Guerilla Grow – East Germany (Snippet)

An der tschechischen Grenze…

Vor Kurzem erreichte uns ein dicker Briefumschlag ohne Absender mit einer Grow-Story und vielen schönen Pflanzen-Fotos. Fbernd (so das Pseudonym des Growers aus Ostdeutschland) möchte euch und uns auf diese Weise über sein Outdoor-Abenteuer berichten, das er gemeinsam mit einem Freund erlebte. Aber lest und seht selbst, was FBernd zu sagen hat …

Es war im März 2016. Dank eines Freundes, wir nennen ihn MR. HAZE, bekamen wir, bedingt durch seine Montagetätigkeit in Amsterdam, ein Päckchen „Royal Queen Seeds“ der Sorte „Fruit Spirit“ geschenkt. Da ich im Jahr 2001 schon erfolgreich einen Indooranbau mit 50 Pflanzen mitgestalten konnte, wurde nicht lang gewartet: Die drei Nicen wurden zum Keimen gebracht und auf einen Meter Höhe gezogen.

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Ich hatte hiermit eine Plattform geschaffen, mit der wir sehr schöne Ableger produzieren konnten. Der Sommer 2016 rückte heran und Platz war in meiner Wohnung hinter dem Schrank bloß bedingt verfügbar. Ich weihte einen weiteren Freund in mein Vorhaben ein – und siehe da, die Böschung seines Elternhauses diente samt Terrasse bis zum 20. Oktober als perfekter Standort für unsere mittlerweile sieben Schützlinge. Seine Oma war Gehilfe in Sachen Schneckenkorn und Verpflegung der immer größer wuchernden, von uns stolz betrachteten Pflanzen.

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Doch wie immer, wie könnte es auch anders sein, schlich sich in unseren Plan ein unbedachter „Bug‟ ein. In diesem Jahr feierte meines Freundes Mutter ihren runden Geburtstag, und als Location diente natürlich die ausgewählte Terrasse als Zeltaufbau. Erst zwei Tage zuvor gingen unsere „Mädchen“ in die Blüte über, und so war im Umkreis von mehreren Metern ein betörender, stark süßer Geruch vernehmbar. Die Frage war, wohin mit den inzwischen 1,5 Meter und über zwei Meter großen Blickfängen?

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Immer mehr kanadisches Gras in deutschen Apotheken

Segen oder Fluch?

Kanada ist mit weit über 50.000 Cannabis-Patienten, über 30 Firmen und riesigen Produktionsanlagen Weltmarktführer bei der legalen Produktion von medizinischem Cannabis. Die neue liberale Regierung unter Justin Trudeau hat außerdem angekündigt, Cannabis noch in diesem Jahr zu legalisieren.

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Bereits im August hatte die kanadische Firma „Canopy Growth Corporation“ angekündigt, dass vier Cannabis-Sorten ihrer Tochterfirma „Tweed“ für den Verkauf in deutschen Apotheken zugelassen wurden. Das deutsche Unternehmen „MedCann“ aus St. Leon/Roth (BW) hat den Vertrieb der vier neuen Strains übernommen. Bis Redaktionsschluss hatten mit „Argyle“ und „Princeton“ allerdings nur zwei der vier Sorten aus dem staatlichen Cannabisprogramm Kanadas die hiesigen Apotheken erreicht. Bald aber sollen mit „Penelope“ und „Houndstooth“ zwei weitere Sorten folgen. Doch bevor man die neuen Strains kaufen konnte, mussten Cannabis-Patienten ihre Ausnahmegenehmigung von der Bundesopiumstelle um die neuen Sorten erweitern lassen. In legalen US-Shops und auf dem kanadischen Schwarzmarkt, der bald keiner mehr ist, kennt man die vier Sorten unter “Nordle“, “Ghost Train Haze“, “CBD Skunk Haze“ und “Super Lemon Haze“.

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Im Oktober wurde dann bekannt, dass der Arzneimittel-Großhändler „Pedanios“ medizinisches Cannabis vom kanadischen Produzenten „Peacenaturals“ importieren wird, das zu Redaktionsschluss jedoch auch noch nicht in deutschen Apotheken angekommen war.

Das Berliner Unternehmen hat den Import von fünf Sorten Medizinal-Cannabisblüten angekündigt, wobei zuerst die zwei Sorten „Pedanios 22/1“ sowie „Pedanios 14/1“ zu kaufen sein werden. Hierbei steht die erste Ziffer für die prozentuale Konzentration des Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) sowie die zweite Ziffer für die Konzentration des Wirkstoffs Cannabidiol (CBD). Bei „Pedanios 22/1“ handelt es sich um einen Indica-lastigen Hybriden (70/30), die andere Sorte ist Sativa-lastig (60/40). Keine der in 10-Gramm Dosen angebotenen „Peacenaturals“-Sorten ist gammabestrahlt. Pedanios plant nach Aussage des Geschäftsführers Patrick Hoffmann die Einführung fünf weiterer Sorten, zudem soll jede Sorte langfristig als Sativa- oder Indica-lastige Variante zu haben sein. Das kanadische Unternehmen baut nach Aussage von Pedanios spezielle Strains für den Export an, die derzeit nicht auf dem kanadischen Markt angeboten werden. Die ersten beiden Sorten sollten Ende November 2016 in Apotheken zu haben sein.

Tweed Cannabis gibt es bereits. Als registrierter Cannabis-Patient habe ich mir Ende August fünf Gramm und fünf Gramm „Princeton“ sowie die gleiche Menge „Argyle“gekauft. Das „Argyle“ hat 6,3 Prozent THC und 8,9 Prozent CBD. Ich finde es weitaus leckerer als die vergleichbare CBD-Variante von Bedrocan, das „Bediol“. Es riecht und schmeckt sehr fruchtig und macht wirklich „agil“. Anders als bei unseren bislang registrierten CBD-Sorten fehlt das Nutzhanf-Aroma, was ich persönlich gar nicht vermisse. Aber als Schmerzpatient brauche ich davon mehr als meine normale Dosis von 3 Gramm/Tag, weil ich zur Schmerzlinderung viel THC brauche. Von dem „Argyle“ müsste ich sicher fünf statt wie bisher drei Gramm pro Tag rauchen, um meine Symptome ausreichend zu lindern.

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Das „Princeton“ hat 16,2 Prozent THC und 0,07 Prozent CBD und entspräche schon eher meinen Bedürfnissen und sieht auch sehr lecker aus. Aber schon beim Öffnen der Dose kam mir ein modriger, unangenehmer Geruch entgegen, den ich sonst nur von schlecht getrocknetem oder falsch gelagertem Weed kenne. Die Buds waren zwar gut getrocknet, aber ziemlich dunkelgrün, viel dunkler als andere, hochpotente Sativa-Sorten. Ein Sativa-Aroma mit Zitrus-Einschlag, wie es viele Erfahrungsberichte aus Übersee beschreiben, war definitiv nicht vorhanden. Beim Rauchen das gleiche, der erste Zug hat meinem zugegeben subjektiven Empfinden zufolge wie ein Abstieg in einen feuchten Kartoffelkeller geschmeckt. Allerdings muss ich auch sagen, dass Rückfragen bei anderen Cannabis-Patienten oft ein anderes Feedback ergaben und viele Inhaber einer Ausnahmegenehmigung mittlerweile auf „Princeton“ schwören. Ich bleibe vorerst beim „Bedrocan“.

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Hoffnung für deutsche Patienten?

War die Auswahl an Cannabis-Sorten bislang noch sehr gering, wird das Angebot in deutschen Apotheken jetzt um elf Sorten erweitert, weitere könnten womöglich bald folgen. Auch soll nach Angaben von „Pedanios“ der Preis für ihre Produkte niedriger sein und unter den bisherigen 15 Euro/Gramm liegen. Sollte die Firma dann die Ankündigung, langfristig alle verfügbaren Sorten optional als Sativa- oder Indica-lastige Varietäten anzubieten, wahr machen, wäre die Sortenvielfalt zwar längst noch nicht mit der kanadischen zu vergleichen, aber mit ungefähr 20 verschiedenen Strains schon bald beträchtlich verbessert.

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Wo bleiben die deutschen Medizinal-Hanfblüten?

Während bereits die zweite kanadische Firma Cannabis nach Deutschland exportiert, wissen deutsche Firmen, die Cannabis zu medizinischen Zwecken anbauen wollen, immer noch nicht, wie das in der Praxis vonstatten gehen soll. Deutsche Start-Up-Unternehmen werden so bei einem Markteinstieg mit bereits etablierten und finanzkräftigen kanadischen Produzenten konkurrieren müssen, weil es die Bundesregierung jahrelang versäumt hat, die Regelversorgung von Cannabis im eigenen Land sicherzustellen. Anstatt die längst überfällige Cannabis-Agentur zu gründen und ein medizinisches Cannabis-Programm auf die Beine zu stellen, hat man über Jahre hinweg versucht, beides zu umgehen. Denn anders als für ein medizinisches Cannabis-Programm waren die Ressourcen, Patienten mit aussichtslosen Klagen zu überziehen und wegen ein paar Pflanzen vor Gericht zu zerren, bislang immer vorhanden.

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Die im letzten Jahr durch die Regierung angekündigte Gesetzesänderung ist immer noch nicht realisiert und die geplante Cannabisagentur, die für die Vergabe von Anbaulizenzen zuständig sein wird, wird frühestens im Sommer 2017 die Arbeit aufnehmen (Das „Cannabis-Gesetz“ wurde mittlerweile verabschiedet und ist seit März 2017 gültig -Anm. d. Red.). Neu gegründete Firmen werden seit Mitte 2016 nicht mehr beraten und haben keinerlei Investitionssicherheit. Tweed, der größte Produzent von medizinischem Cannabis, hat gegenüber dem Deutschen Hanfverband bereits geäußert, man könne sich vorstellen, auch in Deutschland Gras anzubauen.

Michael Knodt

Der Maisgrow

Outdoorgrowing

Wir hörten vor einiger Zeit von einem interessanten Grow-Versuch irgendwo im Süden.
Der Maisgrow Biddy-Early-Maisgrow-6-251x300 Und zwar von zwei Freunden, von denen einer chronisch erkrankt ist und mit Cannabis seine Symptome lindert. Er hat seit etwa zehn Jahren Borreliose und nimmt Cannabis u. a. gegen Gelenkschmerzen und Muskelverkrampfungen. Die beiden Freunde kamen auf die Idee, selber Gras anzubauen und haben versucht, in einem Maisfeld medizinisch brauchbares Cannabis zu growen. Was aus dem Experiment wurde, lest ihr im Interview.

grow! Hallo, Maisgrower, seit wann und warum konsumiert ihr Gras?

