Interview mit Tommy Chong (Snippet)

Hanfszene

Den älteren unter euch brauche ich von „Cheech und Chong“ bestimmt nichts zu erzählen. Ihren ersten Film „Viel Rauch um nichts“ (original: Up in Smoke) von 1978 dürften die meisten gesehen haben. Und denjenigen, die nicht direkt an das Kiffer-Kult-Comedy-Duo denken, sei gesagt, dass Cheech und Chong in den Siebziger- und Achtziger-Jahren Kifferfilme gedreht haben, wie man sie bis dahin noch nicht gesehen hatte, und das zu einer Zeit, als der amerikanische Drogenkrieg gerade an Fahrt aufnahm. Seitdem gehören sie zu den bekanntesten Kiffern überhaupt und haben Fans auf der ganzen Welt.

Tommy Chong von Cheech & Chong im Interview

Während der ICBC in Berlin trafen wir einen der beiden, Tommy Chong, denn er hatte seinen Messestand dem unseren gegenüber. Klar, dass er um ein Interview nicht herumkam …

grow! Hallo, Tommy, wie ich sehe, teilst du dir deinen Stand mit Luc von Paradise Seeds.

Tommy: Ja, Luc und ich arbeiten seit einigen Monaten zusammen und haben neue Hanfsorten auf den Markt gebracht.

grow! Du bist also nach wie vor im Hanfbusiness aktiv?

Tommy: Absolut! Cannabis begleitet mich schon mein ganzes Leben.

grow! Aber du bist nicht mit Joint auf die Welt gekommen …

Tommy: Nein, natürlich nicht. Bis zu meinen 17. Lebensjahr wusste ich über Cannabis nur das, was ich in Filmen wie „Reefer Madness“ gesehen hatte.

grow! Oh Gott, einen schlechteren „Lehrfilm“ zum Thema Cannabis kann man sich wohl kaum vorstellen …

Tommy: Ja, das stimmt. Entsprechend vorsichtig war ich, als mir zum ersten Mal jemand einen Joint in die Hand drückte…

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CBD-Hype in der Schweiz (Snippet)

Was sich derzeit in der Schweiz abspielt, ist für Außenstehende nur schwer nachvollziehbar: Die extrem gestiegene Nachfrage nach CBD-Produkten, insbesondere CBD-haltigen Hanfblüten, hat sich zu einem wahren Boom entwickelt. Die Nachfrage ist größer als die Produktion.
Dabei ist CBD ein Cannabinoid, dass nicht psychoaktiv ist und keinen „Rausch“ verursacht. Zudem gibt es „CBD-Hanf“ bereits lange in Form von Nutzhanf. Was ist los in der Schweiz, dass hier plötzlich so ein Interesse an CBD-haltigen Cannabisprodukten entstanden ist?

Zum ersten Mal ist uns das CBD-haltige Cannabis 2016 auf der CannaTrade Hanfmesse in Dietikon bei Zürich aufgefallen. Hier konnte man am Stand der Firma Bio Can AG CBD-haltige Hanfblüten nicht nur anschauen, sondern auch kaufen. Und das völlig legal, wie uns auf Nachfrage versichert wurde.



Da CBD keine berauschende Wirkung hat, ist es auch nicht verboten. Weder in der Schweiz, noch in Deutschland oder Österreich. Auch hier kann man CBD-haltige Produkte wie CBD-Öl legal kaufen, nur der Verkauf von CBD-haltigen Cannabisblüten ist problematisch.
Das liegt daran, dass Cannabisblüten von Natur aus einen gewissen Anteil an THC enthalten. Und wie wir wissen, ist THC psychoaktiv und wurde vom Gesetzgeber als Droge eingestuft und verboten.

Es wurden Grenzwerte festgesetzt, die zertifizierter Nutzhanf nicht überschreiten darf, um legal angebaut werden zu können. In Deutschland liegt dieser Grenzwert bei 0,2 % THC, in Österreich bei 0,3 % und in der Schweiz muss der THC-Gehalt unter 1 % liegen.
Hanfblüten dürfen in der Schweiz also mehr als viermal so viel THC enthalten wie in Deutschland. Das macht es den Produzenten deutlich einfacher, CBD-Hanf anzubauen, dessen THC-Gehalt im legalen Rahmen bleibt…

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Marteria im Interview: Kiffen muss stylisch bleiben (Snippet)

Wie hätten wir nein sagen können? Marteria, a.k.a. Marsimoto, a.k.a. Marten Laciny, lud Anfang Mai Pressevertreter ein, um sein neues Album ‚Roswell‘ vorzustellen. Wir sprachen mit dem redseligen Rostocker Rapper über seine Musik, das Flair von Südafrika und die Kunst, Kiffen und Superstar-Karriere unter einen Hut zu bringen.

grow! Marten! Dein neues Album nennt sich einfach ‚Roswell‘. Dass du an Aliens glaubst, war uns klar – aber bist du auch ein Verschwörungstheoretiker?

Marten: Nee. Der Sinn dahinter ist für mich ein ganz anderer, wie auch bei dem ‚Aliens‘-Song. Für mich sind Aliens keine Außerirdischen, sondern Außenseiter. Das zieht sich durch mein Leben durch: So Typen, die’s verdient haben, dass man sie beschützt, oder dass man auf sie aufpasst. Ich glaube, das kommt auch aus meiner Hip-Hop-Zeit in Rostock … das war ne kleine Szene von drei-, vierhundert Leuten. Damals gab’s viele Probleme – und man war immer der Außenseiter. Gehst du da falsch lang, kriegst du von den Nazis auf die Fresse. Wenn dann einer aus einem anderen Land zu uns an die Schule kam, haben wir den genommen und gesagt „Du gehörst jetzt zu uns, wir passen auf dich auf“. Dass man Schwächere, die es einfach scheiße haben oder aus einer beschissenen Situation kommen, beschützt – das war immer meine Definition von Hip Hop. Denk an einen der größten Welthits: „I’m an Alien … I’m an Alien in New York“. Da geht es ja nicht darum, dass man sich wie ein Alien fühlt, sondern, dass man ein Alien ist. Und, wenn man es so filmisch betrachtet, die ersten Zeilen der Platte … du hast sie schon gehört, oder?



grow! Oh ja!

Marten: … die ersten Zeilen sind ja „Aus Area 51 wird Marteria 51 / Aus Roswell wird Rostock“. Ich hatte das immer filmisch gesehen, stell dir vor: Das Ortseingangs-Schild ‚Rostock‘, krasser Regen, nachts, das Wasser fließt da so runter … ‚Ros‘ bleibt stehen und ‚tock‘ geht weg, und dann steht da ‚Roswell‘. Das war das erste Bild, das ich zu dieser Platte hatte. Eigentlich geht’s nur darum. Ich bin kein Verschwörungstheoretiker. Aber ich finde schon, dass Leute, die nicht an Außerirdische glauben, in die Klapse müssen. Das geht ja nicht! Es wird ja irgendwo Leben geben, das All ist unendlich.

grow! Woran glaubst du noch?

Marten: Was die Menschen nicht sehen, begreifen sie nicht. Genau so wie Spiritualität – aber es gibt diese krassen Medizinmänner, die wirklich ganz verrücktes Zeug drauf haben. Ich hab das in kleiner Form beim Reisen immer mitbekommen. Ein Medizinmann hat mal zu mir gesagt: „Immer, wenn du in einem anderen Land bist, musst du als allererstes zum Markt gehen und eine Zwiebel essen.“ Mach ich seitdem immer. Der Sinn: Die Zwiebel kommt aus der Erde, und jedes Land hat eine andere Erde. Dadurch baust du einen inneren Schutz auf, wenn du die Zwiebel isst….

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Marteria in Südafrika
Photo by Paul Ripke

Wenn Chong auf Paradise trifft…

Seeds&genetics

Eine Cannabis-Legende arbeitet mit einer niederländischen Hanfsamenbank zusammen

Jeder, der Cannabis raucht, sollte Tommy Chong kennen. Er ist eine Hälfte des Kult-Comedy-Duos Cheech und Chong, das Anfang der siebziger Jahre „Weed“ und das Thema Cannabis mit Filmen wie „Up in Smoke“ (Viel Rauch um nichts) in die Öffentlichkeit brachte. Der Mann, der den berühmten Spruch prägte: „Wenn mehr Leute stoned wären, gäbe es weniger Gewalt in der Welt“, Tommy Chong, ist seit den Siebzigern ein Kämpfer für Cannabis und arbeitet für die Akzeptanz der Hanfpflanze für medizinische Zwecke und für den Freizeitkonsum.

Mit dem Boom der Legalisierungsbewegung in den USA gehört Tommy Chong nun auch zu den Mitgliedern des „Cannabis-Adels“, die eine eigene Produkt-Linie vorweisen können. So bringt er seine Lebenserfahrung als Cannabiskonsument in „Chong‛s Choice“ ein, der Firma, die er zusammen mit seinem Sohn Paris führt. Zu ihren Produkten zählen unter anderem einige Marijuana-Sorten, die den berühmten Namen tragen dürfen.

Jeder, der Cannabis liebt, sollte Paradise Seeds kennen. Die Hanfsamenbank mit Sitz in Amsterdam gehört seit über 20 Jahren zu den wichtigen und innovativen Pionieren im Hanfsamenbusiness.

Chong und Paradise haben sich für eine Zusammenarbeit entschieden. Sie wollen das Know How, die Energie und den Geschmack der Genetiken zweier Kontinente, sprich die kalifornische und die niederländische Genetik, miteinander kombinieren. Drei neue explosive Samensorten haben sie daraus entwickelt: L.A. Amnesia (Sativa), Blue Kush Berry (Indica) und Mendocino Skunk (Hybrid).

  • L.A. Amnesia (Sativa): Tommy war auf der Suche nach etwas Besonderem für Chong‛s Choice exklusive Sativa-Linie, und diese Sorte ist genau das! Der Strain kombiniert Genetik der weltberühmten und fruchtigen holländischen Sorte Amnesia Haze mit einer kalifornischen Kush. Das Ergebnis dieser Kreuzung ist L.A. Amnesia, eine Sorte voller Power und mit einem THC-Gehalt von 20 bis 24 Prozent.

    LA Amnesia Paradise Seeds Tommy Chong Choice grow! Magazin
    L.A. Amnesia
  • Mendocino Skunk (Hybrid): Diese neue Sorte wurde inspiriert durch das Zusammentreffen von zwei großen Cannabis-Traditionen. Einmal in Form des kalifornischen Emerald Triangle, dem Cannabisanbaugebiet in Nordkalifornien, das als das älteste und größte der USA gilt, sowie der holländischen Coffeeshop-Szene. Aus dieser transatlantischen Kombination ist eine fruchtige Skunk-Sorte in der Tradition des Paradise-Seeds-Topsellers „Wappa“ entstanden. Das Ergebnis, die Mendocino Skunk, hat einen großartigen Geschmack und eine angenehme Wirkung gepaart mit einer guten Performance, sowohl in Indoor- als auch in Outdoor-Gärten.

