Deutscher Zoll warnt vor Einfuhr von CBD-Hanf aus der Schweiz

Nicht nur grow!-Leser wissen längst über den CBD-Hype in der Schweiz Bescheid. Der Handel mit den legalen CBD-haltigen Hanfprodukten boomt nach wie vor. Solange der Gehalt des berühmten psychoaktiven Wirkstoffs THC unter einem Prozent liegt, dürfen diverse Hanfprodukte in der Schweiz legal gehandelt werden. Mittlerweile werden sogar Hanf-Tabak-Zigaretten im Supermarkt angeboten (wir berichteten). Doch leider gelten in Deutschland andere Gesetze, wie der Zoll gestern noch einmal ausdrücklich betonte.

In der betreffenden Pressemitteilung der Generalzolldirektion wird von der Einfuhr der Schweizer Hanf-Zigaretten nach Deutschland „dringend“ abgeraten, denn: „Das Verbringen von Drogen ist eine Straftat und kann mit Geld- oder Haftstrafen geahndet werden.“ Obwohl es auch im deutschen Betäubungsmittelgesetz um den „rauschbewirkenden Wirkstoff der Blüte“, also THC geht, warnt der Zoll ausdrücklich davor, die beinahe THC-freien Produkte aus der Schweiz über die Grenze zu schaffen: „Neben den Hanf-Zigaretten werden auch andere Produkte mit geringem THC-Anteil in der Schweiz angeboten. Auch diese unterliegen bei der Einfuhr dem deutschen Betäubungsmittelrecht“, heißt es in der Mitteilung.



Der deutsche Zoll kann es sich hinsichtlich der Hanf-Tabak-Zigaretten mit Berufung auf Gesetze einfach machen: „Sämtliche Sorten enthalten THC“ – und damit sei die Einfuhr ohne behördliche Genehmigung verboten. Die Schweizer Polizei dagegen steht inzwischen vor einem Problem: Immer mehr Schweizer kaufen, besitzen und konsumieren die legalen Hanfprodukte: Mittlerweile sind beim Bund bereits 51 Produzenten mit ganzen 125 Produkten gemeldet. Doch diese sind in der Regel von illegalen, THC-haltigen Produkten nicht zu unterscheiden.

Aufgrund dieser für die Polizisten „undankbaren“ Situation, wie der Geschäftsführer des Verbands der Schweizer Polizeibeamten am Montag im „St. Galler Tagblatt“ es bezeichnet, fordert er nun die Einführung von Schnelltests. Denn bislang bleibt den Beamten nichts anderes übrig, als jegliche Hanfblüten im Zweifelsfall zu konfiszieren und in einem Labor in Zürich untersuchen zu lassen. Ist der Hanf legal, wird das eingeleitete Verfahren eingestellt und alles zurückgegeben – die Kosten übernehmen in dem Fall die Behörden.

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