Maisgrower: Wir haben beide relativ früh die ersten Erfahrungen mit Cannabis gemacht.

Ich war etwa 14 Jahre und mein Kumpel sogar erst 13 Jahre alt. Allerdings wurde unser Cannabiskonsum erst mit etwa 16 Jahren regelmäßiger. Ich habe zuerst nur zur Entspannung und aus Spaß geraucht, in Gesellschaft und auf Holland-Ausflügen. Mit 26 Jahren erkrankte ich schwer an Borreliose, ich war damals viel in der Natur und hatte oft Zecken. In den darauf folgenden zwei Jahren konnte ich kaum laufen, lag fast nur und es ging mir sehr schlecht. In diesen zwei Jahren konsumierte ich auch kein Cannabis. Erst danach und nach unzähligen Medikamenten, die ich nicht vertrug oder die nicht halfen, versuchte ich dann, mit Cannabis meine Schmerzen in Armen, Beinen und Gelenken in den Griff zu bekommen. Mit Erfolg besserten sich Verkrampfungen und Schmerzen enorm. Heute mit 37 Jahren konsumiere ich Cannabis fast nur noch aus medizinischen Gründen, und obwohl ich arbeitsunfähig bin, kann ich mein Leben leben.

grow! Wie kamst du auf die Idee, im Maisfeld Cannabis anzubauen?

Maisgrower: Ich bin Sondengänger und desöfteren auf Feldern unterwegs und suche unter anderem nach alten Münzen. Natürlich habe ich zu allen Bauern einen guten Draht und weiß, was dort auf den Feldern wächst. Und da einige Bauern eben auch Körnermais anbauen, kam mir die Idee, als ich Ende November auf einem frisch abgeernteten Maisacker auf der Suche war.

grow! War es schwierig, das passende Feld zu finden?

Maisgrower: Nein, eigentlich nicht, da ich Sondengänger bin, kenne ich sehr viele Felder (grinst). Wichtig ist halt, dass auf dem Feld Körnermais und kein Silo- oder Futtermais angebaut wird. Dies liegt an den unterschiedlichen Erntezeiten der verschiedenen Maissorten. Wir haben ein Feld gewählt, welches gut zu erreichen war und nicht zu weit entfernt lag. Auch haben wir ein Feld gewählt, an dem kleine Trampelpfade waren und wo morgens und abends Hunde Gassi geführt wurden. Ist das Feld zu abgelegen und nicht von Menschen umlaufen, hätten wir Angst, zu viele Spuren zu hinterlassen. Und wenn einem dann doch mal der Jäger über den Weg laufen würde, könnte der sich sicher fragen, was wir da tun.

grow! Wurden die Pflanzen vorkultiviert?

Der Maisgrow Biddy-Early-Maisgrow-2-300x225 Maisgrower: Ja, sie wurden ca. 4 Wochen unter Tageslicht-865-CFL-Lampen vorgezogen. 6 mal 18 Watt. Mit ca. 25 cm Höhe wurden sie rausgebracht. Im Dunkeln mit dem Rad und im Rucksack verstaut!

grow! Welche Genetik wurde verwendet?

Maisgrower: Da wir das Ganze als Experiment gesehen haben, haben wir Samen genommen, die wir noch übrig hatten. Wir haben 7 Ice von Female Seeds und eine Biddy Early ins Rennen geschickt.

grow! Wie viele Pflanzen wurden dann angebaut und wie viele verschiedene Standorte habt ihr ausgewählt?

Maisgrower: Insgesamt waren es acht Pflanzen auf drei verschiedenen Feldern.

grow! Wann kamen die Pflanzen ins Maisfeld?

Maisgrower: Da der Bauer den Körnermais spät ausgebracht hatte, und dieser ja so hoch sein muss, dass der Bauer nicht mehr zum Düngen drüberfahren kann, wurde es Ende Juni, Anfang Juli.

Der Maisgrow Biddy-Early-Maisgrow-3



grow! Wie hast du die Pflanzen ausreichend versorgen können, gerade während der heißen Sommertage?

Maisgrower: Da die Pflanzen schnell wuchsen und ein gutes Wurzelsystem ausbildeten, war der Wassergehalt immer recht gut. Es gab keine hängenden Blätter, auch nach langen Trockenphasen nicht. Nur der Mais hat dieses Jahr enorm gelitten. Dennoch sind wir etwa einmal die Woche mit jeweils zwei 5-Liter-Kanistern im Rucksack losgezogen und haben gegossen. Aber eigentlich nur, um zu düngen oder anderes an die Pflanzen zu bringen.

grow! Womit habt ihr gedüngt?

Maisgrower: Wir haben nur sehr wenig düngen müssen, weil der Ackerboden vom Bauern gut vorgedüngt war. Wir haben dreimal mit Canna Flores gedüngt. Zudem gab es später aber noch ein paarmal B‘Cuzz-Blütestimulanz.

grow! Konntet ihr regelmäßig kontrollieren, ob es den Pflanzen gut geht oder waren sie sich selbst überlassen?

Maisgrower: Nein, nicht wirklich regelmäßig, aber alle sieben bis zehn Tage haben wir nach dem Rechten gesehen. Wir wollten so wenig wie möglich dort sein. Da es den Pflanzen allzeit gut ging, mussten wir auch nicht oft hin.

Der Maisgrow Biddy-Early-Maisgrow-4-225x300 grow! Hattet ihr keine Angst, entdeckt werden zu können?

Maisgrower: Um ehrlich zu sein, ein klein wenig schon, aber das fördert ja die Vorsicht. Gerade beim ins Feld Hineingehen waren wir sehr umsichtig.

grow! Gab es besondere Vorkommnisse während des Grows, wie Drohnen, Helikopter, Bauern, Schädlinge?

Maisgrower: Ja, leider hatten wir bei der Biddy Early ein paar Spinnmilben und bei den Ice-Pflanzen etwas Mehltau. Bei der Frage mussten wir echt schmunzeln als wir Drohne und Helikopter hörten. Drohnen konnten wir jedenfalls ausschließen, weil die Felder direkt in der Einflugschneise eines Sportflughafens liegen. Das hört sich zwar bescheuert an, aber in der geringen Höhe kann man die paar Pflanzen schlecht bis gar nicht sehen. Und die Piloten sind mit dem Landeanflug beschäftigt, und studieren nicht das Maisfeld. Nur mussten wir uns ein paarmal verstecken, als wir mal zur Kontrolle dort waren und ein Flugzeug zur Landung kam.

grow! Wann und wie wurden die Pflanzen geerntet und gab es dabei besondere Vorkommnisse?

Der Maisgrow Biddy-Early-Maisgrow-1-225x300 Maisgrower: Da wir bei der Biddy Early ein paar Spinnmilben hatten, haben wir sie etwas früher ernten müssen. Am 2. Oktober haben wir sie geerntet. Leider musste ein Teil dort bleiben, weil die Spinnmilben nicht mit nach Hause sollten. Die Ice sind dann am 8. bzw. am 15. Oktober gefallen. Auch bei den Ice gab es ein paar Verluste durch Mehltau, dennoch haben sie sich draußen ganz gut geschlagen. Wir hätten sie gerne noch ein paar Tage länger stehen gelassen, aber der Mehltau und zwei Stellen mit Schimmel waren dagegen. Auch waren wir sicher, dass der Mais dieses Jahr etwas früher geerntet wird und wollten das Risiko nicht eingehen, dass uns der Bauer zuvorkommt.

Wir sind immer mit Fahrrädern zu den Äckern gefahren und haben große Rücksäcke und Fahrradtaschen dabei gehabt. Wir haben die Seitenäste grob getrimmt und locker geschichtet in den Taschen verstaut. Wir mussten Zeiten wählen, zu denen nur wenige Fußgänger unterwegs waren, weil die Taschen doch sehr dufteten. Aber alles war recht easy, nur das Treppenhaus stellte noch eine Herausforderung dar. Nachbarn sollten einem nicht gerade dann im Treppenhaus begegnen … aber alles ging gut.

Der Maisgrow Biddy-Early-Maisgrow-8

grow! Welche Erntemenge wurde erzielt?

Maisgrower: Die Biddy Early hat 120 Gramm eingebracht, wobei es sicher auch 200 Gramm hätten sein können, wären die Spinnmilben nicht gewesen. Da die Biddy Early nicht sonderlich kompakte Blüten hatte und auch nicht all zu verharzt war, wurde sie komplett zu etwas über fünf Gramm Wax weiterverarbeitet. Die Ice haben insgesamt etwa 500 Gramm eingebracht. Auch hier hätte es etwas mehr sein können, wäre da nicht der Mehltau gewesen. Aber dennoch haben sie recht gute Blüten mit ausreichender Potenz geliefert. Hier wurde ebenfalls ein Teil zu etwas über 10 Gramm Wax weiterverarbeitet und ein gutes Stück Hasch hergestellt. Das Wax ist, auch wenn es von nicht allzu potenten Blüten gewonnen wurde, recht stark in der Wirkung.

grow! Und wie lautet euer Fazit, was würdet ihr beim nächsten Mal anders machen?

Maisgrower: Wir würden Sorten wählen, die früher ausreifen und auch eher fürs Outdoorgrowing geeignet sind. Also eigentlich nur die Sortenwahl überdenken, alles andere würden wir wieder so machen.

grow! Dann wünschen wir euch weiterhin gutes Gelingen und viel Glück. Besten Dank für das Interview.

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Der richtige Erntezeitpunkt für Outdoor- und Indoorpflanzen

Growing mit Mr. José

Hanfzüchter fragen sich oft, wann die richtige Zeit für die Ernte gekommen ist. Die Frage bekommen wir regelmäßig von Indoor- und Outdoor-Züchtern gestellt, und das ist ein Grund für uns, uns damit näher auseinanderzusetzen. In diesem Artikel möchten wir die Merkmale für die optimale Reife aus der Sicht beider Anbauweisen unter die Lupe nehmen. Der richtige Zeitpunkt für die Ernte hat nämlich einen grundsätzlichen Einfluss auf die Menge und das Verhältnis der Cannabinoide, ebenso wie auf das Gesamtgewicht des Ernteertrags.