    Mendocino Skunk Paradise Seeds grow! Magazin Tommy Chong
    Mendocino Skunk
  • Blue Kush Berry (Indica): Tommy wollte eine Indica mit einem starken Effekt, die ihn regelrecht umhaut. Doch sie sollte auch gut schmecken und angenehm zu rauchen sein. Die Züchter von Paradise Seeds haben sich diesem Wunsch angenommen und ihre eigenen Vorstellungen in die Kreuzung dieser neuen Sorte eingebracht, die die Kraft der gewaltigen Kush mit einem köstlich süßlichen Aroma verbindet. Diese Sorte bietet, was Tommy Chong sich gewünscht hat: Einen fruchtig süßen Geschmack, gepaart mit einem langanhaltenden Indica-Effekt, der an den Sessel fesselt. Genau das richtige für Indica-Freunde.

    Blue Berry Kush Paradise Seeds Tommy Chong Choice grow! Magazin
    Blue Berry Kush
Wie kam es zur Zusammenarbeit von Paradise Seeds und Chong‛s Choice?

„Wir erhielten eine Anfrage von Chong‛s Choice, ob wir nicht Joints für sein Angebot an ‚Vorgerollten‛ machen könnten“, erklärt Luc Krol von Paradise Seeds. „Das ging nicht, aber wir kamen dennoch ins Gespräch. Am Ende wurde vorgeschlagen, dass wir auf dem Gebiet der Genetik und Samen zusammenarbeiten und neue Sorten entwickeln sollten. Wie hätten wir das ablehnen können, mit solch einer Cannabis-Legende zusammenzuarbeiten? Wir waren schon immer große Fans von „Cheech und Chong“ gewesen. Und in den siebziger und achtziger Jahren gab es nicht viele Cannabis-Helden, die bereit waren, in der Öffentlichkeit die Cannabis-Flagge hochzuhalten. Tommy Chong war und ist ein wahrer Kämpfer für die Hanf-Pflanze und die Cannabis-Kultur.‟

„Wir von Paradise Seeds sind absolut begeistert von diesen neuen Sorten. Das Chong‛s-Choice-Legends-Sortiment enthält einige hochqualitative Strains, die das Beste aus kalifornischen und holländischen Zuchtprogrammen mitbringen. Wir haben im vergangenen Jahr intensiv an der Entwicklung dieser neuen Sorten gearbeitet und sind nun soweit, sie an die Grower-Gemeinde weiterzugeben!“

Tommy Chong verdiente sich viel Anerkennung als „gesetzloser“ Comedian in den siebziger und achtziger Jahren, mit einer Reihe von Cheech-und-Chong-Alben (für die Internet-Generation: das sind Vinyl-Schallplatten) und Filme, in denen sie viel Spaß mit Cannabis hatten. Nach einigen Jahren Trennung, haben er und Cheech im Jahr 2008 wieder damit begonnen, zusammen auf Tour zu gehen. Im Jahr 2003 wurde Chong unfreiwillig zu einer Art Märtyrer der Cannabisbewegung, weil er für neun Monate ins Gefängnis musste, und zwar aufgrund seiner Rolle in einer Firma, die mit Glasbongs und Pfeifen handelte. Seitdem sagt er: „Die Gefangenschaft war wahrscheinlich das Aufregendste, was mir jemals passiert ist.“ In den letzten Jahren nutzte Tommy das Cannabis in Verbindung mit Chemotherapien, um sich von Krebs zu heilen.

Die Firma Chong‛s Choice wurde erst letztes Jahr gegründet, und ihre Webseite bewirbt sie als Quelle für die „qualitativ hochwertigsten Cannabisprodukte auf dem Markt“ (in den US-Staaten, wo Cannabis legal ist) – und das schließt alles ein, vom vorgedrehten Joint über Cannabis-Öl, bis hin zu Atemsprays mit THC, das gut gegen Mundgeruch helfen soll.

Die neue Chong‛s-Choice-Samenlinie gibt es exklusiv bei Paradise Seeds und ihren Vertriebspartnern. Weitere Informationen lassen sich auf der Homepage von Paradise Seeds finden.


Dieser Artikel stammt aus der grow! Ausgabe 2-2017. Wir veröffentlichen hier aus jeder neuen Ausgabe unseres Print-Magazins vier vollständige Artikel – erst als Snippets, acht Wochen später als vollständige Texte, gratis für alle. Falls du diese Ausgabe nachbestellen möchtest, schau doch mal in unseren Shop. Alternativ findest du die Ausgabe auch als ePaper zum bequemen Herunterladen auf deinen Geräten. Wenn dir unsere Artikel und Berichterstattung gefallen und du uns supporten möchtest, denk doch mal über ein Abo nach: Unser Heft erscheint sechs mal im Jahr, du kriegst es früher als der Kiosk, zum Super-Preis – und wir versenden sehr diskret! 😉

Immer mehr Hasch-Plantagen: blühende Phantasien deutscher Drogenfahnder

Am 27. Januar 2017 fanden Polizeibeamte in Dresden eine „professionelle Cannabis-Aufzuchtanlage“ in einem Kleiderschrank. Am selben Tag eine Profi-Plantage in Berlin mit 59 Pflanzen, die in einer WG standen. Egal, wie klein die gefundene Box, wie gering die Anzahl der Pflanzen oder des beschlagnahmten Grases sind, glaubt man den Pressemeldungen der Polizei, ist ungefähr jeder zweite ertappte Grower ein Profi oder hat wenigstens eine professionelle Cannabis-Aufzuchtanlage betrieben.

„Bild“-Rhetorik auf den Pressestellen

Vor zwei Jahren verursachte die Polizei-Oberhausen auf diese Art einen Facebook-Shitstorm. Die Beamten hatten eine Homebox mit zehn Graspflanzen gefunden und die Festnahme von drei Kriminellen bekanntgegeben, die auf einer „Haschisch-Plantage“ „Rauschgift“ angebaut hatten. Das Wort „Haschisch-Plantage“ steht doch eigentlich für große Felder und eine professionelle Produktion, Weiterverarbeitung und Verkauf. Es hat nichts mit denen zu tun, die ein paar Graspflanzen für den eigenen Bedarf anbauen. Außerdem könnten sich die Pressesprecher von Deutschlands Polizeidienststellen mal hinter die Ohren schreiben, dass Hasch gar nicht auf Plantagen wächst.

Konfrontiert mit dieser Tatsache hatte der Pressesprecher der Polizei in Oberhausen, Axel Deitermann, damals auf telefonische Anfrage hin eingeräumt, man habe keine Haschisch-Plantage gefunden. Die Pressemitteilung sei aus „plakativen Gründen“ so formuliert worden, schließlich „enthielten die Pflanzen das Haschisch, also das THC“. Wie gut, dass man bei der Polizei in Oberhausen so gut Bescheid weiß. Gäbe es wirklich Haschplantagen wäre das begehrte Harz bestimmt um Einiges günstiger. Haschisch, das am Stück wächst, könnte den Growern zudem viel Arbeit sparen, wird es aber wohl so bald nicht geben. Denn egal ob großer oder kleiner Grower, Hasch ist ein Nebenprodukt, von dem selbst bei großen Ernten nur ein paar Gramm für den Eigenbedarf abfallen. Vorausgesetzt ein Hanfbauer macht sich überhaupt die Mühe, stundenlang zu waschen und zu sieben, weil das wirtschaftlich gar nicht zu rechtfertigen ist. Eigentlich müsste man von „Graskeks-Plantage“ reden, denn das Verbacken oder Verkochen der Erntereste ist viel verbreiteter und beliebter, als Hasch aus ihnen zu machen. Aber eine solche Meldung generiert halt weniger Klicks als die „Hasch-Plantage“. Beim Indooranbau, ganz besonders beim professionellen, geht es eigentlich immer um Gras, Hasch aus heimischer Produktion ist in Deutschland eine Rarität und selbst in niederländischen Coffeeshops nur noch selten zu haben.

Außerdem ist ein Betreiber einer „Profi-Plantage“ schneller in U-Haft. Nicht nur, weil man davon ausgehen muss, dass es sich bei den gefundenen Pflanzen um eine nicht geringe Menge Cannabis handeln muss, sondern auch, weil schon das Wort Plantage Profitdenken impliziert. Nicht gering klingt nach viel, aber eine nicht geringe Menge sind in Deutschland 7,5 Gramm reines THC, weil das der Bundesgerichtshof vor 20 Jahren so entschieden hat. So viel kann bereits in einer Balkon-Pflanze enthalten sein, denn 7,5 Gramm THC entsprechen, je nach Wirkstoffgehalt, ungefähr 30 bis 70 Gramm Gras. Demnach könnte schon eine einzige Lady, wenn sie genug Sonne, einen großen Topf und ein wenig Pflege abbekommt, eine professionelle Plantage sein. Wird ein Gärtner also mit zwei oder drei Pflanzen ertappt, können die Ermittler theoretisch immer davon ausgehen, dass es sich um eine nicht geringe Menge handelt und ihm kommerzielle Absichten unterstellen, was im Süden der Republik auch immer wieder passiert.

Homeboxen und alles andere, was im Normalfall in den eigenen vier Wänden steht, besitzen aber gar nicht die Größe, für wirkliche Profi-Grower eine Option zu sein. Profis mieten Einfamilienhäuser oder leerstehende Industriekomplexe unter falschem Namen. Selbstversorger-Module im Zeltformat sind mit einer Größe zwischen 0,5 und zwei Quadratmetern für Single-Haushalte oder WGs nur dazu gemacht, ein paar Gramm für den eigenen Bedarf zu ergärtnern, weil man es satt hat, sich im nächsten Stadtpark bescheißen zu lassen. Weil die Drogenfahnder aber selten wirklich Lagerhallen, dafür aber immer mehr kleine Growzelte finden, scheinen die zuständigen Pressestellen uns alle für dumm verkaufen zu wollen wider besseren Wissens zu übertreiben.

UV-Haschisch und anderer Nonsens

Bei den Räuberpistolen aus Beamtenfeder handelt es sich auch nicht um Einzelfälle, hinter den boulevardesken Meldungen scheint System zu stecken. Denn ein Blick in die Statistik verrät, dass 95 Prozent aller ertappten Hanfgärtner Kleinstgrower sind. Die Plantage ist die Ausnahme der Regel, ganz besonders, wenn es um den Anbau in den eigenen vier Wänden geht. Mit 93.000 beschlagnahmten Indoor-Pflanzen in Deutschland im Jahr 2015 liegen die hiesigen, illegalen Hanfgärtner weltweit nur noch hinter den US-Growern und somit vor klassischen Indoor-Gras-Nationen wie Kanada und den Niederlanden oder Spanien. Aber: Nur knapp fünf Prozent der beschlagnahmten Pflanzen stammt von professionellen oder halb-professionellen Operationen, bei weit über 94 Prozent der Beschlagnahmungen wurden unter hundert Pflanzen gefunden. In Städten wie Berlin, Bremen oder Hamburg wird den kleinen Fischen gar keine mediale Beachtung mehr geschenkt und die Polizei erfasst die Tat nur noch als Cannabisbesitz, nicht mehr als Anbau. Wer dort unter 20 Pflanzen anbaut, wird sogar für die Statistik uninteressant oder gar störend. Man hätte in der letzten „Rauschgiftlage“ der Bundesregierung gar nicht mal genug Platz gehabt, die Säule der Kleinstgrower abzudrucken, ohne den Maßstab bis ins Unleserliche zu verkleinern.

