Schweiz: Aktivist verschenkt Cannabis an Politiker

Schweiz

Es gibt zahlreiche Wege sich für die Legalisierung von Cannabis als Genussmittel einzusetzen. Anstatt auf die Wirksamkeit von Demonstrationen oder Aufklärung durch Gespräche und Informationsmaterial zu setzen, ging ein Schweizer Aktivist diese Woche einen anderen, medienwirksameren Weg. Offenbar überreichte er mehreren Tessiner Stadträten nach einer Sitzung am Montag je ein Schreiben, an welchen Plastiktütchen befestigt waren, welche jeweils ein Gramm „organisches und giftfreies“ Cannabis enthielten.

In dem Schreiben machte der Aktivist natürlich Werbung für die Legalisierung und erklärte, dass in Tessin wie auch in der restlichen Schweiz das organisierte Verbrechen gefördert wird, da Cannabis nicht legal gehandelt werden darf. Völlig richtig argumentierte der Autor, dass das Cannabisverbot den Schwarzmarkt unterstützt. Denn Verbot hin oder her – wer von Cannabis als Genussmittel überzeugt ist und solches erwerben will, findet auch einen Anbieter.



Mehrere Medien berichteten über die Aktion, welche für den Legalisierungsbefürworter jedoch wohl keine strafrechtlichen Konsequenzen haben wird. Die zuständige Gemeindepolizei unterband die Verteilung zwar so schnell wie möglich, wird allerdings keine Grundlage finden, gegen den Aktivisten vorzugehen. Der Mann hatte Berichten zu folgen nämlich sichergestellt, dass seine grünen Geschenke an die Volksvertreter einen THC-Gehalt von weniger als einem Prozent aufwiesen. Damit wären diese tatsächlich nicht von dem Verbot betroffen. Um zu überprüfen, ob seine Angaben über den Wirkstoffgehalt der Wahrheit entsprechen, wurden die verteilten Hanfblüten beschlagnahmt und sollen in einem Labor analysiert werden.

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