Die Ernte ist die Zeit, auf die sich jeder Züchter freut, ohne Rücksicht darauf, welche Pflanzenart ausgewählt wurde. Manch ein Hanfzüchter stellt sich vor der Ernte drei grundlegende Fragen, nämlich, wie viel Gras es geben wird, wie es schmeckt und welche Wirkung es hat. Alle drei Parameter hängen vor allem davon ab, wie wir uns um die Pflanzen kümmern und welche klimatischen Bedingungen sie hatten. Beim Indoor-Züchten haben wir eine viel größere Chance, das Milieu zu beeinflussen, in dem die Pflanzen gedeihen sollen. Wir können also relativ leicht ähnliche Ergebnisse erreichen, was beim Outdoor-Züchten nicht immer gelingen muss. Beim Indoor-Züchten lässt sich die Planung der Ernte besser regeln, weil wir das Wetter nicht berücksichtigen müssen. So können wir die Pflanzen gezielt auf die Ernte vorbereiten und diese zu dem Zeitpunkt durchführen, an dem die Pflanzen in der optimalen Reifephase sind.

Warum der Zeitpunkt der Ernte so wichtig ist

Schon am Anfang des Artikels habe ich erwähnt, dass der richtige Zeitpunkt der Ernte die Erntemenge und das Verhältnis sowie die Menge der Cannabinoide beeinflusst. Während der Blütezeit des Hanfs durchläuft die Blüte eine Phase, in der sie rapide an Umfang gewinnt. Diese Phase verläuft in der Regel von der ersten bis zur fünften Blütewoche, wenn sich bei den Pflanzen die ersten Anzeichen der Blüte zeigen. Diese Zeit kann bei den Sorten, die später reifen, auch länger sein. Während dieser Zeit vergrößern sich die Blüten schnell und es scheint, dass sie jeden Tag ein Stückchen wachsen. Sobald diese Zeit endet, tritt bereits die Reifezeit ein. Die Blüten vergrößern ihren Umfang nun nicht mehr so schnell, aber dafür erhöht sich ihr Gewicht. Die Blüten werden härter und kompakter. In dieser Zeit kann es beim bloßen Anblick so vorkommen, als ob die Entwicklung der Blüten still stehe, doch das scheint nur so. Wenn wir bei der optischen Kontrolle die Blüten jeden Tag sanft drücken würden, um ihre Härte zu prüfen, würden wir feststellen, dass sie tatsächlich immer noch härter werden. Das regelmäßige Drücken der Blüten ist aber nicht empfehlenswert, weil wir die Entwicklung der Blüten stören könnten. Diese Kontrolle sollte man deshalb nur stichprobenweise und sehr sanft durchführen. Es reicht, die Hanfkolben zwischen Daumen und Zeigefinger zu nehmen und sanft zu drücken. Auch im Inneren wachsen die Blüten nicht unbegrenzt. In dem Moment, wenn die Blüte die optimale Reife erreicht hat, stoppt die Gewichtszunahme mehr oder weniger und die Pflanze beginnt zu degenerieren. Daraus folgt, dass, wenn wir die Blüte zu früh ernten, ein geringeres Erntegewicht erzielt wird, als bei der Ernte zur Zeit der optimalen Reife erreicht würde. Wenn wir noch später ernten würden, wäre das Gewicht ungefähr gleich, aber das Verhältnis der Cannabinoide würde sich ändern. Das kann für den einen wünschenswert sein, für den anderen jedoch nicht.

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Links unreife Blüte, rechts reife Blüte.

Im Hanf gibt es mehr als 1460 bioaktive Stoffe. Ihre Entdeckung und Erforschung ist das Ziel vieler Forscherteams. Gegenwärtig sind von all diesen Stoffen die bekanntesten THC, CBD und CBG. THC ist durch seine psychoaktiven Wirkungen bekannt und steht im Mittelpunkt des Interesses der Mehrheit der Freizeitbenutzer des Hanfs. In Abhängigkeit von der Hanfsorte bewegt sich ihre Konzentration von 0,1 bis ungefähr 30 %. In den meisten Staaten Europas wird Hanf mit einem höheren THC-Gehalt als 0,2 % für eine Droge gehalten, und seine Züchtung ist entweder völlig verboten oder unterliegt einer speziellen Erlaubnis. In der Schweiz wurde das Limit auf 1 % festgelegt. THC (Tetrahydrocannabinol) hat gleichzeitig unbestrittene Heileffekte und wird als Analgetikum, zur Erhöhung des Appetits, gegen Übelkeit sowie bei einigen psychischen Problemen angewandt. Bei falscher Lagerung wird THC zu CBN (Cannabinol) degradiert, das nur leicht psychoaktiv ist. Die Degradierung von THC zu CBN verläuft der Meinung einiger Leute nach auch bei überreifen Pflanzen. Es steht fest, dass die Menge von THC in den Pflanzen im Verlauf des Reifeprozesses ansteigt und anfängt abzufallen, sobald sie ihren Gipfel erreicht hat. Wenn man also im Hanf so viel THC wie möglich haben möchten, muss er zu dem Zeitpunkt geerntet werden, an dem die Konzentration dieses Stoffes am höchsten ist.

Ein weiterer interessanter Wirkstoff ist CBD (Cannabidiol), der bis zu einem bestimmten Maß die Wirkung von THC beeinflusst. Wenn wir CBD aus dem Hanf isolieren, erhalten wir einen Stoff, der leicht sedative Wirkungen hat, Krämpfe, Ängste und Übelkeit lindert und das Wachstum von Krebszellen unterdrückt. Eine Studie zeigt seine positive Wirkung bei der Heilung von Schizophrenie. Die Erforschung der heilenden Wirkungen von CBD ist kurz gesagt im vollen Gange. Die Konzentration von CBD in der Hanfpflanze erhöht sich parallel zum Verlauf des Heranreifens. Im Unterschied zum THC steigt seine Konzentration auch noch nach der Periode der optimalen Reife. Das bedeutet, dass zu dem Zeitpunkt, wenn das Niveau von THC beginnt abzusinken, das Niveau von CBD weiter ansteigt. Wenn man aus der Pflanze mehr CBD als THC gewinnen möchte, erntet man die Pflanzen später als in dem Fall, wenn mehr das THC interessiert. Das wechselseitige Verhältnis von THC und CBD bestimmt bis zu einem gewissen Maß ihre gemeinsame Wirkung. Bei der heilenden sowie rekreativen Verwendung kann dem einen ein höherer Anteil an CBD nutzen, der andere braucht mehr THC.

Der zuletzt genannte Stoff ist CBG (Cannabigerol), der gleichfalls nicht psychoaktiv ist, aber bei Beingeschwüren, der Heilung von Knochenmarkkrebs sowie bei Gürtelrose hilft. Es wird auch angeführt, dass er Oberflächenbakterien zerstört, das Zellwachstum unterdrückt und das Knochenwachstum stimuliert. Die Erforschung der Einflüsse der Cannabinoide auf die menschliche Gesundheit ist relativ jung, also wird das Verzeichnis ihres Wirkungsspektrums sicher noch merklich größer werden.

Vorzeitige, rechtzeitige und späte Ernte

Nun wissen wir also, dass die Menge und der Anteil an Cannabinoiden vom Zeitpunkt der Ernte abhängen. Genauso hängt das Gewicht des Ernteertrags von ihnen ab. Es ist also an der Zeit, die richtigen Begriffe zu bestimmen. Bevor die Menschen angefangen haben, die positiven Wirkungen von CBD und seine Entwicklung in den Pflanzen zu entdecken, war uns der richtige Erntezeitpunkt vorgegeben. Er wurde von der Menge des THCs abgeleitet. Und das Testen des THC-Gehalts wurde von den meisten Züchtern selber durchgeführt, indem sie ihre Joints damit befüllten. Sie stellten fest, dass sie die besten High-Zustände erzielten, wenn die Trichome noch wasserhell sind und die Blüten wie fein beschneit aussehen. Im Zusammenhang damit wurde ein weiterer Indikator entdeckt, und zwar die Farbe der Narben, die sich als längere Fäden in den Der richtige Erntezeitpunkt für Outdoor- und Indoorpflanzen Erntezeit-mr-jose-1-17-4-300x245 Blüten zeigen. Diese sind zuerst völlig weiß und werden beim Heranreifen dunkler. Zum Zeitpunkt, wenn 50 bis 75 % dieser Narben dunkler werden, ist die Menge an THC gewöhnlich am höchsten. Eine Ernte zu diesem Zeitpunkt galt immer als beste Zeit. Bei der Kontrolle mit einem Mikroskop würden wir feststellen, dass auch die Farbe der Trichome sich von wasserhell nach fein karamellfarben wandelt. Sobald die Farbe sich zu ändern beginnt, ist das die richtige Zeit für die Ernte. Auch wenn der richtige Erntzeitpunkt heute davon abhängt, welches Verhältnis von Stoffen aus dem Hanf gewonnen werden soll, wird eine rechtzeitige Ernte an dem Zeitpunkt durchgeführt, an dem der THC-Gehalt auf dem höchsten Niveau ist.

Eine vorzeitige Ernte führt also zu einem geringeren Blütenertrag und zu niedrigerem THC- und CBD-Gehalt. Von keinem Gesichtspunkt aus lässt sich also an der vorzeitigen Ernte etwas Positives finden. Falls aber aus irgendeinem Grund die Pflanzen vielleicht doch eine Woche vor dem Termin der rechtzeitigen Ernte abgeerntet werden müssen, z. B. wegen des Auftretens von Pilz oder Schädlingen, hat es keinen Sinn, die Maßnahme aufzuschieben. Ein noch früheres Ernten würde eine erkennbare Menge von Blüten und Wirkstoffen bringen. Bei einer rechtzeitigen Ernte gewinnt man das maximale Erntegewicht und die höchstmögliche Menge von THC. Die Menge von CBD wird auch auf einem hohen Niveau sein. Bei einer späten Ernte erzielt man ungefähr das selbe Erntegewicht, eine niedrigere Menge an THC und eine größere Menge an CBD.