Trotzdem müssen sich selbst die statistisch vernachlässigten Mini-Grower vor Gericht verantworten und werden meist härter als für den reinen Besitz einer Geringen Menge Gras oder Hasch bestraft.
Der Unterton bei den von lokalen Medien oft im Wortlaut übernommenen Polizeimeldungen klingt fast immer gleich: Da wird von Wärmelampen gefaselt, mit denen man seine Pflanzen töten würde, weil das Gras darunter verbrenne. Ohne die erwähnten Asservate wie Lüfter, Dünger und Aktivkohlefilter, die von den Ermittlern als „Professionelles Equipment“ bezeichnet werden, könnte selbst der kleinste und unprofessionellste Hobby-Gärtner gar nicht indoors anbauen. Die meisten Heim(lich)gärtner wurden wegen der Geruchsbelästigung enttarnt, was eher auf eine dilettantische als auf eine professionelle Herangehensweise schließen lässt. Denn Profis scheuen den Kauf teurer Aktivkohlefilter und zusätzlicher Geruchsneutralisatoren nicht, im Gegenteil. Profis haben genug Geld und Gründe, hier perfekt vorzubeugen. Hobby-Gärtner sind da oft ein wenig schlampiger, sei es aus Geldmangel, Faulheit oder Naivität. Sie kaufen, weil ein guter Filter für ihr unkommerzielles Vorhaben zu teuer ist, stattdessen oft einen billigen. Diese Entscheidung bereut man nicht bereits, wenn es anfängt zu riechen, sondern erst, wenn es an der Tür klopft.

Die 200-Euro Plantage

Was der Polizei eine „Profi-Anlage“ ist, gibt es schon ab 200 Euro bei Ebay zu kaufen. Growzelte als Profi-Equipment zu bezeichnen, ist wie einer Mutter zu unterstellen, sie betriebe eine Bäckerei, wenn sie einmal die Woche einen Kuchen für die Familie backt.

Im europäischen Vergleich ist die anhaltende Kriminalisierung von kleinen Growern in Deutschland schon fast peinlich. Spanien hat mit seinen Cannabis Social Clubs schon eine legale Option für Selbstversorger, Tschechien und die Niederlande dulden den Anbau von bis zu fünf Pflanzen, in Belgien ist es eine und auch in der Schweiz und in Portugal käme niemand auf die Idee, die Gärtner derart drakonisch abzustrafen, wie es in Deutschland oft noch der Fall ist. Hier kann ein kleiner Indoor-Grow unter schlechten Umständen direkt in den Knast führen, sofern man in Bayern oder Baden-Württemberg wohnt, eine Bewährungsstrafe ist auf jeden Fall sicher. Direkt vor der Ernte droht noch größeres Ungemach, denn zu diesem Zeitpunkt verfügen selbst ein paar Pflanzen über eine Menge THC, bei der der Gesetzgeber keinen Spaß versteht. Ein Besuch bei den selben Pflanzen sechs Wochen zuvor zöge, auch wenn die Tat dieselbe ist, ein geringeres Strafmaß nach sich, da die Hanfdamen zu diesem Zeitpunkt kaum THC enthalten. Auch ein Messer, das zur Pflanzenpflege dient, wird im schlechtesten Falle in der Anklageschrift zur Waffe. Dann geht es um „bewaffneten Drogenhandel“. Ein paar hundert Euro Bargeld werden bei Mini-Growern gerne als „Drogengeld“ beschlagnahmt und bleiben bis zum Beweis des Gegenteils Staatseigentum.

Gebt uns fünf

All das beweist, dass bei der Behandlung von kleinen Selbstversorgern ein rechtliches Ungleichgewicht herrscht. Vor allen Dingen, wenn man sie mit der juristischen Stellung von Konsumierenden vergleicht, die mit einer geringen Menge Cannabis ertappt werden. Je nach Konstellation der jeweiligen Landesregierung spielt man auf Kosten von Kiffern und Growern Bullshit-Bingo, indem man die geringe Menge abwechselnd senkt und erhöht. In Schleswig-Holstein waren es mal 30 Gramm, jetzt sind es nur noch sechs. Auch Nordrhein-Westfalen, Bremen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Hamburg heben oder senken immer dann an, wenn die Regierung wechselt. Doch bislang wagt sich kein Bundesland daran, ein paar Pflanzen zu entkriminalisieren. Bremen hatte eine dahingehende Verordnung im April 2016 angekündigt, sie aber bislang noch nicht umgesetzt.

Trotz der geringen Menge steigt die Zahl der Strafverfahren gegen Konsumierende jährlich weiter an, das juristisch seltsame Konstrukt funktioniert als Entkriminalisierungs-Werkzeug definitiv nicht. Ohne eine einheitliche Regelung, die auch den Anbau von ein paar Pflanzen für den eigenen Bedarf nicht mehr unter Strafe stellt, stehen Selbstversorger vor dem Gesetz weiterhin wie Dealer da. Das muss nicht sein. Es ist legal, 99 Tabakpflanzen für den eigenen Bedarf anzubauen. Wieso hält man es mit dem weniger gesundheitsschädlichen Hanf nicht einfach ähnlich? Dürfte man hier fünf oder sechs Pflänzchen anbauen, wären auch die imaginären Hasch-Plantagen bald ein echtes Ammenmärchen.


Dieser Artikel stammt aus der grow! Ausgabe 2-2017. Wir veröffentlichen hier aus jeder neuen Ausgabe unseres Print-Magazins vier vollständige Artikel – erst als Snippets, acht Wochen später als vollständige Texte, gratis für alle. Falls du diese Ausgabe nachbestellen möchtest, schau doch mal in unseren Shop. Alternativ findest du die Ausgabe auch als ePaper zum bequemen Herunterladen auf deinen Geräten. Wenn dir unsere Artikel und Berichterstattung gefallen und du uns supporten möchtest, denk doch mal über ein Abo nach: Unser Heft erscheint sechs mal im Jahr, du kriegst es früher als der Kiosk, zum Super-Preis – und wir versenden sehr diskret! 😉

Reisebricht: Andalusien, Spanien (Snippet)

Wo die Senioren chillen

Dunkel war es geworden. Dunkel, einsam und leer. Genial ist es gewesen. Göttlich. Magisch. Dann grausam und zerstörerisch. Im Größenwahn abgestürzt in die Hölle des Kokains. Hoch geflogen und noch viel tiefer gefallen und schließlich aufgewacht unterm Sauerstoffzelt der Intensivstation eines Kreiskrankenhauses im Nordschwarzwald.

Soviel in kurzen Worten auf die Frage, wo und warum und was überhaupt mit dem Haag los ist. Details eventuell zu einem späteren Zeitpunkt. Das Wichtigste jedenfalls: Ich lebe … und noch viel wichtiger: Ich habe mich wieder voll und ganz auf das besonnen, weswegen wir uns schließlich seit langer, langer Zeit kennen und was einen selbst aus den tiefsten Abgründen des Cracks wieder ans Licht des Lebens führen kann.

Ich sprang dem Tod jedenfalls gerade nochmal so von der Schippe und wusste, dass ich den Verlockungen Südamerikas erstmals dringend entsagen sollte. Das tut schon weh, wenn man seit über 30 Jahren regelmäßig dort war und sich eigentlich auf das Altwerden in der Sierra Nevada vorbereitet hat. Allerdings muss man erst mal so alt werden…

Weiter geht es in der aktuellen grow! 3-17 auf Seite 18

Konzentrate: Methoden des Cannabis-Konsums im 21. Jahrhundert (Teil 1)

Die Legalisierung von Cannabis in immer mehr Bundesstaaten der USA eröffnet ganz neue Möglichkeiten, was die Herstellung und den Konsum von Cannabisprodukten angeht. Immer mehr amerikanische Hanffreunde legen auf höchste Qualität und Reinheit wert, nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen. Steve Davis hat die traditionellen und modernen Konsummethoden untersucht und die Ergebnisse in diesem zweiteiligen Artikel für euch zusammengefasst.

Los geht’s mit den unterschiedlichen Produkt-Formen, in denen Cannabis konsumiert wird.

Bis etwa zum Jahr 1980 verwendeten Cannabis-Konsumenten eine der folgenden Methoden, um die Effekte von Cannabis – psychoaktiver und medizinischer Art – für sich nutzen zu können:

  • Durch das Verbrennen der getrockneten Blüten und Inhalieren des Rauchs
  • Manuelles Sammeln und Konzentrieren von Cannabisharzkristallen zu „Kief“ und/oder Haschisch.
  • Erhitzen des Cannabis, um es zu aktivieren und daraus Cannabis-„Edibles“ (Lebensmittel) oder „Medibles“ (Nahrungsmittel mit medizinischem Cannabis) herzustellen und zu essen.
  • Herstellung von „Haschisch-Öl“, das verbrannt oder verdampft und inhaliert wird.
  • Einlegen von Cannabis in Alkohol, um dann den Alkohol einzunehmen oder ihn als Tinktur zu verwenden.

Die Verwendung von Cannabis mit einer dieser Methoden bedeutet, dass der Konsument eine große Bandbreite an Substanzen zu sich nimmt, die weder psychoaktiv noch medizinisch wirksam sind.

Wenn Cannabis verbrannt und inhaliert wird, gelangen Teer und andere schädliche Nebenprodukte der Verbrennung in die Atemwege des Konsumenten.

Heute gibt es eine große Vielfalt von Cannabis-Konzentrat-Produkten, und ihre Zahl steigt ständig.Die besten Cannabiskonzentrate enthalten ausschließlich Cannabinoide und/oder Terpenoide. Die Methoden des 21. Jahrhundert sind bereits so ausgeklügelt, dass es möglich ist, Konzentrate herzustellen, die zum Beispiel nur ein Cannabinoid wie THC oder nur die Terpenoide enthalten.

