterbox meines Kollegen ist es so feucht, das seine Brille bei der Versorgung seiner Muttis beschlägt. So feucht ist es bei mir auf keinen Fall. Wäre die Luft zu feucht, würden sie in den letzten beiden Wochen kaum an Größe zulegen, was ich nicht gerade behaupten kann.“

Die Buds sehen aus, als seien sie kurz vorm „Explodieren“ und die zahlreichen Foxtails beweisen, dass Tobi mit der explosionsartigen Entwicklung in den letzten beiden Wochen nicht ganz falsch liegen kann. Doch der Ertrag pro Pflanze, Quadratmeter oder Watt ist dem Wiener Heimgärtner fast egal, wie ich kurz vor Ende meines Besuchs erfahre.

Der Ertrag ist zweitrangig

„Mir kommt es viel mehr auf Aroma, Terpenprofil und ein klares High an. Ich wähle meine Sorten weder nach Ertrag, noch nach der Blütezeit aus, obwohl ich natürlich immer versuche, einen möglichst ertragreichen Phänotypen der einmal gewählten Sorte zu bekommen oder zu selektieren. Ich lege zwar Wert auf schöne, fette Topbuds, weil sie sich einfach ernten lassen und prima aussehen. Ob so ein Topbud dann 25, 35 oder 50 Gramm wiegt ist mir fast egal. Ist meine Dose nach der Ernte voll, kann ich mir ein paar Wochen Pause gönnen. Ist sie nur zu drei Viertel oder gar halb gefüllt, lege ich umgehend nach dem Trocknen wieder los. Getrocknet wird bei ausgeschaltetem Licht. Dazu hänge ich die Pflanzen nach dem Trimmen kopfüber sieben bis zehn Tage in das Pflanzennetz. Danach trocknet es in der Tupperbox bei halb geöffnetem Deckel weiter. Wie viel Gramm ich ernte, weiß ich nicht, ich habe nicht einmal eine Waage. Wie es aussieht, wird meine Dose diesmal sicher fast voll. Hauptsache es reicht.“

Zum Abschied verkosten wir noch ein wenig von Tobis selbstgemachtem Haschisch. Nach diesem letzten Zug am sortenreinen „Nevill's Haze“-Hasch-Joint verabschiede ich mich von meinem Wiener Gastgeber. Als ich mich später im ICE ans Niederschreiben des eben Ges(ch)ehenen mache, stieg in Bad Schandau die Bundespolizei in den Zug. Auf ihre übliche Frage gibt es meine übliche Antwort: „Ich hab‘ kein Gras, ich schreib' nur drüber.“

 

Günther Gras

 

Dieser Artikel stammt aus der grow Ausgabe 4-2017. Wir veröffentlichen hier aus jeder neuen Ausgabe unseres Print-Magazins vier vollständige Artikel - erst als Leseproben, acht Wochen später als vollständige Texte, gratis für alle. Falls du diese Ausgabe nachbestellen möchtest, schau doch mal in unseren Shop. Alternativ findest du die Ausgabe auch als ePaper zum bequemen Lesen auf deinem Smartphone, PC oder Tablet. 

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