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Indoor – Planung und Vorbereitung der Ernte

Ich habe schon erwähnt, dass beim Indoor-Züchten die einzigartige Möglichkeit besteht, die klimatischen Bedingungen zu beeinflussen, unter denen die Pflanzen wachsen. Diese Chance sollte man maximal ausnutzen. Mit der sich nähernden Ernte sollte man eine zu hohe Luftfeuchtigkeit vermeiden. Auch wenn es gelingt, die Feuchtigkeit im Growraum zu senken, muss das noch nicht genügen. Im Inneren der Hanfblüte kann nämlich die Feuchtigkeit viel höher sein. In Kombination mit einer angenehmen Temperatur bildet sich ein ideales Milieu für die Entwicklung von Schimmelpilzen. Deshalb muss man außer einer relativen Luftfeuchtigkeit, die optimal bei 40 % liegt, auch für genügend Belüftung sorgen. Man sollte einfach alles dafür tun, dass die Pflanzen bis zum Punkt der rechtzeitigen Ernte gesund bleiben, um nicht vorzeitig abernten müssen. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass das Feuchtigkeitsniveau im Züchtungsmedium Einfluss auf die Konzentration an Harz und damit auch auf die Wirkstoffe hat. Beim Absetzen der Bewässerung zwei bis sechs Tage vor der Ernte lässt sich also ein höherer Anteil an Cannabinoiden erzielen.

Beim Indoor-Growen kann man sich auch deshalb besser auf die Ernte vorbereiten, weil man seit Anfang der Blütezeit weiß, wann ungefähr das richtige Niveau der Reife zu erwarten ist. Wenn z. B. die gezüchtete Sorte eine Blütezeit von 56 Tagen hat, rechnet man mit diesem Termin. Beim Outdoor-Growen hingegen sollte der Erntezeitpunkt an die klimatischen Bedingungen, das Düngen, und die Bewässerung angepasst werden.

Outdoor-Ernte

Der richtige Erntezeitpunkt für Outdoor- und Indoorpflanzen Erntezeit-mr-jose-1-17-3 Beim Outdoor-Züchten richten sich viele nach der Reifungszeit, die der Samenanbieter angibt. Die Reifungszeit sollte am besten schon bei der Auswahl der Sorte und in Abhängigkeit von den herrschenden klimatischen Bedingungen am Grow-Ort eingeplant werden. Beim Outdoor-Growen ist man dennoch im Nachteil, weil man das Klima nicht beeinflussen kann. In Abhängigkeit vom Wetter kann das Stadium der optimalen Reife auch um eine Woche verschoben sein. Grundsätzlich richten wir uns nach denselben Indikatoren, die ein paar Absätze weiter oben beschrieben wurden – die Farbe der Kolben und die Menge der dunklen Narben. Beim Ernten in den Sommermonaten haben wir eine größere Chance, dass das Wetter zur Erntezeit günstig wird. Diese Situation tritt unter mitteleuropäischen Bedingungen nur beim Züchten von automatischen Sorten ein. Im Gegenteil ist beim Züchten von klassischen Sorten, die in den Herbstmonaten heranreifen, unsere Situation oft ganz unterschiedlich, und das besonders in Mittel- und Nordeuropa. Die rechtzeitige Ernte fällt in der Regel in die Zeit der Wende von September auf Oktober, wenn es ziemlich winterlich sein kann. Die Höhe der Feuchtigkeit begünstigt das Auftreten von Schimmel und verkompliziert merklich die zeitliche Steuerung der Ernte. Wenn es sich auch noch abkühlt, verzögert sich die Reifung. Beim Outdoor-Züchten ebenso wie beim Indoor-Züchten bemühen sich die Gärtner also, die Pflanzen im Stadium der optimalen Reife ausreifen zu lassen. Wenn aber lang andauernd feuchtes Wetter herrscht, muss äußerste Vorsicht walten und jedwedes Auftreten von Schimmel augenblicklich eliminiert werden. Wenn dann auch noch die Temperatur wesentlich absinkt, zögert man nicht, die Pflanzen auch eine Woche vorher zu ernten.

Wenn Chong auf Paradise trifft… (Snippet)

Seeds&genetics

Eine Cannabis-Legende arbeitet mit einer niederländischen Hanfsamenbank zusammen

Jeder, der Cannabis raucht, sollte Tommy Chong kennen. Er ist eine Hälfte des Kult-Comedy-Duos Cheech und Chong, das Anfang der siebziger Jahre „Weed“ und das Thema Cannabis mit Filmen wie „Up in Smoke“ (Viel Rauch um nichts) in die Öffentlichkeit brachte. Der Mann, der den berühmten Spruch prägte: „Wenn mehr Leute stoned wären, gäbe es weniger Gewalt in der Welt“, Tommy Chong, ist seit den Siebzigern ein Kämpfer für Cannabis und arbeitet für die Akzeptanz der Hanfpflanze für medizinische Zwecke und für den Freizeitkonsum.

Mit dem Boom der Legalisierungsbewegung in den USA gehört Tommy Chong nun auch zu den Mitgliedern des „Cannabis-Adels“, die eine eigene Produkt-Linie vorweisen können. So bringt er seine Lebenserfahrung als Cannabiskonsument in „Chong‛s Choice“ ein, der Firma, die er zusammen mit seinem Sohn Paris führt. Zu ihren Produkten zählen unter anderem einige Marijuana-Sorten, die den berühmten Namen tragen dürfen.

Jeder, der Cannabis liebt, sollte Paradise Seeds kennen. Die Hanfsamenbank mit Sitz in Amsterdam gehört seit über 20 Jahren zu den wichtigen und innovativen Pionieren im Hanfsamenbusiness.

Wenn Chong auf Paradise trifft... (Snippet) Chongs-choiseMendocino_Skunk Chong und Paradise haben sich für eine Zusammenarbeit entschieden. Sie wollen das Know How, die Energie und den Geschmack der Genetiken zweier Kontinente, sprich die kalifornische und die niederländische Genetik, miteinander kombinieren. Drei neue explosive Samensorten haben sie daraus entwickelt: L.A. Amnesia (Sativa), Blue Kush Berry (Indica) und Mendocino Skunk (Hybrid)…

Weiter geht es in der aktuellen Ausgabe 2-17 auf Seite 106

Immer mehr Hasch-Plantagen (Snippet)

Blühende Phantasien deutscher Drogenfahnder

Am 27. Januar 2017 fanden Polizeibeamte in Dresden eine „professionelle Cannabis-Aufzuchtanlage“ in einem Kleiderschrank. Am selben Tag eine Profi-Plantage in Berlin mit 59 Pflanzen, die in einer WG standen. Egal, wie klein die gefundene Box, wie gering die Anzahl der Pflanzen oder des beschlagnahmten Grases sind, glaubt man den Pressemeldungen der Polizei, ist ungefähr jeder zweite ertappte Grower ein Profi oder hat wenigstens eine professionelle Cannabis-Aufzuchtanlage betrieben.

Immer mehr Hasch-Plantagen (Snippet) kline-fische-2-17

„Bild“-Rhetorik auf den Pressestellen

Vor zwei Jahren verursachte die Polizei-Oberhausen auf diese Art einen Facebook-Shitstorm. Die Beamten hatten eine Homebox mit zehn Graspflanzen gefunden und die Festnahme von drei Kriminellen bekanntgegeben, die auf einer „Haschisch-Plantage“ „Rauschgift“ angebaut hatten. Das Wort „Haschisch-Plantage“ steht doch eigentlich für große Felder und eine professionelle Produktion, Weiterverarbeitung und Verkauf. Es hat nichts mit denen zu tun, die ein paar Graspflanzen für den eigenen Bedarf anbauen. Außerdem könnten sich die Pressesprecher von Deutschlands Polizeidienststellen mal hinter die Ohren schreiben, dass Hasch gar nicht auf Plantagen wächst. Konfrontiert mit dieser Tatsache hatte der Pressesprecher der Polizei in Oberhausen, Axel Deitermann, damals auf telefonische Anfrage hin eingeräumt, man habe keine Haschisch-Plantage gefunden. Die Pressemitteilung sei aus „plakativen Gründen“ so formuliert worden, schließlich „enthielten die Pflanzen das Haschisch, also das THC“. Wie gut, dass man bei der Polizei in Oberhausen so gut Bescheid weiß. Gäbe es wirklich Haschplantagen wäre das begehrte Harz bestimmt um Einiges günstiger. Haschisch, das am Stück wächst, könnte den Growern zudem viel Arbeit sparen, wird es aber wohl so bald nicht geben. Denn egal ob großer oder kleiner Grower, Hasch ist ein Nebenprodukt, von dem selbst bei großen Ernten nur ein paar Gramm für den Eigenbedarf abfallen. Vorausgesetzt ein Hanfbauer macht sich überhaupt die Mühe, stundenlang zu waschen und zu sieben, weil das wirtschaftlich gar nicht zu rechtfertigen ist. Eigentlich müsste man von „Graskeks-Plantage“ reden, denn das Verbacken oder Verkochen der Erntereste ist viel verbreiteter und beliebter, als Hasch aus ihnen zu machen. Aber eine solche Meldung generiert halt weniger Klicks als die „Hasch-Plantage“. Beim Indooranbau, ganz besonders beim professionellen, geht es eigentlich immer um Gras, Hasch aus heimischer Produktion ist in Deutschland eine Rarität und selbst in niederländischen Coffeeshops nur noch selten zu haben.

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Cannabiskonzentrate: Methoden des 21. Jahrhunderts (Snippet)

Teil 1

Die Legalisierung von Cannabis in immer mehr Bundesstaaten der USA eröffnet ganz neue Möglichkeiten, was die Herstellung und den Konsum von Cannabisprodukten angeht. Immer mehr amerikanische Hanffreunde legen auf höchste Qualität und Reinheit wert, nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen. Steve Davis hat die traditionellen und modernen Konsummethoden untersucht und die Ergebnisse in diesem zweiteiligen Artikel für euch zusammengefasst.

Los geht’s mit den unterschiedlichen Produkt-Formen, in denen Cannabis konsumiert wird.

Bis etwa zum Jahr 1980 verwendeten Cannabis-Konsumenten eine der folgenden Methoden, um die Effekte von Cannabis – psychoaktiver und medizinischer Art – für sich nutzen zu können:

  • Durch das Verbrennen der getrockneten Blüten und Inhalieren des Rauchs
  • Manuelles Sammeln und Konzentrieren von Cannabisharzkristallen zu „Kief“ und/oder Haschisch.
  • Erhitzen des Cannabis, um es zu aktivieren und daraus Cannabis-„Edibles“ (Lebensmittel) oder „Medibles“ (Nahrungsmittel mit medizinischem Cannabis) herzustellen und zu essen.
  • Herstellung von „Haschisch-Öl“, das verbrannt oder verdampft und inhaliert wird.
  • Einlegen von Cannabis in Alkohol, um dann den Alkohol einzunehmen oder ihn als Tinktur zu verwenden.