Das wachsende Angebot an Konzentraten wurde zum Teil dadurch möglich, dass modernisierte Anbaumethoden und -techniken den Ertrag an Cannabis deutlich gesteigert haben und Grower nun größere Mengen zur Verfügung hatten, die sie auch in konzentrierter Form lagern und nutzen wollten. Um das Jahr 2000 herum haben die besten Indoorgärten in Nordamerika und Europa rund ein Kilo Ertrag pro 1000 Watt Lichtleistung erzielt. Diese hohen Ernten führten zu einem „Überschuss“ an ganzen Blüten. Zur selben Zeit verbreitete sich unter Chemikern und Hinterhof-Tüftlern die Erkenntnis, dass sich THC und andere Cannabinoide und Terpenoide extrahieren lassen, wenn Cannabis mit Butan, CO2, Alkohol und/oder anderen Lösungsmitteln behandelt wird. Dies eröffnete eine ganz neue Welt des Cannabis-Konsums in US-Bundesstaaten mit legalem Cannabis.

Old-School-Haschisch und Kief

Eine der einfachsten Methoden zur Verarbeitung von Cannabis ist es, die getrockneten und manikürten ganzen Blüten per Hand zu schütteln und zu rütteln, bis die Harzkristalle abfallen.

Schon vor Jahrzehnten wurde das Blütenmaterial auf Netze und Siebe gelegt und geschlagen oder geschüttelt, darunter lag ein Stück Stoff auf dem Boden. Die Harzkristalle (aber auch andere Pflanzenteile) fielen durch die Löcher des Siebes und wurden als eine pulverige Masse gesammelt, die als Haschisch oder Kief bezeichnet wird.

Eine andere, viel ältere Methode wird als „Finger-Hasch“ (oder modern Scheren-Hasch) bezeichnet. Ursprünglich wurden mit den Händen die reifen weiblichen Blüten wild wachsender Cannabispflanzen abgerieben, bis sich eine klebrige und dunkle Masse an Fingern und Handflächen befand. Ein ähnliches Produkt stellen heutige Grower her, wenn sie ihre potenten Blüten mit Scheren und Fingern maniküren und nach der Ernte das klebrige Harz von Schere und Fingern kratzen. Das kann so dick und klebrig wie Kaugummi sein und wird zu Haschisch zusammengeknetet.

Haschisch aus Marokko und Indien war jahrelang der wichtigste Artikel in niederländischen Coffeeshops und auf dem Schwarzmarkt in ganz Europa. Jedoch kann besonders im marokkanischen Haschisch ein hoher Anteil an unbeabsichtigten und vorsätzlichen Verunreinigungen enthalten sein. Hergestellt aus kleinen, niedrigen und widerstandsfähigen Cannabispflanzen in den unwirtlichen Bergen des Rif-Gebirges und über riskante und illegale Kanäle nach Europa und über nationale Grenzen transportiert, ist der „Maroc“ relativ günstig und nicht besonders potent und wirkungsstark.

Und noch schlimmer, einige Haschisch-Produzenten fügen pulverisiertes Gummi, Backpulver oder andere potentiell gefährliche Streckmittel bei, bevor das Haschisch zu den typischen Platten gepresst und nach Europa verschifft wird.

Ein anderer Typ von Old-School-Haschisch, der oft in Coffeeshops zu finden war, ist importiertes Haschisch aus Indien. Einige dieser Haschischsorten können im Vergleich zu Maroc von relativ hoher Qualität und Potenz sein. In Indien gibt es eine Jahrhunderte alte ayurvedisch-medizinische Tradition, in der Cannabis oral in Getränken wie „Bhang“ eingenommen, manchmal aber auch verbrannt und inhaliert wird.

In speziellen Regionen Indiens wie Manali werden im Freiland wachsende Cannabispflanzen zu dunkel-farbigem, klebrigem Haschisch verarbeitet. Solches Haschisch wird in holländischen Coffeeshops unter dem Namen „Manali Creme“ angeboten, sogenannt aufgrund seiner cremigen Beschaffenheit. Ein anderer Typ von indische, Haschisch wird „Indian Temple Balls“ genannt. Diese „Balls‟ sehen aus wie kleine Bowlingkugeln. In einigen Fällen, wenn das indische Haschisch sorgfältig hergestellt, transportiert und gelagert wurde, lassen sich im Inneren der Kugeln verflüssigte Cannabisharze finden.

Haschisch aus dem Mittleren Osten war ein wichtiger Faktor auf dem internationalen Haschisch-Markt. Doch in den letzten 30 Jahren haben Krieg und Tumult im Mittleren Osten dazu geführt, das Haschisch aus dem Libanon und Afghanistan kaum noch verfügbar ist. Dabei waren gerade diese beiden Länder traditionelle Produzenten von qualitativ hochwertigen Old-School-Haschisch-Sorten.

Heute kommt das klassische Old-School-Haschisch so manchem als „minderwertig“ vor, enthält es doch Cannabinoid-Anteile von selten mehr als 30 bis 45 Prozent. Dagegen können moderne Cannabiskonzentrate Cannabinoid-Anteile von 95 Prozent erreichen. In Europa und Amerika werden große Mengen an hochwertigem Old-School-Haschisch mit Geräten wie dem Pollinator hergestellt.

Entwickelt in Amsterdam von der Cannabis-Pionierin und Aktivistin Mila Jansen, besteht der Pollinator im Wesentlichen aus einer Siebtrommel, die sich in einer Box befindet. Die Siebtrommel wird mit getrockneten und manikürten Blüten gefüllt und eingeschaltet, so dass die Trommel rotiert. Durch die Rotation werden die Blüten in Bewegung versetzt und der sogenannte „Pollen“ (was eigentlich Harzkristalle sind) fällt durch das feine Sieb und wird auf dem Boden der Box gesammelt. Zusammengekratzt und gepresst wird es manchmal auch „Pollen-Haschisch“ (Pollum) genannt.

Dry Sift und Bubblehash

Mila entwickelte eine weitere Methode zur Extraktion der Harzkristalle von Cannabis-Blüten und Blättern. Sie beinhaltet die Verwendung eines Sets von hochbelastbaren Beuteln, in deren Böden sich Siebe mit jeweils unterschiedlichen Maschengrößen befinden. Die Öffnungen in den Sieben sind gerade groß genug, dass reife und unreife Harzkristalle durchgelassen oder zurückgehalten werden.

Die Beutel werden ineinander in einen Eimer gesteckt und abwechselnd mit Eis, Eis-Wasser und Cannabis gefüllt. Das Ganze wird dann für 20 Minuten ordentlich gerührt. Nach und nach sorgen die kalte Temperatur und die Bewegung dafür, dass die Kristalle abfallen. Wenn die Beutel anschließend aus dem Eimer gehoben werden, sorgt die Gravitation dafür, dass das Wasser durch die Siebe herausläuft, während die Harzkristalle, je nach Maschengröße des Siebes im jeweiligen Beutel, nicht hindurchpassen und dort zurückbleiben.

Die Beutelsets werden als „Bubblebag-Sets“ oder „Eiswasser-Hasch-Sets“ bezeichnet. Der Begriff „Bubblehash“ wird gebraucht, weil besonders reines Bubblehash unter Einwirkung einer Flamme anfängt, Blasen (Bubbles) zu werfen und zu sieden, bevor es wegschmilzt und verdampft.

Dieser Typ von Haschisch ist aufgrund des säubernden Effekts durch das Wasser wesentlich reiner als old school gesiebtes Haschisch. Ein Durchgang mit ganzen Blüten durch mehrere Bubblebags kann drei bis sieben unterschiedliche Kollektionen von Harzkristallen ergeben. Das beste Bubblehash wird meistens aus den Köpfen der Harzkristalle (Trichome) ohne die Stängel hergestellt und kann THC-Konzentrationen von 50 bis 65 Prozent aufweisen. Das macht es zu einem sehr mächtigen Cannabis-Konzentrat.

Ein Kanadier namens Bubbleman hat sich sehr für die Popularität und die Herstellung von Bubblehash eingesetzt. Er verkauft mittlerweile einen automatisierten Apparat, der Bubblehash produziert.

Die Bubblehash Methode ist beliebt, denn damit lassen sich Staub, Mehltausporen, Hinterlassenschaften von Insekten und andere Verunreinigungen entfernen, die sich womöglich auf dem Blütenmaterial befunden haben.

Eine Methode, die der Bubblehash-Methode ähnelt – nur ohne das Eiswasser – wird „Dry Sifting“ (trockene Siebung) und das dabei entstehende Produkt „Dry Sift“ genannt. Bei dieser Methode werden manikürte und getrocknete Cannabisblüten in einen Tiefkühler gepackt und für mehrere Tage durchgefroren, bis sie absolut spröde und zerbrechlich sind. Dann werden sie herausgenommen und in eine Box mit Sieb im Boden gegeben, die rundherum abgedeckt ist. Die Box wird heftig geschüttelt, so dass die Harzkristalle abbrechen, durch das Sieb fallen und sich auf einer darunterliegenden Glasplatte sammeln. Mit einem sterilen Spachtel oder ähnlichem werden die Kristalle zusammengekratzt und im Gefrierfach gelagert.

Dry Sift kann ähnlich potent wie Bubblehash und in einigen Fällen auch genauso rein sein. In der Regel ist es aber etwas weniger potent und rein als Bubblehash. Der Vorteil von Dry Sift ist, dass es nicht so anfällig für Schimmel ist, wie etwa das Bubblehash (weil es nicht im Wasser produziert und deshalb weniger feucht ist), und dass es mehr Geschmacks- und Aromastoffe als Bubblehash enthält.

Butan- und Propan-Cannabiskonzentrat-Herstellung

Der Einsatz von industriellen Lösungsmitteln wie Butan und Propan, um Cannabinoide, Terpenoide, Wachse und Chlorophyll vom Pflanzenmaterial zu trennen, ist kompliziert und kontrovers.

Den Prozess, bei dem Butan und/oder Propan zur Herstellung von Cannabiskonzentraten eingesetzt wird, bezeichnet man als „Blasting“ (Sprengen). Eine etwas ironische Bezeichnung, denn sogenannte „Blasters“, die in geschlossenen Räumen mit diesen leichtentzündlichen Substanzen hantieren, führen immer wieder zu Explosionen, Feuer, Verletzungen und sogar Todesfällen.

Hier ist eine sehr kurze Beschreibung, wie nicht-kommerzielle Produzenten mit Butan und/oder Propan Cannabis in Konzentrate verwandeln, die als „Butan Honey Oil“ oder „BHO“ bezeichnet werden.

  • Man besorgt sich mehrere Behälter (z.B. Dosen) von hochreinem Butan oder Propan.
  • Es wird getrocknetes und gesäubertes oder frisches tiefgefrorenes Cannabis in spezielle Glaskolben gefüllt.
  • Auf einer Seite wird der Glaskolben mit mehren Kaffeefiltern verschlossen und diese mit Gummibändern oder Klebestreifen gesichert.
  • Auf dem anderen Ende des Glaskolbens wird der Behälter mit dem Butan aufgesetzt und das flüssige Lösungsmittel durch den Glaskolben und das Cannabis geschickt.
  • Am anderen Ende fließt eine goldfarbene Flüssigkeit aus den Kaffeefiltern, in der sich die psychoaktiven, medizinischen und Aromastoffe des Cannabis gelöst haben.
  • Diese Lösung wird vorsichtig bei geringer Temperatur erwärmt, um das Lösungsmittel verdampfen zu lassen.
  • Anschließend kommt sie noch für einige Stunden in eine Vakuumkammer, um die letzten Reste des Lösungsmittels zu entfernen.

