Österreich: Arbeiterkammer gegen Ausbildung im Hanfshop

Das Geschäft mit legalen Hanfprodukten läuft nicht nur in den USA gut. Auch in Österreich gibt es bekanntlich diverse Geschäfte, in denen Stecklinge, Samen und vieles mehr vertrieben werden. Für so manchen jungen Menschen wäre es bestimmt eine interessante Perspektive, eine Ausbildung in einem solchen Laden zu absolvieren. Genau das möchte Bernhard Pirker, Betreiber des Geschäfts Greenfield – Die mit dem Hanf in Leoben, ermöglichen. Sein Hanfshop hat im August vergangenen Jahres eröffnet und ist nach eigenen Angaben der größte Anbieter von Hanfprodukten in der Steiermark.

Pirker, der nach eigenem Bekunden selbst noch nie Cannabis konsumiert hat, möchte in seinem Geschäft einen Lehrling zum Einzelhandelskaufmann ausbilden. „In unserer Region gibt es wenige Ausbildungsplätze“, erklärt der in der FPÖ aktive Geschäftsmann seine Motivation. Das interessiert die Arbeiterkammer jedoch offenbar weniger: „Wir haben nach der Begehung eine negative Stellungnahme abgegeben“, zitiert die Kleine Zeitung die Leiterin der AK-Bildungsabteilung Ursula Strohmayer.



Zur Begründung der ablehnenden Haltung ziehen die gesetzlichen Interessenvertreter der Arbeitnehmer das steirische Jugendgesetz heran. Daraus lasse sich ableiten, dass Aufenthalte in Hanfshops gefährdend sein könnten. Außerdem wird auf die bisherige Ansicht des Obersten Gerichtshof verwiesen, welcher die Geschäfte als mögliche Beitragstäter ansehe. Gegen eine Genehmigung der Lehre in Pirkers Hanfshop spreche daher, dass ein potentieller Auszubildender diese dort nicht beenden könnte, sollte es zu einer Schließung kommen.

Pirker wehrt sich gegen die Kritik: „Wir tun nichts Verbotenes“, beteuert er. „Unsere Kunden weisen wir darauf hin, was legal ist und was nicht, das müssen sie auch unterschreiben.“ Auch hinsichtlich des restriktiven Kurses der FPÖ in Sachen Cannabis hat er eine klare Haltung: „Das ist ein kompletter Schwachsinn unserer Partei. Da reden Leute mit, die keine Ahnung haben.“ Das Verfahren um den Ausbildungsplatz läuft noch und Pirker will natürlich an seinem Plan festhalten. Wir drücken ihm die Daumen.

3 Gedanken zu „Österreich: Arbeiterkammer gegen Ausbildung im Hanfshop“

  1. Ich habs übers deutsche Arbeitsamt geschafft nach Österreich zu kommen….Unterkunft, Hin & Rückreise wurde bezahlt! Den (Praktikums)job musste ich selbst besorgen 😉

    1. @Petey genau dasselbe hatte ich mir auch überlegt. Für die Zeit des Praktikums wird also eine Mietwohnung bezahlt? Hätte jetzt eher erwartet, dass es heißt: such Dir was vor Ort!? Viel Glück und falls noch jemand gesucht wird in dem Laden –> 🙂

  2. Gott sei Dank hat der Großteil der Menschheit noch einen normalen Menschenverstand.
    Die Leute, die Cannabis legalisiert sehen wollen, sind doch entweder
    a) selbst süchtig und möchten straffrei konsumieren können oder
    b) verdienen ihren Lebensunterhalt damit wie Pirkner oder die Dealer (denen die gesundheitlichen Auswirkungen der Abhängigen scheißegal sind).
    Welch eine geistige Verirrung zu denken, jugendliche Konsumenten würden erst pünktlich ab dem 18. Geurtstag mit dem Konsum beginnen und auch nur ab diesem Zeitpunkt sei es unschädlich bzw. würde man es verantwortungsvoll konsumieren können……

    P.S. Wetten dass dieser Betrag nicht veröffentlicht wird? Zu einer sachlichen, kritischen Diskussion sind Sie ja nicht fähig…..

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