Die Verwendung von Cannabis mit einer dieser Methoden bedeutet, dass der Konsument eine große Bandbreite an Substanzen zu sich nimmt, die weder psychoaktiv noch medizinisch wirksam sind.

Wenn Cannabis verbrannt und inhaliert wird, gelangen Teer und andere schädliche Nebenprodukte der Verbrennung in die Atemwege des Konsumenten.

Heute gibt es eine große Vielfalt von Cannabis-Konzentrat-Produkten, und ihre Zahl steigt ständig. Die besten Cannabiskonzentrate enthalten ausschließlich Cannabinoide und/oder Terpenoide.

Die Methoden des 21. Jahrhundert sind bereits so ausgeklügelt, dass es möglich ist, Konzentrate herzustellen, die zum Beispiel nur ein Cannabinoid wie THC oder nur die Terpenoide enthalten. Das wachsende Angebot an Konzentraten wurde zum Teil dadurch möglich, dass modernisierte Anbaumethoden und -techniken den Ertrag an Cannabis deutlich gesteigert haben und Grower nun größere Mengen zur Verfügung hatten, die sie auch in konzentrierter Form lagern und nutzen wollten.

Cannabiskonzentrate: Methoden des 21. Jahrhunderts (Snippet) Cannabiskonzentrate-2-17

Um das Jahr 2000 herum haben die besten Indoorgärten in Nordamerika und Europa rund ein Kilo Ertrag pro 1000 Watt Lichtleistung erzielt. Diese hohen Ernten führten zu einem „Überschuss“ an ganzen Blüten. Zur selben Zeit verbreitete sich unter Chemikern und Hinterhof-Tüftlern die Erkenntnis, dass sich THC und andere Cannabinoide und Terpenoide extrahieren lassen, wenn Cannabis mit Butan, CO2, Alkohol und/oder anderen Lösungsmitteln behandelt wird. Dies eröffnete eine ganz neue Welt des Cannabis-Konsums in US-Bundesstaaten mit legalem Cannabis.

Weiter geht es in der aktuellen Ausgabe 2-17 auf Seite 108

In Vitro – Pro & Kontra einer modernen Form der Pflanzen-Vermehrung (Snippet)

Growing

Die Vermehrung von Pflanzen kann im Wesentlichen auf drei Weisen erfolgen: durch die Produktion und Aussaat von Samen, das Schneiden von Stecklingen von Mutterpflanzen und durch die In-Vitro-Vermehrung. Die Bezeichnung „In Vitro“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet nichts weiter als „im Glas“. Die Pflanzen wachsen in speziellen Reagenzgläsern und werden in diesen auch vermehrt. Die Firma Flowery Field aus Wien gehört seit vielen Jahren zu den namhaften Unternehmen, wenn es um die Herstellung von Zierhanf-Stecklingen geht. Seit drei Jahren ist sie auch auf dem Gebiet der In-Vitro-Vermehrung aktiv. Alex Kristen hat uns einen Blick in die Laborräume seiner Firma gewährt und uns von seinen Erfahrungen berichtet.

In Vitro – Pro & Kontra einer modernen Form der Pflanzen-Vermehrung (Snippet) In-Vitro

grow! Hallo, Alex, was hat dich dazu motiviert, in die In-Vitro-Vermehrung einzusteigen? Reichen die Mutterpflanzen für die Produktion von Stecklingen nicht mehr aus?

Alex: Im Wesentlichen haben wir mit der In-Vitro-Vermehrung begonnen, um Produktionskosten zu sparen. Für die normale Stecklingsvermehrung über Mutterpflanzen braucht es immer mehr Platz, Energie, Angestellte usw., und wir kamen an einen Punkt, wo wir nach Möglichkeiten gesucht haben, das auch anders zu machen, ohne die hohe Belastung durch monatliche Fixkosten. Und da ist die In-Vitro-Vermehrung genau das Richtige.



grow! Das funktioniert nach drei Jahren immer noch so, wie du es dir anfangs vorgestellt hast?

Alex: Ja, das funktioniert gut. Wir mussten natürlich auch erst unsere Erfahrungen machen, aber jetzt haben wir das gut im Griff. Hinzu kommt, dass es möglich ist, durch die In-Vitro-Vermehrung Pflanzen von Viren zu befreien. Viele der heutigen Sorten tragen ein Virus in sich, das sich über deren Samen und Stecklinge immer weiter verbreitet. Auch Schädlinge können das Virus von einer auf die andere Pflanze übertragen. Das Virus wird vor allem dann zum Problem, wenn die Pflanzen als Mütter verwendet werden sollen. Der Stress des Stecklingsschneidens kann die Pflanze schwächen und die Viruserkrankung zum Ausbruch bringen.

grow! Wenn die Pflanzen direkt blühen ist der Virusbefall weniger ein Problem?

Alex: Genau, bei blühenden Pflanzen wird das Virus nicht mehr aktiv. Dem „normalen“ Grower fällt der Virusbefall oft gar nicht auf, vielleicht wundert er sich über missgebildete Blätter, aber solange Ertrag und Qualität der Blüten stimmen, ist alles okay …

Weiter geht es in der aktuellen Ausgabe 2-17 auf Seite 90

 

Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2)

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In seinem Artikel in der vorigen grow!-Ausgabe über Autoflowering-Cannabis, hat Steve uns erklärt, dass Autoflowering sich sehr von regulärem, auch photoperiodisch genanntem Cannabis unterscheidet.

Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2) AutoBlackberry-Kush-1

Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des ersten Teils:

  • Autoflowering-Cannabis wurde von Cannabiszüchtern kreiert, die Genetik von Ruderalis-Cannabis mit existierender Kush-, Sativa- und Indica-Genetik kreuzten.
  • Autoflowering-Cannabis beginnt von selbst mit der Blüte, nach dem es 20 bis 28 Tage in der vegetativen Phase gewachsen ist. Es benötigt keinen Blüteimpuls durch veränderten Lichtzyklus auf 12/12 Stunden (Licht/Dunkelheit) pro Tag. Für den Freilandanbau bedeutet das, dass die Pflanzen nicht bis zum Herbst warten müssen, bis die Tage kürzer werden und der Blüteimpuls kommt.
  • Autoflowering-Cannabis-Sorten benötigen etwa 8 bis 9 Wochen von der Keimung bis zur Ernte. Bei photoperiodischen Cannabis-Sorten sind das durchschnittlich 9 bis 12 Wochen.
  • Feminisiertes Autoflowering-Cannabis ist das wohl am einfachsten anzubauende Cannabis überhaupt und benötigt weniger Beachtung und gärtnerischen Aufwand im Vergleich zu photoperiodischem.
  • Es gibt viele kommerzielle Produzenten von Autoflowering-Cannabis-Samen, doch nur wenige haben tatsächlich zuverlässige Sorten, die auch so wachsen wie versprochen und akzeptable Erträge und Wirkstoffkonzentrationen liefern können.
  • Im Allgemeinen bringen Autoflowering-Sorten weniger Ertrag und enthalten weniger Wirkstoffe als ihre photoperiodischen Schwestern. Doch eine steigende Zahl von Autoflowering-Sorten kommt auf einen ähnlichen Ertrag und ist ähnlich potent wie qualitativ hochwertiges periodisches Cannabis. Auf einige dieser Sorten gehen wir später in diesem Artikel ein.

In der Praxis ist der wichtigste Unterschied zwischen Autoflowering- und photoperiodischem Cannabis, dass der Grower andere Vorgehensweisen, Materialien und Equipment für den Anbau von Autoflowering einsetzt. Wir werden uns später in diesem Text mit ertrags- und potenzsteigernden Techniken speziell für den Anbau von Autoflowering beschäftigen.

Beleuchtung für Autoflowering-Cannabis

Wie bereits erwähnt, muss der Grower beim Anbau von Autoflowering-Cannabis die Beleuchtungsdauer nicht manuell auf 18 Stunden in der Wachstumsphase einstellen, um sie dann für die Blüte auf 12 Stunden pro Tag zu reduzieren.

Diese Form von Cannabis blüht aufgrund ihrer genetischen Veranlagung automatisch. Deshalb wird Autoflowering-Cannabis auch immer öfter als „Automatisches Cannabis“ bezeichnet. Da Autoflowering-Cannabis nach nur 20 bis 28 Tagen nach der Keimung die Blüte einleitet und für den Rest ihres Lebenszyklus‘ in der Blütephase bleibt, benötigt sie andere Beleuchtungstypen und Intensitäten zu unterschiedlichen Zeiten, im Vergleich zu photoperiodischen Cannabis.

Dem Autoflowering-Experten Tony von Dutch Passion Seeds zufolge bevorzugen die meisten Grower von Autoflowering-Sorten einen Zyklus von 20 Stunden Licht und 4 Stunden Dunkelheit pro Tag. Tony weist darauf hin, dass die kurze Wachstumsphase es nötig macht, diese Zeit möglichst effektiv zu nutzen und das Wachstum der Pflanzen zu maximieren. Aus diesem Grund geben einige Grower ihren Pflanzen 24 Stunden und Licht und keine Dunkelheit.

Doch das überfordert die Pflanzen und versetzt sie in unnatürlichen Stress. Einige Grower berichten von Nährstoffproblemen (wie etwa Kalzium-, Magnesium-, Zink- und Eisen-Mangel) und von anderen Problemen, die durch die Dauerbeleuchtung entstehen können.

Im Nährstoff- und Ergänzungsmittel-Teil dieses Artikel werden wir uns damit befassen, was man dagegen unternehmen kann.

Wie auch das photoperiodische Cannabis, bevorzugen Autoflowering-Sorten während der vegetativen Phase das „blaue Licht“, wie es von Metalhaloid- und LED-Lampen produziert wird.

Dieses Licht hat eine ähnliche Farbtemperatur wie das der Sonne zur Mittagszeit im späten Frühling und frühen Sommer. Autoflowering-Pflanzen haben nur wenig Zeit (meist nur bis zu 28 Tage), um in der vegetativen Phase Strukturen wie Blätter, Stängel, Zweige und Wurzeln zu bilden. Wenn es dem Grower gelingt, den Autoflowering-Pflanzen während dieser Wachstumsphase so viel Licht wie möglich über so viele Stunden am Tag wie möglich zur Verfügung zu stellen, hilft das den Pflanzen beim Bilden der Strukturen, die für das Tragen großer Blüten erforderlich sind.

Doch Vorsicht: Junge Pflanzen vertagen intensives Licht nicht.