Wie gesagt, dies ist eine sehr knappe Beschreibung, die ohne viel Technik auskommt. Kommerzielle Hersteller von Cannabiskonzentraten setzen weitaus teureres und komplexeres Equipment und kompliziertere Herstellungsprozesse ein und können so noch reinere und wirkstoffreichere Konzentrate produzieren.

Es gibt eine Reihe von unterschiedlichen BHO-Typen, die durch diesen Prozess hergestellt werden können. Welcher Typ von BHO entsteht, hängt von verschiedenen Variablen ab. Zu diesen gehört:

  • Wenn frisches, ausgetrocknetes und unmanikürtes Cannabis verwendet wird, entsteht durch den oben beschriebenen Prozess ein Produkt namens „Live Resigns“ (lebendiges Harz). Es enthält viel mehr Geschmacks- und Aromastoffe und auch andere Komponenten als andere Typen von BHO.
  • Einige Variationen von BHO beruhen auf dem verwendeten Ausgangsmaterial, z.B. also auf hochwertigen Premiumblüten oder einfachen „Trim‟. Als Trim bezeichnet man die Schnittreste, die beim Maniküren der Blüten entstehen. Auch sie enthalten Cannabinoide, allerdings in geringerer Konzentration und anderer Zusammensetzung als sie auf den Blüten der selben Pflanze zu finden sind.
  • Unterschiede in der Herstellung führen zu zwei Hauptkategorien von BHO: Shatter oder Wax. Shatter ist ein Konzentrat mit harter Struktur, das manchmal auch transparent ist. Es hat eine ähnliche Konsistenz wie hartes Karamell. Wax hingegen ist ein weiches Konzentrat, das manche auch als „Budder“ bezeichnen.
  • Cannabis-Material, dass vor dem eigentlichen Prozess mit Wärme behandelt wurde, erzeugt eine andere Konzentrat-Struktur.
  • Eine genaue Temperaturkontrolle in allen Stadien des Prozesses ist sehr wichtig, denn die Temperatur hat einen großen Einfluss auf Potenz, Beschaffenheit, Farbe und Form des Endproduktes.
  • Terpenoide, wertvolle Substanzen, die von der Cannabispflanze produziert werden, haben einen medizinischen Effekt und können die Wirkung von Cannabinoiden wie THC verändern. Sie sind selbst eine Art Lösungsmittel. Ihre Anwesenheit in Shatter kann dazu führen, dass es sich in Wax verwandelt.
  • Einige Produzenten von BHOs verwenden Ethanol oder andere Substanzen, um ihr Butan-Cannabis-Konzentrat „winterfest“ zu machen, so dass sie noch reiner und ohne irgendwelche Spuren von Lösungsmitteln sind.
  • Die Lagerung von Shatter und Wax hat einen großen Effekt auf die Potenz und chemische Struktur des Konzentrats. Viele dieser Konzentrate bestehen aus relativ instabilen Kristallen. Unsachgemäße Lagerung und/oder falsches Handling können zu einem rapiden Qualitätsverlust führen.
E-Zigarettenöle

Hersteller von Cannabisprodukten kombinieren Propylenglycol und/oder pflanzliches Glycerin mit Cannabisblüten oder Cannabiskonzentraten, um Öle zu produzieren, die sich in E-Zigaretten verwenden lassen.

Die Herstellung von E-Zigarettenöl ist viel einfacher als die Herstellung von Butan-Konzentraten – und viel ungefährlicher. Bei diesem Prozess wird Cannabis oder Cannabiskonzentrat für etwa eine Stunde in einem Ofen bei 69 °C erhitzt. Dann wird es in das Glycol und/oder Glycerin gegeben, diese Mixtur wird dann für weitere drei Stunden bei 60 °C erhitzt. Anschließend werden die Pflanzenteile abgesiebt und das Öl wird in Behälter abgefüllt, die sich in E-Zigaretten verwenden lassen. Das Öl kann auch sublingual (unter der Zunge) oder über die Schleimhäute eingenommen werden.

Eine Nebenbranche der Zigarettenöl-Industrie mit wachsenden Gewinnen befasst sich mit der Herstellung von natürlichen Aromen, die in das Öl gegeben werden. Das Öl riecht nicht nach Cannabis, wenn es in E-Zigaretten verdampft wird, und die Zugabe von natürlichen Aromen stellt eine zusätzliche Tarnung sicher.

Ich war in großen Flughäfen, Sportstadien und Konzertsälen, selbst in amerikanischen Staaten, wo Cannabis nicht legal ist, und mir fiel auf, dass viele Leute um mich herum Cannabisöl in E-Zigaretten konsumierten, ohne dass etwas davon zu riechen war.

Cannabis und Alkohol

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Alkohol als Lösungsmittel zur Extraktion der Cannabinoide und anderen Inhaltsstoffe des Cannabis einzusetzen. Die einfachste Methode ist, ganze, decarboxylierte Cannabis-Blüten in einen Glasbehälter zu geben und sie mit Wodka, Gin, Rum oder einem anderen hochprozentigen und möglichst reinen Alkohol zu bedecken. Die Mixtur wird bei Raumtemperatur gelagert und alle paar Tage geschüttelt.

Nach einem Monat wird das Pflanzenmaterial abgesiebt. Im Alkohol sind jetzt Cannabinoide, Terpenoide und Chlorophyll gelöst. Das Chlorophyll gibt dem Ganzen einen starken, für viele Leute unangenehmen Beigeschmack und sorgt für die dunkelgrüne Farbe.

Um das Chlorophyll zu entfernen, wird das Marijuana zuvor mit einer Methode namens „Water Cure“ behandelt. Dazu werden die Blüten für zwei bis drei Tage in destilliertes oder Umkehrosmose-Wasser gelegt, wobei das Wasser täglich erneuert wird.

Danach werden die Blüten auf einem Handtuch zum Trocknen in einen Raum mit niedriger Luftfeuchtigkeit gestellt, wo sie für zwei bis drei Tage bleiben. Nun werden sie decarboxyliert, um die Cannabinoide zu aktivieren. Das geschieht durch Erhitzen des Cannabis-Materials in einem Präzisionsofen für 30 Minuten bei 122 °C. Das nun decarboxylierte Cannabis wird für einen Monat in Alkohol eingelegt und anschließend das Pflanzenmaterial entfernt. Die Alkohol-Mixtur wird zum Mixen von Drinks verwendet oder pur als „Shot“, sie lässt sich aber auch als sublinguale Tinktur einsetzen.

Quick-Wash-Ethanol-Cannabis-Konzentrat-Extraktion (QWET)

Eine andere, sehr komplexe und wissenschaftliche Herstellungsmethode von Konzentraten nennt sich „Quick Wash Ethanol“, oder kurz QWET.

Bei dieser Prozedur werden zuerst die Cannabis-Blüten in Wasser gewaschen und dann getrocknet, um das Chlorophyll und andere Verunreinigungen zu entfernen. Der Trocknungsprozess schließt auch eine Decarboxylierung ein (diese beiden Vorgänge habe ich im vorigen Abschnitt beschrieben). Dann wird das entkarbonisierte Cannabis in einen Glasbehälter gefüllt und in eine Gefriertruhe gestellt. Reiner Alkohol (95 %) wird ebenfalls in einen Behälter gegeben und in die Gefriertruhe gestellt (keine Angst, er wird nicht zu Eis gefrieren).

Nach einigen Stunden wird der abgekühlte Alkohol in das Glas mit dem Cannabis umgeschüttet, so dass er die Pflanzenteile komplett bedeckt. Das Glas wird verschlossen und für einige Minuten geschüttelt, bevor es zurück in die Gefriertruhe kommt. Nach fünf Minuten kommt es wieder raus und das Pflanzenmaterial wird entfernt. Die übrigbleibende Alkohol-Cannabis-Mischung wird über einem thermisch kontrollierten Wasserbad bei 115 °C für mindestens eine Stunde erhitzt, damit der Alkohol verdampfen kann. Ist er verschwunden, bleibt QWET-Öl zurück, dass Cannabinoide und Terpenoide enthält.

Wie bei der Herstellung von BHO-Produkten wie Shatter, kann es sein, dass das zurückbleibende Öl mit einem Spachtel aus dem Behälter gekratzt werden muss.

Das Cannabis-Konzentrat, das sich durch die QWET-Methode herstellen lässt, ist nicht ganz so potent wie die besten BHO-Konzentrate, aber deutlich potenter als Old-School-Haschisch und das mit Eiswasser ausgewaschene Bubblehash.

Supercritical-CO2-Extraktion (SCE) – Das Reinste der Reinen

Die „Supercritical-CO2-Extraktion“ ist eine Methode, die sich am besten für professionelle Chemiker und Labortechniker eignet. Wenn sie sorgfältig durchgeführt wird, lässt sich mit ihr die größte Vielfalt an unterschiedlichen Formen und Zusammensetzungen von Cannabinoiden, Wachsen und Terpenoiden extrahieren. Zudem bietet sie die reinsten Extrakte, ohne jede Spur von Lösungsmitteln. Das ist ein wichtiger Aspekt, denn die meisten Cannabiskonzentrate, die mit Hilfe von Butan, Propan, Hexan oder auch Alkohol hergestellt werden, enthalten immer noch Spuren vom verwendeten Lösungsmittel. Lösungsmittel zu sich zu nehmen bedeutet zumindest eine unangenehme Erfahrung, denn der Konsument kann sie riechen und schmecken, und sie riechen und schmecken nicht gerade gut. Aber es kann auch schlimmer kommen, denn die Einnahme von Lösungsmitteln kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.

Bei der SCE-Methode wird flüssiges Kohlendioxid (CO2) als Lösungsmittel eingesetzt. Da das CO2 am Ende des Prozess verdampft und aus dem SCE-Cannabiskonzentrat entfernt wird, sind sorgfältig produzierte SCE-Konzentrate die reinsten und saubersten von allen Konzentraten.

Beim SCE wird Hightech-Gerät eingesetzt, um bei extrem niedrigen Temperaturen das gasförmige CO2 zu verflüssigen. Das flüssige CO2 wird dann unter Hochdruck durch das Cannabis-Material gepresst. Dabei werden alle Cannabinoide, Terpenoide und Wachse vom CO2 gelöst. Anschließend wird das CO2 entkomprimiert, d.h. der Druck wird gesenkt und das Konzentrat erwärmt, um sämtliches CO2 in die Atmosphäre verdampfen zu lassen.

