Colorado: Cannabissteuern finanzieren Stipendien

HanfBildung

Hochschulzugang dank legalem Cannabis? Im US-Bundesstaat Colorado ist das Realität. Der Verwaltungsbezirk Pueblo County nutzt Steuereinnahmen aus der Cannabisbranche, um Hochschulstipendien zu finanzieren. Am Montag gaben die verantwortlichen Beauftragten grünes Licht für das nach ihren Angaben „erste Cannabis-finanzierte Stipendienprogramm der Welt“ mit einem Umfang von 475.000 Dollar. Laut Paris Carmichael, der Sprecherin des Bezirks, stammt der Hauptanteil von 425.000 Dollar aus Steuergeldern, welche der Staat durch den legalen Anbau von Cannabis eingenommen hat. Der restliche Betrag wird von einem Förderprogramm der Regierung beigesteuert.



Kommissionsmitglied Sal Pace zeigte sich in einem Interview mit einem lokalen Nachrichtensender besonders erfreut: „Vor einigen Jahren wäre dieses Geld in den Schwarzmarkt geflossen, zu Drogenkartellen. Nun wird Geld, welches früher Drogenkartelle unterstützt hat, dafür genutzt, Hoschschulstipendien zu unterstützen.“ Laut der Pressemeldung des „Pueblo County Board of Commissioners“ werden mindestens 50 Prozent der im Verwaltungsbezirk eingenommenen Verbrauchsteuern der legalen Cannabisbranche dem Stipendienfonds zugewiesen. Mit dem Rest werden verschiedene Projekte zur Förderung des Gemeinwesens unterstützt.

Hier zeigt sich einer der vielen Vorteile einer Legalisierung von Cannabis besonders deutlich: Anstatt Geld für die Prohibition zu verschwenden, werden die beachtlichen Steuereinnahmen, welche dank der regulierten Freigabe in die Staatskasse fließen, für Bildung und die Verbesserung des Gemeinwesens genutzt. Dank der zusätzlichen Gelder können nun etliche Schüler des Bezirks Pueblo an lokalen Hochschulen studieren. „Zu viele Kinder können es sich nicht leisten eine Hochschule zu besuchen“, so Pace. „Mit diesem Programm verwenden wir die Cannabis-Steuereinnahmen, um damit für eine bessere Zukunft in Pueblo zu sorgen.“

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