Viele Autoflowering-Grower benutzen in den ersten ein bis zwei Wochen nach der Keimung nur fluoreszierende Lampen oder setzen entsprechende LEDs ein. Dann fügen sie eine steigende Dosis blauen Lichts von zum Beispiel Metalhaloidlampen zu, bis die Pflanzen in der dritten oder vierten Woche zu blühen beginnen.

Wenn die Autoflowering-Pflanzen mit der Vorblüte beginnen, setzen Grower eine Mischung aus unterschiedlichen Lampen ein, die weiterhin blaues Licht liefern, aber auch rotes und infrarotes Licht hinzufügen. Für das rote Licht werden Natriumhochdrucklampen (HPS) oder hochwertige LED-Lampen mit komplettem Cannabis-spezifischem Spektrum verwendet.

Ab der vierten Lebenswoche sollte eine Autoflowering-Pflanze dieselben Lichtintensitäten vertragen können, wie das bei photoperiodischem Cannabis während der Blüte der Fall ist.

Die erfolgreichsten unter den Autoflowering-Growern haben verraten, dass sie nach der ersten bis zweiten Blütewoche den Anteil des blauen Lichts im Vergleich zum roten Licht reduzieren.

Denn wird während der Blüte von Autoflowering-Sorten zu viel blaues Licht eingesetzt, sorgt die Ruderalis-Genetik dafür, dass sich in den Blüten viele Blättchen bilden und sie dadurch nicht mehr so kompakt und mit Harz übersät sind. Doch das wünschen sich die meisten Grower.

Auf alle Fälle gilt: So lange die Pflanzen in einem angemessen Growmilieu wachsen und mit gutem Wasser und den richtigen Nährstoffen versorgt werden, kommt es auf die Intensität und das passende Lichtspektrum an, um Autoflowering-Pflanzen zu maximalen Erträgen zu pushen.

Es gibt bereits gute LED-Lampen, die beim Einsatz mit Autoflowering-Sorten hervorragende Ergebnisse liefern konnten – und das bei Growern weltweit.

Ein Hinweis für Outdoor-Grower: Autoflowering-Sorten können auch in Freiland akzeptable Resultate liefern, auch wenn sie nur bis zu 12 Stunden Licht pro Tag erhalten. Die Erträge werden unter diesen Bedingungen nicht sehr hoch ausfallen und die Pflanzen werden eher Zwerge bleiben, dennoch werden die Pflanzen ihren vollen Lebenszyklus durchlaufen, automatisch blühen und Blüten produzieren.

Feminisierte Autoflowering-Sorten sind zu Recht besonders bei Guerilla-Growern beliebt, die an abgelegenen Orten anbauen und nicht so oft nach ihren Pflanzen schauen können.

Bei feminisierten Autoflowering-Sorten sind alle Pflanzen weiblich, es gibt also keine männlichen Pflanzen, die herausgesucht und entfernt werden müssten, um eine Bestäubung und Versamung der Blüten zu verhindern. So können die jungen Pflanzen ausgepflanzt werden, und erst nach 9 bis 10 Wochen kommt der Grower zurück, um zu ernten.

Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2) Dutch-Passion-AutoUltimate-5

Autoflowering-Anbaubedingungen – Methoden und Techniken

Da Autoflowering-Pflanzen von Anfang an voll loslegen und gut starten müssen – sie haben ja eine kürzere Wachstumsphase als photoperiodisches Cannabis – ist es sehr wichtig, dass der Grower ihnen optimale Bedingungen bietet und beste Materialien, Nährstoffe und Anbaumethoden einsetzt.

Die ideale Autoflowering-Anbausituation sieht folgendermaßen aus:

  • Ein Indoorgrowraum mit totaler Sicherheit und kontrollierten Umweltbedingungen
  • Eingesetzt wird feminisiertes Autoflowering-Cannabis
  • Die Samen werden in feuchten Steinwollstarterwürfeln zum Keimen gebracht.
  • Es wird reines Umkehrosmosewasser verwendet
  • Die gekeimten Sämlinge werden in ein Deep-Water-Culture-, Aeroponik- oder in ähnliche hydroponische Systeme umgepflanzt
  • Die Growraum-Temperatur liegt während der Beleuchtungsdauer bei 24 °C und in der Dunkelphase bei 22 °C
  • Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2) Dutch-Passion-AutoWhite-Widow-165x300 Die Luftfeuchtigkeit im Growraum liegt während der Wachstumsphase zwischen 52 und 60 Prozent und während der Blütephase zwischen 52 und 57 Prozent
  • Sind die Lampen an, wird der Growraumluft CO2 bis zu einem Wert von 1150 ppm zugefügt. Durch die hohe CO2-Konzentration kann die Temperatur bis 29 °C angehoben werden. Sind die Lampen aus, liegt die Temperatur wieder 5 bis 8 Grad niedriger
  • Mindestens ein oszillierender Ventilator pro 500 Watt Lichtleistung bläst einen sanften, aber stetigen Luftstrom auf die Pflanzen und lässt sie leicht hin- und herbewegen
  • Autoflowering-Cannabis wird nicht gerne umgetopft, deshalb wird der gekeimte Sämling direkt in den Topf gepflanzt, in dem er auch geerntet wird
  • 2 bis 3 Wochen nach der Keimung werden die Spitzen der Pflanzen entfernt, die Pflanzen werden getopft
  • Ab der 4. bis 5. Woche nach der Keimung werden ein Pflanzennetz, Stäbe oder ähnliches Material zur Unterstützung der Zweige eingebaut, besonders bei Sorten, die schwere und große Blüten bilden
  • Autoflowering-Cannabis kann in den meisten Fällen nicht verjüngt oder durch Stecklinge vermehrt werden
  • Da sie keine zwei unterschiedlichen Lichtzyklen wie das photoperiodische Cannabis brauchen, können Pflanzen im selben Raum keimen und vegetativ wachsen, in dem auch blühende Pflanzen stehen. Es muss nur dafür gesorgt werden, dass jede Pflanze das für ihr Stadium richtige Licht erhält
  • Da Autoflowering-Pflanzen auf zu kalte Nachttemperaturen negativ reagieren können, achten Outdoor-Grower darauf, den Freilandanbau so zu timen, dass die in ihrer Gegend wärmsten Wochen optimal genutzt werden
  • Autoflower.net ist eine gute englischsprachige Informationsquelle zum Thema Anbau von Autoflowering und neuen Autoflowering-Sorten

Nährstoffe für Autoflowering-Cannabis

Wie bereits erwähnt, hat Autoflowering-Cannabis weniger Zeit zum Wachsen, Blühen und Reifen als eine photoperiodische Sorte. Und das beeinflusst die Art und Weise, wie der Grower die Pflanze mit Licht und Nährstoffen versorgen sollte.

Für den Anbau von photoperiodischem Cannabis wird traditionell mit zwei wesentlichen Typen von Basisdüngern gearbeitet. Einer abgestimmt auf die vegetative Phase und der andere entsprechend für die Blütephase.

Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Düngertypen besteht darin, dass Wachstumsdünger einen höheren Stickstoff-Anteil enthält, während im Blütedünger Phosphor und Kalium dominieren.

Stickstoff wird vor allem im vegetativen Wachstum benötigt, wenn neue Zweige und Blätter gebildet werden, denn es treibt diesen Prozess an.

Phosphor und Kalium sind auch während der vegetativen Phase wichtig, doch wenn es darum geht, Blüten zu bilden, profitieren Cannabispflanzen von einem hohen Phosphor- und Kalium-Gehalt, Stickstoff hingegen wird dann weniger benötigt.

Autoflowering-Cannabis-Grower benutzen Wachstumsdünger ab der Keimung (bzw. einige Tage danach) und geben ihn bis zum Einsetzen der Blüte in steigender Konzentration, abhängig vom Alter und Bedarf der Pflanze. Wenn sich die ersten Vorblüten zeigen, verändern wir die Nährlösung und geben für eine Übergangszeit von einer Woche eine Mischung aus 50 % Wachstumsbasisdünger und 50 % Blütebasisdünger. Nach dieser Woche wird auf 100 % Blütedünger umgestellt.

Blühen Autoflowering-Pflanzen unter 24-stündigem Dauerlicht, erhalten sie doppelt so viel Lichtenergie wie eine photoperiodische Pflanze in der Blüte. Und sie können die Energie auch nutzen, um Cannabinoide und Terpenoide zu produzieren – doch das klappt nur, wenn die richtigen Nährstoffe sorgfältig zugeführt werden.

In einigen Fällen bedeutet dies, dass eine größere Menge an Nährlösung oder eine Nährlösung mit einer höheren Nährstoffkonzentration gegeben werden muss.

Autoflowering-Pflanzen verbrauchen häufig mehr Wasser und Nährstoffe als photoperiodische Pflanzen. Dies wird von der relativen Luftfeuchtigkeit im Growraum beeinflusst, aber auch vom zugeführten CO2 und vom Typ und der Intensität der Beleuchtung.

Das Autoflowering-Pflanzen während der Blütephase hungriger als photoperiodische Pflanzen sind, liegt nicht zuletzt auch daran, das photoperiodische Pflanzen nur 12 Stunden Zeit haben, um ihren Stoffwechsel auf Trab zu bringen.

Die meisten Autoflowering-Grower haben gute Erfahrungen gemacht, wenn sie ihre Pflanzen mit einem hydroponischen Basisdünger gießen, der automatisch den pH-Wert auf den richtigen Wert ausbalanciert.

Zudem geben sie Vitamin-B-Zusätze, denn ein Vitamin-B-Komplex hilft der Pflanze, mit Stress klarzukommen. Und Autoflowering-Pflanzen, die bis zu 24 Stunden Licht pro Tag ausgesetzt sind, haben Stress.

Es hat sich auch gezeigt, dass Grower, die während der gesamten Blütezeit zusätzlich zu ihren Düngern auch Kohlenhydrat-Zusätze verwenden, deutlich davon profitieren können.

Zur Unterstützung der Wurzelentwicklung können der Wurzelzone nützliche Bakterien und Pilze über die Nährlösung zugefügt werden. Das kann eine Woche nach der Keimung beginnen und bis zwei Wochen vor der Ernte fortgesetzt werden.

Die Kohlenhydrate, die dem Stoffwechsel der Pflanze zusätzliche Energie liefern, ernähren auch die nützlichen Bakterien und Pilze in der Wurzelzone.

Ein weiterer nützlicher Zusatzstoff, besonders in rein hydroponischen Systemen, ist Kaliumsilikat. Kaliumsilikat stärkt die Zellwände und fördert die Bildung und strukturelle Integrität der Harzdrüsen.