SCE ist die genaueste und vielseitigste Methode zur Herstellung von Cannabiskonzentraten. Durch Veränderungen in Faktoren wie Druck, Temperatur, Ausgangsmaterial, Zeit, Verhältnis von Cannabismenge zu CO2, und anderen Variablen, lassen sich auch Cannabinoide wie THCA und Terpenoide gewinnen, die durch andere Methoden der Konzentrat-Herstellung ungenutzt blieben. Diese Variationen können auch eingesetzt werden, um Konzentrate in unterschiedlicher Textur und Beschaffenheit zu erhalten, wie etwa Shatters, Budders, Waxe und Öle.

SCE-Konzentrate sind absolut frei von Verunreinigungen, wie Staub, Schimmel, Mehltau, Schädlingen und ähnlichem, die sich auf Cannabis-Blüten befinden können. Die kommerzielle Herstellung von SCE-Cannabiskonzentraten benötigt teures Equipment. Die Grundausstattung eines Labors zur SCE-Cannabis-Extraktion kostet rund 25.000 Euro. Doch es gibt eine Methode, die es auch Amateuren erlaubt, CO2 einzusetzen, um ein CO2-Cannabiskonzentrat herzustellen, das Bubblehash, Dry Sift und Kief ähnelt. Dazu werden „Bubblebags“ verwendet, stabile und hochbelastbare Beutel mit Maschensieben unterschiedlicher Porengröße im Boden. Die Maschen in den Sieben können 25, 73, 160 und 220 Mikrons groß sein. Das Cannabis wird gut zerkleinert und in einen Eimer gegeben. Auf das Cannabis kommt zerstoßenes Trockeneis (gefrorenes CO2). Das Verhältnis von Trockeneis zu Cannabis liegt bei 135 Gramm Cannabis auf ein Kilogramm Trockeneis. Das Ganze wird mit einem stabilen Rührstab gut vermischt und durchgerührt. Dann wird der Bubblebag mit der kleinsten Porengröße über den Eimer gestülpt, so dass das Sieb oben ist. Der Eimer wird herumgedreht und geschüttelt, so ähnlich wie die Produzenten von Old-School-Haschisch die Cannabispflanzen auf einem Sieb schlagen und schütteln, damit die Harzkristalle durch das Sieb auf einer darunter befindlichen Glasplatte oder einem Spiegel landen. Das feine Pulver wird mit einem sauberen Spachtel oder einer sauberen Plastikkarte zusammengekratzt, in ein Glas gefüllt und im Kühlschrank oder Gefrierfach gelagert.

Die selbe Prozedur wird mit jedem Bubblebag und seiner jeweils anderen Maschengröße im Sieb wiederholt. So lassen sich unterschiedliche Typen von Harzkristallen (von klein bis groß) getrennt gewinnen, und jeder von ihnen enthält eine eigene Zusammensetzung an Cannabinoiden, die wiederum unterschiedliche medizinische und psychoaktive Effekte haben.

Das Endprodukt ist zwar nicht so potent wie BHO oder kommerziell hergestellte SCE-Extrakte, es ist aber dennoch recht stark und viel geschmackvoller, als die meisten Cannabis-Produkte aus Lösungsmitteln. Und wie bei der kommerziellen SCE Methode, führt der Einsatz des Trockeneises zu einer „Sterilisation“ des Cannabis und entfernt Schimmel, Mehltausporen, Schädlingsreste, deren Ausscheidungen und andere Verunreinigungen.

Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass viele Methoden zur Herstellung von Cannabiskonzentraten recht komplex sind und viel spezielles Fachwissen erfordern. Deshalb soll dieser Text nicht als Anleitung missverstanden werden, denn so manches wichtige Detail musste unerwähnt bleiben, um den Rahmen dieses Artikels nicht zu sprengen. Vielmehr soll diese Abhandlung einen Überblick verschaffen, welche Konzentrate es gibt und was dahinter steckt.

In US-amerikanischen Staaten wie Kalifornien, Washington, Colorado und Oregon, in denen Cannabis legal ist, hat sich die Produktion von Cannabiskonzentraten zu einem Milliarden-Geschäft entwickelt, denn immer mehr Amerikaner ziehen das Konzentrat der natürlichen Blüte vor. Der Konsum von Cannabiskonzentraten wie Budders, Waxes und Shatters wird „Dabbing“ genannt, und es ist in den letzten fünf Jahren bereits eine große „Dabs-Branche“ entstanden.

Ein winziges Stück Dab-Cannabiskonzentrat von der Größe einer kleinen Erbse kann mehr THC enthalten als mehrere Gramm des besten natürlichen Cannabis. Dabben kann intensive psychoaktive Effekte herbeiführen und sowohl für den Körper wie auch für den Geist gefährlich werden!

In der nächsten Ausgabe des grow!-Magazins werde ich mich damit beschäftigen, wie das Dabben die Art und Weise verändert, in der Leute mit Cannabis interagieren, und ich werde aufzeigen, welche Gefahren der Konsum von Cannabiskonzentraten birgt, die weitaus stärker als eine natürliche Cannabisblüte sind.

Steve Davis


Dieser Artikel stammt aus der grow! Ausgabe 2-2017. Wir veröffentlichen hier aus jeder neuen Ausgabe unseres Print-Magazins vier vollständige Artikel – erst als Snippets, acht Wochen später als vollständige Texte, gratis für alle. Falls du diese Ausgabe nachbestellen möchtest, schau doch mal in unseren Shop. Alternativ findest du die Ausgabe auch als ePaper zum bequemen Herunterladen auf deinen Geräten. Wenn dir unsere Artikel und Berichterstattung gefallen und du uns supporten möchtest, denk doch mal über ein Abo nach: Unser Heft erscheint sechs mal im Jahr, du kriegst es früher als der Kiosk, zum Super-Preis – und wir versenden sehr diskret! 😉

Die In Vitro-Methode

Pro und Kontra einer modernen Form der Pflanzenvermehrung

Die Vermehrung von Pflanzen kann im Wesentlichen auf drei Weisen erfolgen: durch die Produktion und Aussaat von Samen, das Schneiden von Stecklingen von Mutterpflanzen und durch die In-Vitro-Vermehrung. Die Bezeichnung „In Vitro“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet nichts weiter als „im Glas“. Die Pflanzen wachsen in speziellen Reagenzgläsern und werden in diesen auch vermehrt. Die Firma Flowery Field aus Wien gehört seit vielen Jahren zu den namhaften Unternehmen, wenn es um die Herstellung von Zierhanf-Stecklingen geht. Seit drei Jahren ist sie auch auf dem Gebiet der In-Vitro-Vermehrung aktiv. Alex Kristen hat uns einen Blick in die Laborräume seiner Firma gewährt und uns von seinen Erfahrungen berichtet.

grow! Hallo, Alex, was hat dich dazu motiviert, in die In-Vitro-Vermehrung einzusteigen? Reichen die Mutterpflanzen für die Produktion von Stecklingen nicht mehr aus?

Alex: Im Wesentlichen haben wir mit der In-Vitro-Vermehrung begonnen, um Produktionskosten zu sparen. Für die normale Stecklingsvermehrung über Mutterpflanzen braucht es immer mehr Platz, Energie, Angestellte usw., und wir kamen an einen Punkt, wo wir nach Möglichkeiten gesucht haben, das auch anders zu machen, ohne die hohe Belastung durch monatliche Fixkosten. Und da ist die In-Vitro-Vermehrung genau das Richtige.

grow! Das funktioniert nach drei Jahren immer noch so, wie du es dir anfangs vorgestellt hast?

Alex: Ja, das funktioniert gut. Wir mussten natürlich auch erst unsere Erfahrungen machen, aber jetzt haben wir das gut im Griff. Hinzu kommt, dass es möglich ist, durch die In-Vitro-Vermehrung Pflanzen von Viren zu befreien. Viele der heutigen Sorten tragen ein Virus in sich, das sich über deren Samen und Stecklinge immer weiter verbreitet. Auch Schädlinge können das Virus von einer auf die andere Pflanze übertragen. Das Virus wird vor allem dann zum Problem, wenn die Pflanzen als Mütter verwendet werden sollen. Der Stress des Stecklingsschneidens kann die Pflanze schwächen und die Viruserkrankung zum Ausbruch bringen.

grow! Wenn die Pflanzen direkt blühen ist der Virusbefall weniger ein Problem?

Alex: Genau, bei blühenden Pflanzen wird das Virus nicht mehr aktiv. Dem „normalen“ Grower fällt der Virusbefall oft gar nicht auf, vielleicht wundert er sich über missgebildete Blätter, aber solange Ertrag und Qualität der Blüten stimmen, ist alles okay …

grow! Wie genau funktioniert die In-Vitro-Vermehrung? Worauf kommt es an?

Alex: Die In-Vitro-Vermehrung bedeutet im Wesentlichen, dass die Pflanzen im Reagenzglas wachsen und vermehrt werden. Dazu werden den Pflanzen ihre Meristeme (Vegetationspunkte) entnommen, das sind embryonale Stammzellen, die zu allen möglichen Zellen werden können. Die Meristeme befinden sich in den Triebansätzen und sind kleiner als ein Stecknadelkopf. Jeweils drei Meristeme werden in ein Reagenzglas eingesetzt, in dem sich ein Agarsubstrat befindet, dem bestimmte Nährstoffe und Hormone zugefügt wurden. Über diese Zusatzstoffe lässt sich die Wachstumsgeschwindigkeit und das Wurzelwachstum steuern.

Wichtig bei der Prozedur sind drei Dinge: Reinlichkeit, Sauberkeit und Hygiene. Wir arbeiten unter Laborbedingungen an sterilen Labortischen. Vor dem Öffnen des Reagenzglases und dem Zerschneiden der Pflanzen muss der Mitarbeiter seine Arme und Hände mit Alkohol desinfizieren. Die Pflanzen und die Reagenzgläser müssen jederzeit steril sein.

grow! Ohne diese Vorsichtsmaßnahmen würde nur Schimmel wachsen?

Alex: Genau, das Glas wäre verunreinigt und unbrauchbar. Nach dem Einsetzen der Meristeme wird das Glas verschlossen und kommt mit vielen Tausend anderen in den Wachstumsraum. Sie brauchen vergleichsweise wenig Platz und Licht. In unserem Raum stehen auf wenigen Quadratmetern rund 15.000 Pflanzen. Mit Müttern und Stecklingen wäre dafür eine große Halle mit vielen Lampen notwendig, und die Mütter müssten ständig betreut und versorgt werden. Und dann kann es immer noch passieren, dass durch Schädlingsbefall oder technische Probleme Produktionsausfälle und Einnahmeverluste entstehen.

Das Schneiden der Meristeme

Die In-Vitro-Pflanzen müssen nicht gegossen oder gedüngt werden. Je nach Sorte bleiben sie etwa sechs Wochen im Glas, bevor die Nährstoffe im Agar aufgebraucht sind und sie herausgenommen werden. Dann werden sie entweder wieder zerteilt und wachsen in neuen Gläsern weiter – das lässt sich beliebig oft wiederholen – oder sie werden schließlich aus dem Glas entfernt und zum Durchwurzeln in Steinwollwürfel gesetzt.

grow! Eignen sich alle Hanfsorten gleichermaßen für die In-Vitro-Vermehrung?