In der frühen Blütephase sollten Autoflowering-Pflanzen ein Präparat erhalten, dass sie bei der Bildung von Vorblüten und Blütenansätzen unterstützt.

Von der frühen bis zur späten Blütephase sollten Autoflowering-Pflanzen einen Blütebooster erhalten, der reich an Phosphor und Kalium ist.

Da viele Autoflowering-Sorten dazu neigen, gerade in den letzten drei Wochen an Blütenmasse, Cannabinoiden und Terpenoiden zuzulegen, sollte die hohe Dosis an Nährstoffen, inklusive der Phosphor- und Kalium-Blütenbooster, bis zum Tag des Spülens, also kurz vor der Ernte, beibehalten werden.

Dann wird für 4 bis 6 Tage mit reinem Umkehrosmosewasser gespült, dem eine spezielle Spüllösung und nichts weiter zugesetzt ist. Autoflowering-Pflanzen setzen besonders viel Wasser und Nährstoffe um, und es besteht die Möglichkeit, dass Nährstoffbestandteile im Pflanzengewebe eingelagert werden. Ohne den Spülvorgang würden sie in der Pflanze verbleiben und die Reinheit und den Geschmack der getrockneten Blüten beeinträchtigen.

Zuverlässige und qualitativ hochwertige Autoflowering-Sorten

Immer mehr Leute springen auf den Autoflowering-Züchter-Zug auf und versuchen auf ihm zu wirtschaftlichem Erfolg zu kommen. Vor zehn Jahren gab es nur wenige Unternehmen, die Autoflowering-Sorten gezüchtet haben, doch diese Sorten waren noch nicht besonders gut. Heute gibt es Dutzende von Cannabiszüchtern, die Autoflowering-Sorten anbieten.

Die folgenden Sorten konnten sich unter legalen amerikanischen Growern bereits einen guten Namen machen. Diese Grower sind erfahren im Umgang mit photoperiodischem Cannabis, waren aber zu Beginn dem Autoflowering-Cannabis gegenüber sehr skeptisch.

Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2) AutoDaiquiri-Lime-3-215x300 Dutch Passion AutoDaiquiri Lime® basiert auf einem einzigartigen Californian-Orange®-Phänotypen, der ein intensives Zitrus-/Limettenaroma aufweist.

Er wurde mit einer photoperiodischen Sour Diesel gekreuzt und anschließend zu einer feminisierten Autoflowering-Sorte transformiert.

Dies ist eine Sativa-dominierte Autoflowering-Sorte, die durchschnittlich 11 Wochen nach der Keimung geerntet werden kann.

Sagarmatha Autoflowering AK-48: Gezüchtet aus einer photoperiodischen AK-47 und gekreuzt mit einer Autoflowering Lowryder, stellt die Autoflowering AK-48 eine schnell reifende feminisierte Sorte dar, die nur 8 bis 9 Wochen von der Keimung bis zur Erntereife braucht.

Sie ist bekannt für ihren sehr hohen Wirkstoffgehalt, was eindeutig ein Erbe der AK-47 ist.

Sagarmatha Smurfberry Auto: Grower, die Blueberry mögen, sollten auch Smurfberry mögen. Denn die Blueberry gehört zu den photoperiodischen Indica-Sorten, aus denen die Smurfberry hervorgegangen ist. Diese feminisierten Autoflowering-Pflanzen können hohe Düngergaben vertragen und sind in der Lage, 90 Gramm und mehr Ertrag pro Pflanze nach einem nur achtwöchigen Lebenszyklus zu liefern.

Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2) Dutch-Passion-AutoMazar-3-199x300 Dutch Passion AutoMazar: Diese Sorte wurde aus feminisierten Samen der populären photoperiodischen Dutch-Passion-Sorte Mazar gezüchtet. Sie ist Indica-dominant und bekannt für ein „Knockout High“, überdurchschnittliche Harzproduktion und einen hohen Ertrag.

Dutch Passion berichtet, dass einige Grower 200 Gramm und mehr Ertrag pro AutoMazar-Pflanze erzielen konnten.

Dinafem Bubba Kush: Bubba Kush Auto ähnelt der photoperiodischen Bubba Kush. Sie wurde produziert, indem eine photoperiodische Bubba Kush mit einer Autoflowering-White-Widow gekreuzt wurde. Die Kush-Charakteristik blieb erhalten, die Pflanze hat einen 63- bis 70-tägigen Lebenszyklus. Es gibt sie ausschließlich als feminisierte Samen.

Dinafem Haze XXL startete als eine Autoflowering-Sorte namens Haze 2.0. Sie bietet nun einen verbesserten Ertrag, nachdem die Züchter die Haze 2.0 mit einer photoperiodischen Jack Herer gekreuzt hatten. Jack Herer selbst basiert ebenfalls auf Haze-Genetik, so dass die Sativa-Dominanz dieses Haze-Strains in der feminisierten Autoflowering-Form erhalten blieb. Sie hat einen Lebenszyklus von 79 bis 86 Tagen.

Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2) AutoUltimate-Dutch-Passion-208x300 Dutch Passion AutoUltimate: Die photoperiodische Cannabis-Sorte „The Ultimate“ von Dutch Passion war die Basis für diese feminisierte Autoflowering-Sorte, die auch Einflüsse von AutoMazar aufweist. Sie enthält zu gleichen Teilen sowohl Indica- als auch Sativa-Genetik, hat einen hohen Nährstoffbedarf, produzierte dichte, feste Buds und ist als sehr ertragreich bekannt.

Dinafem Dinamex Autoflowering: Bei dieser Sorte handelt es sich um eine der komplexesten genetischen Kreuzungen in der Autoflowering-Welt. Sie enthält Genetiken von California Orange, Mexican Sativa, Sour Diesel und Emerald OG Kush zusammen mit der von Ruderalis.

Die Dinamex-Autoflowering mag hohe EC-Werte in der Nährlösung und produziert mittelmäßige Erträge von potenten Blüten. Sie braucht 75 Tage von der Keimung bis zur Ernte.

Mephisto Ripley’s OG: Mephisto ist eine kleine Hanfsamenbank, die bekannt dafür ist, spezielle Cannabissorten im Programm zu haben, die sonst kein anderer Züchter anbietet.

Abgeleitet von verschiedenen photoperiodischen OG-Sorten und nicht feminisiert ist dieser Strain sehr ertragreich und besitzt die klassischen Kush-Eigenschaften. Die Sorte ist auch sehr wertvoll, weil sie dem Grower die Möglichkeit bietet, ein eigenes Autoflowering-Zuchtprogramm zu starten und selbst Samen zu produzieren. Diese Sorte hat einen Lebenszyklus von 73 bis 80 Tagen und bildet extrem dichte Blüten im Kush-Stil.

Deshalb ist es wichtig, diese Sorte ab Mitte der Blüte nicht zu überwässern, da die überschüssige Feuchtigkeit in den Blüten enden könnte, was zur Entstehung von Grauschimmel führen würde.

Mit intensiver Ernährung und Beleuchtung, insbesondere in rein hydroponischen Systemen, kann diese Sorte zwischen 150 und 220 Gramm getrockneter Kush-Blüten pro Pflanze bringen.

Dinafem Cheese Autoflowering: Ich bin kein großer Fan der Cheese- Cannabis-Kategorie, denn der Geruch gefällt mir gar nicht und sie ist Indica-dominant (ich bevorzuge Sativa).

Aber Grower, die die Cheese lieben, haben mir berichtet, dass die feminisierte Autoflowering-Cheese von Dinafem genauso gut sei wie photoperiodische Cheese-Sorten.

Cheese ist bekannt für ihre Widerstandsfähigkeit, die sie auch mit schlechten Bedingungen klar kommen lässt. Der Ertrag dieser Sorte ist durchschnittlich, und es braucht 70 Tage von der Keimung bis zur Ernte.

Sensi Seeds White Label Super Skunk Automatic: Hierbei handelt es sich um einen fast reinen Indica-Autoflowering-Strain, der für sein schnelles Wachstum, seinen sehr großen Ertrag und ein narkotisches, schmerzlinderndes High bekannt ist. Super Skunk funktioniert während der Frühlings- und Sommermonate gerade outdoors besonders gut. Diese Sorte sollte eine Woche vor der Blüte getoppt werden, damit sie mehr in die Breite wächst und einen noch größeren Ertrag liefern kann.

Nützlichkeit und Zukunft des Autoflowering Cannabis

Tony, ein Autoflowering-Experte von den legendären Autoflowering-Pionieren Dutch Passion Seeds, sagt, dass die Verkäufe von Autoflowering-Samen innerhalb der nächsten fünf Jahre den Hauptanteil von allen verkauften Hanfsamen ausmachen werden.

Er sagt dies, denn Autoflowering-Strains

  • sind einfacher anzubauen
  • sind ideal für Anfänger
  • sind von Natur aus resistent gegen Schädlinge, Schimmel, Pilze und Krankheiten
  • erfordern weniger Equipment und können im Freiland ohne Beobachtung wachsen (das bezieht sich auf feminisierte Autoflowering-Varietäten).
  • investieren die meiste Zeit und Energie in die Blüte, so dass die Erträge pro Pflanze sogar höher sein können als bei vergleichbaren photoperiodischen Sorten, insbesondere wenn indoors angebaut wird
  • können in kleineren Räumen und unter anderen, nicht idealen Bedingungen, wachsen
  • erfordern weniger Elektrizität, Wasser, Growraum und Equipment im Vergleich zu photoperiodischem Cannabis, denn ihr Lebenszyklus ist deutlich kürzer
  • neigen zu einem kleineren Wuchs als photoperiodische Pflanzen und das macht sie im Freiland einfacher zu verstecken und zu tarnen

Tony erzählt, dass Grower auf der Webseite von Dutch Passion immer wieder Grow-Berichte posten, die andere Leute dazu inspirieren, selbst Autoflowerings auszuprobieren. Es sind dort Fotos von Pflanzen zu sehen, die 200 Gramm und mehr Ertrag pro Pflanze lieferten.

Diese Pflanzen wurden meist indoors in hydroponischen Systemen angebaut, bekamen hohe Dosen hochwertiger hydroponischer Nährstoffe, teilweise wurde CO2 zugeführt, und die Pflanzen erhielten 24 Stunden Licht pro Tag von hochintensiven HPS- oder/und hochwertigen LED-Lampen.

Professionelle Produzenten aus der Cannabis-Industrie sind sich einig, dass im Bereich des Autoflowering-Cannabis in den letzten drei Jahren enorme Fortschritte gelungen sind, dank Züchtern wie jenen von Dutch Passion.