Alex: Mit einigen funktioniert es besser, mit anderen schlechter. Alle Sorten lassen sich ins Glas bringen, und wenn sie sich nach zwei bis drei Generationen daran gewöhnt haben, wachsen auch alle gut. Allerdings unterscheiden sie sich in ihrem Multiplikationsfaktor, d.h. in der Zahl ihrer Triebe/Meristeme und damit in der Zahl der neuen Pflanzen, die sich aus einer Pflanze schneiden lassen.

grow! Wie ist das im Vergleich zu einer Stecklingsproduktion mit Mutterpflanzen, was braucht länger und was ist aufwendiger?

Alex: Die In-Vitro-Vermehrung braucht mehr Zeit und es müssen mehr Pflanzen vorgehalten werden, dennoch sind die Unterhaltungskosten um ein Vielfaches niedriger. Die Investitionskosten für eine professionelle Stecklingsproduktion mit Mutterpflanzen liegen auf einem ähnlichen Niveau wie die Kosten für die Ausstattung eines Labors mit gebrauchter Laboreinrichtung. Es ist zwar relativ aufwendig, die Meristeme freizuschneiden, aber das kann jeder lernen, der genug Geduld und Fingerspitzengefühl mitbringt. Und danach brauchen die Pflänzchen keine weitere Pflege, sie wachsen abgeschottet in ihrem sterilen Gläschen und sind so geschützt vor Schädlingen und Krankheitserregern.

grow! Unterscheiden sich die In-Vitro-Pflanzen von den normalen Stecklingspflanzen später im Wuchs oder ihrer Erscheinung?

Alex: Ja, die In-Vitro-Pflanzen verhalten sich wie Sämlinge, nicht wie Stecklinge. Sie sind vitaler und haben einen buschigen Wuchs mit vielen gleichgroßen Trieben, anders als ein Steckling, der unbeschnitten einen Haupttrieb ausbildet. Sie bleiben kleiner als Stecklingspflanzen und gehen mehr in die Breite als in die Höhe. In-Vitro-Pflanzen sind genetisch betrachtet jünger als Stecklinge, denn sie entstammen dem Meristem. Das Meristem ist der jüngste Teil einer Pflanze. Und Pflanzen, die daraus gezogen werden, haben ebenfalls das gleiche junge genetische Alter. Das Meristem ist zudem weit weniger von Viren befallen als jeder andere Teil einer Pflanze. Über die wiederholte In-Vitro-Vermehrung des Meristems lässt sich der Virus herauskreuzen und eine Sorte vom Virenbefall befreien.

grow! Und In-Vitro-Pflanzen haben doch auch den gleichen großen Vorteil wie Stecklinge, dass nämlich alle Pflanzen einer Sorte genetisch identisch sind und damit gleiche und vorhersehbare Eigenschaften aufweisen, stimmt‛s?

Alex: Ganz genau, in dem Punkt unterscheiden sie sich nicht von Stecklingen.

grow! Wie siehst du die Zukunft der In-Vitro-Vermehrung im Cannabis-Sektor? Wird das eher die Ausnahme bleiben oder mehr werden?

Alex: Das wird mehr werden. Wir denken schon darüber nach, komplett auf In Vitro umzustellen. Aktuell haben wir sechs Hallen nur für die Mutterpflanzen im Betrieb. Die bräuchte es dann nicht mehr. Und jeden Tag gießen muss man auch nicht. Zudem bietet das In-Vitro-Verfahren ein höheres Maß an Sicherheit. Die kleinen Gläschen lassen sich einfacher verstauen und aufbewahren als Mutterpflanzen. So lässt sich vergleichsweise simpel und sicher eine genetische Datenbank anlegen. Auch was den Anbau von medizinischem Cannabis betrifft, bietet die In-Vitro-Methode die besten Möglichkeiten. Wenn die Pflanzen aus ihrer sterilen Glasbehausung direkt in einen Reinluft-Growraum gesetzt werden, sind Schädlinge und Krankheiten kein Thema mehr. Das macht sämtliche Pestizide und Herbizide überflüssig und unnötig, was für die medizinische Verwendung von Cannabis eine Voraussetzung ist. Und damit ist auch die Trocknung nicht mehr so ein Problem. Die niederländische Firma Bedrocan verwendet derzeit Gammastrahlung zur Sterilisation der getrockneten Grasblüten. Das könnten sie einsparen, wenn die Pflanzen aus In-Vitro-Produktion stammen und unter sterilen Bedingungen angebaut würden.

grow! In Deutschland ist der Anbau von Medizinalhanf gerade auch ein großes Thema. Womöglich kommt da der eine oder andere neue Produzent bei dir vorbei, um sich beraten zu lassen?

Alex: Da laufen bereits Gespräche, aber dazu kann ich noch nichts sagen.

grow! Die In-Vitro-Stecklinge sind ja bereits im Verkauf. Was kosten sie und wie werden sie von der Kundschaft angenommen?

Alex: Sie kosten dasselbe wie normale Stecklinge und werden auch gut angenommen. Durch ihren buschigen Wuchs und die vielen voll ausgebildeten Triebe werden weniger Pflanzen pro Quadratmeter gebraucht, was sie zu guten Indoorpflanzen macht.

grow! Wenn du vor der Wahl stündest, würdest du dich eher für den In-Vitro- oder für den Mutterpflanzen-Steckling entscheiden?

Alex: Ich würde aufgrund ihres Wuchses und ihrer Vitalität auf jeden Fall die In-Vitro-Pflanze bevorzugen. Sie wächst schneller als ein normaler Steckling und benötigt deshalb eine kürzere Wachstumszeit. Zudem ist sie frei von Viren, Schädlingen und Krankheitserregern. Bei normalen Stecklingen kann das schon anders aussehen.

grow! Eignen sich In-Vitro-Stecklinge als Mutterpflanzen?

Alex: Ja, allerdings wird sich ihr Wuchsbild verändern und wieder in die Form der ursprünglichen Mutterpflanze zurückfallen. Das ist eine normale Alterungserscheinung.

grow! Ist die In-Vitro-Methode etwas für Hobbyzüchter, die so ihre eigenen Sorten erhalten wollen?

Alex: Wenn sie sehr ambitioniert sind und unter sterilen Bedingungen arbeiten, können sie Erfolg haben.

grow! Ich vermute mal, dass dabei so sauber wie in der Pilzzucht gearbeitet werden muss?

Alex: Ja, das ist vergleichbar. Es ist schon möglich, etwa in einem speziellen Zelt ein steriles Milieu zu schaffen, in dem sich keimfrei arbeiten lässt. Aber ich denke, dass ein normaler Grower mit Mutterpflanzen und Stecklingen besser fährt. In Vitro ist nur etwas für echte „Freaks“ und professionelle Betriebe. Aber wenn man seine Genetik als In-Vitro-Pflanzen erhält, braucht man sich keine Gedanken mehr um die Versorgung der Mütter zu machen. Ein mehrwöchiger Urlaub stellt so kein Problem mehr dar …

grow! Wer weiß, vielleicht ist das für so manchen das überzeugende Argument! Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg!


Dieser Artikel stammt aus der grow! Ausgabe 2-2017. Wir veröffentlichen hier aus jeder neuen Ausgabe unseres Print-Magazins vier vollständige Artikel – erst als Snippets, acht Wochen später als vollständige Texte, gratis für alle. Falls du diese Ausgabe nachbestellen möchtest, schau doch mal in unseren Shop. Alternativ findest du die Ausgabe auch als ePaper zum bequemen Herunterladen auf deinen Geräten. Wenn dir unsere Artikel und Berichterstattung gefallen und du uns supporten möchtest, denk doch mal über ein Abo nach: Unser Heft erscheint sechs mal im Jahr, du kriegst es früher als der Kiosk, zum Super-Preis – und wir versenden sehr diskret! 😉

Cannabis und Meditation (Snippet)

Es gibt zahlreiche Mittel und Wege, einen tiefen Zustand der Entspannung zu erreichen. Die meisten unserer Leser wissen natürlich nicht nur um die manchmal erheiternde, manchmal appetitanregende Wirkung von Cannabis, sondern auch um die körperlich und geistig entspannende Komponente. Andere ziehen verschiedene Meditationstechniken vor, um herunterzukommen und Stress abzubauen. Und dann gibt es noch jene, welche beides miteinander kombinieren. Cannabiskonsum und Meditation – kann das funktionieren?



Berauscht meditieren?

Je nachdem, mit wem man über dieses Thema spricht, fallen die Reaktionen sehr unterschiedlich aus. Manche lehnen die Kombination des Konsums von berauschenden Substanzen und meditativer Praxis von vorneherein kategorisch ab, andere sind aufgrund bereits vorhandener Erfahrungen oder ihrer enthusiastischen Überzeugung vom einen oder anderen Rauschmittel anderer Meinung. Tatsache ist, dass es zahlreiche Kulturen gab und gibt, in welchen die Verbindung zwischen Religion bzw. Spiritualität und Cannabis ausgelebt wurde und wird (siehe auch Hanf im Spiegel der Religionen in grow! 3/16). Am häufigsten werden in diesem Kontext die Rastafari genannt, welche Cannabis bzw. Ganja rituell nutzen, um sich Gott bzw. Jah näher zu fühlen. Die Pflanze wird in dieser Gemeinschaft als Sakrament betrachtet. In der Philosophie der Rastafari heißt es, „das Kraut ist der Schlüssel zu einem neuen Verständnis des Selbst, des Universums und von Gott. Es ist das Vehikel zu kosmischem Bewusstsein.“

Wer Erfahrungen mit Cannabis hat, kann nicht von der Hand weisen, dass es – ebenso wie diverse Formen der Meditation – zu tiefer, entspannter Versenkung und Introspektion verhelfen kann. Während einige Konsumenten durch Cannabis einen Konzentrationsverlust erleben oder gar fahrig und nachlässig werden, gibt es mindestens ebenso viele, welche das Erleben einer massiven Fokussierung auf eine einzelne Sache oder Tätigkeit beschreiben. Nicht nur so mancher Musiker oder Künstler kann davon berichten, wie er nach dem Genuss eines Joints in einen regelrechten „Tunnel“ gerät und nur noch das wahrnimmt, mit dem er sich gerade beschäftigt – mit größter Konzentration. Von ähnlichen Erfahrungen ist auch bei der Beschreibung diverser meditativer Übungen die Rede. Sowohl zahlreiche Cannabiskonsumenten wie auch viele in meditativer Versenkung geübte Menschen kennen die „absolute“ Konzentration und den Zustand eines im positiven Sinne „leeren“ Geistes…

Weiter geht es in der aktuellen grow! 3-17 auf Seite 48

Global Marijuana March 2017 – Alle Termine [UPDATE]

„Legalisierung macht Sinn!“

Die Befreiung von der Unterdrückung ist ein Menschenrecht und das höchste Ziel jedes freien Menschen.“ Diese weisen Worte stammen aus einer Rede von Nelson Mandela. Jahr für Jahr gibt es zahlreiche Demonstrationen für alle möglichen Anliegen – darunter natürlich auch die Legalisierung von Cannabis. Einer der wichtigsten Termine in dieser Sache ist der Global Marijuana March (GMM). Am ersten Samstag im Mai gehen seit nicht nur im deutschsprachigen Raum Tausende von Hanffreunden auf die Straße, sondern Legalisierungsbefürworter auf der ganzen Welt. Bereits 1999 startete der US-Aktivist Dana Beal den „Million Marijuana March“, wie er damals noch hieß. Seither ist die Bewegung immer weiter gewachsen, inzwischen gab es weltweit Demonstrationen, Infoveranstaltungen und weitere Events in weltweit über 800 Städten. Seit Jahren gibt es auch in immer mehr deutschen Städten GMM-Veranstaltungen. 2016 demonstrierten insgesamt über 10.000 Menschen friedlich für eine neue Cannabispolitik.