In den USA bauen viele Grower Cannabis an, um die kompletten Blüten zu Konzentraten weiterzuverarbeiten. Dadurch spielt die Tatsache, dass viele Autoflowering-Sorten immer noch einen hohen Blattanteil in den Blüten haben, eine weniger wichtige Rolle, als wenn sie die Blüten direkt rauchen wollten.

Und durch die gestiegene Bedeutung von CBD als wichtiger Bestandteil in medizinischem Cannabis, das einige Menschen lieber ohne THC verwenden möchten, wird der hohe CBD-Anteil, ein Erbe der Ruderalis, zu einem Vor- statt zu einem Nachteil.

Es gibt bereits einige Autoflowering-Züchter, die CBD-Sorten anbieten, die einen höheren CBD-Gehalt haben als CBD-haltige photoperiodische Sorten.

Der Aufstieg der Autoflowerings zeigt die dynamische Natur der weltweiten Cannabisbranche.

Kleine Unternehmen wie Dutch Passion haben zusammen mit Zehntausenden von Growern kontinuierlich die Cannabis-Genetik weiterentwickelt und dabei nur selektives Züchten, Kreuzen und Hybridisieren eingesetzt und so eine neue Kategorie von Cannabis erschaffen – ohne Genmanipulation und andere unnatürliche Methoden.

Wie auf den Fotos zu diesem zweiteiligen Artikel über Autoflowering-Cannabis zu erkennen ist, können die Ergebnisse beeindruckend sein.

Steve Davis

Steves ultimativer Ratgeber: Autoflowering-Cannabis (Teil 2) Dutch-Passion-Think-Different

Steve Davis ist ein in Colorado und Kalifornien beheimateter Cannabis-Grower, Fotograf und Wissenschaftler mit einer langen Erfahrung im Cannabisanbau. Seine Artikel sind journalistische Berichte von Orten, wo Cannabis bereits legal angebaut und besessen werden darf. Sie sollen einen Eindruck davon vermitteln, welch breitgefächertes Spektrum der Anbau von Cannabis beinhalten kann. Diese Berichte sollen dazu beitragen, die Wahrheit über Cannabis zu erkennen und Vorurteile abzubauen.

Jamaika: Reisereport eines grow! Lesers

Kein anderes Land dieser Welt wird seit vielen Jahren so sehr mit Cannabis in Verbindung gebracht wie Jamaika. Seit Anfang 2015 die Reform der Drogengesetze in Kraft getreten ist, dürfen Konsumenten nun zum Eigenbedarf zwei Unzen (ca. 57 Gramm) Cannabis besitzen, ohne Haftstrafen befürchten zu müssen. Der Hanfanbau boomt wie nie zuvor, und auch der Verkauf von Ganja erreicht ungeahnte Ausmaße. So sollen in Kürze selbst an den Flughäfen Verkaufsautomaten mit Ganja aufgestellt werden. Ein Eldorado für alle Hanffreunde!

So oder so ähnlich ging es wohl unserem Leser Julian. Die spannenden Erlebnisse seiner ersten Jamaikareise lest ihr hier:

Leser-Reisereport

Mein Name ist Julian, ich bin 24, komme aus Baden-Württemberg, bin ein riesiger SKA-Fan und rauche eigentlich eher selten Gras. Voreingenommen von jeglichem Klischee und voller Neugier ging meine diesjährige Reise zusammen mit meiner Freundin in das Land der Rastafaris des Reggaes und des Ganjas – JAMAIKA.

Gleich nach der Landung auf Jamaika (nach einem 12-Stunden-Direktflug zum Flughafen Montego Bay) wurde uns zum erstenmal Ganja angeboten und auf der anschließenden Weiterreise zum Zielort bekamen wir von mindestens fünf Busfahrern ähnliche Angebote. Wir merkten ziemlich schnell, dass Ganja auf Jamaika so gut wie überall verfügbar ist, und so stieg sogar bei mir als neugierigem Gelegenheitsraucher das Interesse spürbar an.

Jamaika: Reisereport eines grow! Lesers jamaika-leserbericht-2-300x225 Nach gerade mal 120 Minuten Aufenthalt in Jamaika entschloss ich mich also, für den Anfang vier Gramm Gras bei meinem Busfahrer zu kaufen, der uns zu unserem Hotel in der Nähe von Ocho Rios brachte. Abgesehen davon, hielt dieser Busfahrer wie selbstverständlich irgendwo im Nirgendwo für mich an, nachdem ich ihm gesagt hatte, dass ich gerne Pfeife rauche. Spontan kaufte er mir eine. Wir waren übrigens nicht allein, noch zwei weitere deutsche Touristen in den Vierzigern saßen mit im Bus, was mir doch recht peinlich war. Angekommen im Hotel und übermüdet vom Flug richteten wir uns an diesem Abend noch ein, erkundeten das Hotel und schliefen anschließend.

Am nächsten Morgen trafen wir uns mit einem deutschsprachigen Reiseführer unserer Reiseagentur, um einige Touren zu buchen. Eine dieser Touren führte zum Geburtshaus von Bob Marley nach Nine Miles. Da ich vorher schon von dieser Tour gehört hatte, wusste ich bereits, dass es möglich war, zu dieser Tour vor Ort eine Besichtigung einer Hanfplantage mit Verköstigung hinzu zu buchen. Da ich allerdings dachte, dass man in diesem vom Tourismus geprägten Ort keinesfalls eine “echte“ Plantage vorfinden würde, beschloss ich, diese Zusatztour nicht mitzumachen, jedoch meine Augen offen zu halten.

Am dritten Tag verließ ich das Hotel zum zweiten Mal, um etwas aus dem nahe gelegenen Supermarkt zu kaufen. Auf dem Weg dorthin ist mir ein junger Jamaikaner Ende 20 aufgefallen, der mir hinterherschaute. Auf dem Rückweg zum Hotel sprach er mich dann an und fragte, ob ich an Gras interessiert sei. Ich antwortete, dass ich versorgt sei, jedoch gerne Bilder mit ihm und optimalerweise seinen Rastafreunden machen würde, da ich einem Freund, der in Deutschland einen Headshop führt, gerne einige mitgebracht hätte. Der Jamaikaner stimmte zu, sein Name war übrigens Omar. Ihr müsst ihn euch wie Jamie Fox vorstellen, nur kleiner und mit einem Tränen-Tattoo am linken Auge – was mich zunächst etwas abschreckte. Wir verabredeten uns also für 12 Uhr, um vor dem Hotel einige Fotos zu machen.

Jamaika: Reisereport eines grow! Lesers jamaika-leserbericht-3-300x225 Als ich um 12 Uhr zum verabredeten Treffpunkt kam, traf ich auf Omar und lediglich einen weiteren Freund. Der war dafür jedoch ein Rasta, sein Name war Justice. Da ich vorher erfuhr, dass Omar sein Geld hauptsächlich durch seine eigene Hanfplantage irgendwo im Dschungel verdiente, schlug ich ihm vor, die Fotoaufnahmen dahin zu verlegen. Er führte einige Telefonate und willigte schließlich ein.

Also fuhren wir los, und da wir diese Sache Hals über Kopf entschieden hatten, konnte ich meiner Freundin natürlich nichts davon mitteilten, was sich später als schlecht herausstellte, da unsere Tour einige Stunden dauern sollte.

Unsere Fahrt, die wir in einem uralten Toyota-Kombi ohne Sicherheitsgurte antraten, führte uns in die Tiefen von Salem, einem Ort in Runaway Bay, bis wir schließlich eine Gegend erreichten, in der ausschließlich neu gebaute Villen standen. Kurz vor der Villen-Siedlung trafen wir einen weiteren Jamaikaner mit rotem Halstuch. Es stellte sich später heraus, dass dies das Erkennungszeichen einer größeren Gang war. Seine Rolle bei dem Ganzen verstand ich jedoch nicht. Wir fuhren also weiter. Nach zehn Minuten und einigen Ziegen auf der Straße trafen wir erneut auf einen weiteren Rasta, der mit einem fetten Grinsen am Rande des Dschungels auf uns wartete.

Nachdem wir uns vorgestellt hatten, führte uns der Plantagenbesitzer weiter. Wie sich herausstellte, hatte Omar nur einen kleinen Anteil der Farm in Richtung Dschungel. Nun kam der anstrengende Teil der Tour. Ich wusste zwar, dass die Plantagen gut versteckt sein mussten, da der Anbau in größeren Mengen illegal ist, aber das Labyrinth, das wir quer durch den Dschungel beschritten, überstieg meine Vorstellungskraft bei weitem. Wir gingen durchs Dickicht, kletterten einige Hügel hoch und wieder runter, bis wir in ein ausgetrocknetes Flussbett kamen. Dies führte uns 1,5 km durch einen Wald, bis wir auf der Seite herauskletterten. Nach weiteren zehn Minuten Fußmarsch erreichten wir dann endlich die Plantage.

Die Plantage hatte ich mir zwar größer vorgestellt, jedoch entsprach sie trotzdem annähernd meinen Vorstellungen. Sie bestand hauptsächlich aus jungen Pflanzen und Setzlingen. Ein Teil des Geländes wurde frisch brandgerodet, um später bewirtschaftet werden zu können. Nachdem ich mich umgeschaut hatte, fingen wir an, Bilder zu machen. Zu diesem Zeitpunkt waren alle sehr umgänglich und ich konnte ohne Probleme alles fotografieren, wie ich wollte.

Jamaika: Reisereport eines grow! Lesers jamaika-leserbericht-1

Nachdem wir durch waren, ging es den ganzen Weg wieder zurück und ich wurde – nachdem ich ordentlich bezahlt hatte – zurück zum Hotel gebracht.

Einige Tage später, nachdem Omar bemerkte, dass ich ihn nicht für weitere Dienstleistungen bezahlen würde, drehte sich das Verhältnis zu ihm leider um 180 Grad und ich musste die weniger schöne Seite von Jamaika kennenlernen. Um euch zu beruhigen, es wurde niemand verletzt. Ich musste jedoch die Polizei und das Hotel-Management einschalten, um meine Sicherheit und die meiner Freundin gewährleisten zu können.

Alles in allem war der Urlaub eine tolle Erfahrung, die ich jederzeit gerne wiederholen möchte. Allerdings würde ich euch raten, eine Plantage mit einem Guide aus Nine Miles zu besichtigen. Es ist einfach sicherer.

Julian