Ab 6. Mai 2017 ist es wieder soweit. Seit einigen Jahren schlägt der Deutsche Hanfverband ein bundesweites Motto vor, welches von dem meisten Veranstaltern übernommen wird. Nachdem es im letzten Jahr hieß „Zeiten ändern sich!“, ziehen viele der engagierten Demonstranten, welche für Hanf Gesicht zeigen wollen, dieses Mal unter dem Motto „Legalisierung macht Sinn“ los.

[Update 04.05.17, 13:33 – Die Details für die GMMs in Hamburg, Hannover, München, Regensburg, Tübingen, Viersen und Weiden, die bis zum Redaktionsschluss der grow! 3-17 noch nicht bekannt waren, wurden nachgetragen. Der Startort für den GMM Duisburg hat sich ebenfalls geändert!]

[Update 05.05.17, 9:59 – Die Details zu den GMMs in Köln und Rheintal wurden ebenfalls nachgetragen.]

Augsburg

Wie überall im Land gibt es natürlich auch in Schwaben Befürworter einer Legalisierung von Cannabis. Bei der dritten Ausgabe des von der lokalen DHV-Ortsgruppe organisierten GMM in Augsburg geht es am Samstag, dem 6. Mai um 13 Uhr auf dem Königsplatz (Konrad-Adenauer-Allee) los. Als Moderator wurde der Augsburger Bezirksrat Fritz Effenberger angekündigt und unter den Rednern wird neben lokalen Vertretern von Grünen, Linken und FDP auch die Bundestagsabgeordnete Ulrike Bahr von der SPD sein. Natürlich wird es auch Live-Musik geben, außerdem wird um zwanzig nach vier der Gewinner der „Weed love Augsburg“-Aktion bekanntgegeben. Alle interessierten Hanffreunde sind auch dieses Jahr wieder herzlich eingeladen, den Tag zu einem Erfolg zu machen.

Infos unter www.dhv-augsburg.chayns.net

Berlin

In der deutschen Hauptstadt findet nicht nur Jahr für Jahr die Hanfparade statt, auch zum GMM gehen Hanffreunde für die Legalisierung auf die Straße. Wie schon im letzten Jahr wird die dortige Veranstaltung auch diesmal wieder vom Cannabis Social Club Berlin organisiert, der von den Berliner Politikern Taten statt Worte fordert. Die Aktivisten planen, die Demonstration am Samstag, 6. Mai 2017, um 14:00 Uhr an der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung in der Oranienstraße 106 zu starten, um dort einen Anbauantrag einzureichen. Dieser Antrag bezieht sich auf 10 Cannabis-Patienten, welche im Rahmen eines Modellprojekts für sich (und gegebenenfalls 100 weitere Mitglieder des CSC) Cannabis anbauen wollen. Die Auftaktkundgebung beginnt bereits um 13 Uhr im Waldeckpark. Im Görlitzer Park wird es eine Zwischenkundgebung geben. Der von ca. 10 Wägen mit verschiedenster musikalischer Beschallung begleitete Umzug soll schließlich über die Oberbaumbrücke marschieren und am RAW-Gelände enden.

Den CSC-Berlin findet ihr auf Facebook und unter cannabis-social-club.berlin/

Braunschweig

In Niedersachsens zweitgrößter Stadt geht der GMM dieses Jahr in die zweite Runde. Los geht die dortige Demonstration am Samstag, dem 6. Mai um 14:00 Uhr am Ringerbrunnen in der Schuhstraße. Anmelder und Organisatoren sind die Hanffreunde Braunschweig, die bereits ab 10 Uhr mit einem Infostand samt Tombola am Start sein werden. Teilnehmer können sich außerdem nicht nur auf diverse Redebeiträge, sondern auch auf musikalische Untermalung während des Spaziergangs durch die Stadt freuen. Die Braunschweiger Hanffreunde freuen sich auf einen Spaziergang, der noch lauter und bunter als letztes Jahr werden soll.

Weitere Infos auf Facebook und unter hanffreunde-braunschweig.de/

Dortmund

Für alle Legalisierungsbefürworter in Dortmund und Umgebung heißt es dieses Jahr bereits zum fünften Mal: Auf zum GMM! Während die Veranstaltungen in den meisten Städten am 6. Mai stattfinden, muss das auch vom grow!-Magazin unterstützte Event hier auf das darauffolgende Wochenende ausweichen, da es sonst mit der zweiten Auflage des Stadtfestes „DortBunt“ zusammenfallen würde. Also fällt der Startschuss zur Demo hier erst am Samstag, dem 13. Mai um 13 Uhr auf dem Platz von Buffalo. Startpunkt ist außerdem nicht wie bisher die Katharinentreppe, denn dort findet parallel ein „Street Food & Music Festival“ statt – bitte nicht verwechseln! Die Veranstalter sind sich aber trotz allem sicher, dass sie mit viel Liebe, Kreativität und Handarbeit wieder dafür sorgen werden, dass es ein bunter und fröhlicher Tag wird. Am Start sind auch in diesem Jahr u.a. wieder Piraten, Grüne Jugend und die PARTEI.

Alle Infos unter global-marijuana-march-dortmund.de

Dresden

In diesem Jahr finden sich die sächsischen Befürworter einer Legalisierung zum vierten Mal in der Landeshauptstadt des Freistaat zum GMM ein. Die DHV-Ortsgruppe Dresden organisiert die Demonstration, die am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr auf dem Postplatz losgeht. Im letzten Jahr kamen hier ca. 600 Teilnehmer zusammen. Die Veranstalter hoffen natürlich auch dieses Jahr wieder auf rege Beteiligung.

Aktuelle Infos unter facebook.com/dhvdresden

Duisburg [Update]

Nach dem Auftakt im letzten Jahr wird es auch 2017 wieder einen GMM im Herzen der Metropolregion Rhein-Ruhr geben. Die Hanf Aktivisten Duisburg (HADU) laden alle interessierten und engagierten Hanffreunde zum Start der von der grow! unterstützten Demonstration am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr am „Life Saver“/ Düsseldorfer Str. sein. Die Veranstalter folgen dem bundesweiten Motto und fordern die komplette Legalisierung – aus Vernunft! Bei der Hauptkundgebung werden namhafte Politiker dabei sein, darunter Lukas Lamla, Jasper Prigge und Moritz Körner. Auch der bekannte Wissenschaftler Dr. Daldrup ist als Redner angekündigt. Das Rahmenprogramm wird musikalisch durch diverse Live-Acts abgerundet. HADU wird auch im Anschluß eine Aftershow Party im Djäzz anbieten; diese fängt um 23 Uhr an und ist open end.

Im Internet findet ihr die HADU unter www.kiffen-legal.de

Düsseldorf

In der NRW-Landeshauptstadt geht der GMM dieses Jahr in die zweite Runde. Auch hier heißt es: „Legalisierung macht Sinn“. Die von der lokalen DHV-Ortsgruppe organisierte und angemeldete Demonstration startet am Samstag, dem 6. Mai, um 12 Uhr auf dem Graf-Adolf-Platz. Die Veranstalter laden alle Interessierten aus der Region herzlich ein, mit ihnen auf die Straße zu gehen und ein starkes Zeichen für die Legalisierung von Cannabis zu setzen. Neben der lokalen DHV-Gruppe rufen auch die Piraten sowie die Jugendorganisationen von Grünen, Linken, SPD und Liberalen zur Demo auf. Auch dieses Event wird vom grow!-Magazin unterstützt.

Weitere Infos unter www.facebook.com/dhvduesseldorf/

Erlangen

Natürlich gibt es in Bayern ebenso zahlreiche Hanffreunde wie im Rest des Landes und auch in der kleinsten Großstadt des Freistaats finden sich Menschen, die sich für die Legalisierung von Cannabis stark machen. Deshalb organisieren die Hanfblütenfreunde Erlangen auch in diesem Jahr wieder ein GMM-Event in ihrer Stadt – unterstützt unter anderem vom grow!-Magazin. Los geht es am Samstag, dem 6. Mai um 13 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz.

Die Hanfblütenfreunde findet ihr im Netz unter www.facebook.com/FCCErlangen/

Euskirchen

In Euskirchen findet in diesem Jahr zum ersten Mal ein GMM-Event statt – allerdings nicht parallel zu den meisten Veranstaltungen, sondern eine Woche darauf. Hier heißt es am Samstag, dem 13. Mai um 14 Uhr auf dem Klosterplatz: „Legalisierung macht Sinn!“ Wer die erste GMM-Aktion der Stadt zu einem Erfolg machen will, sollte sich das Datum auf jeden Fall dick im Kalender anstreichen und mit Freunden & Familie teilnehmen.

Frankfurt am Main

Natürlich ist die größte Stadt Hessens wieder mit von der Partie. Unter dem Motto „Es grünt so grün“ geht der GMM in Frankfurt a. M. dieses Jahr bereits in die sage und schreibe 13. Runde! Die von der Frankfurter Hanf-Initiative (gemeinsam mit dem Lautstark gegen Rechts Rhein-Main e.V.) organisierte Demonstration für die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel startet am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr auf dem Opernplatz. Wie alle anderen freuen sich die dortigen Veranstalter natürlich über möglichst zahlreiches Erscheinen.

Aktuelle Infos unter hanf-initiative.de

Freiburg

Auch in der südlichsten Großstadt Deutschlands setzen sich engagierte Menschen für die Legalisierung von Cannabis ein: Der Start der diesjährigen vom grow!-Magazin unterstützten GMM-Veranstaltung in Freiburg im Breisgau ist für Samstag, den 6. Mai, 14 Uhr auf dem Augustinerplatz angekündigt. Wer hier unter dem Motto „Freiburgs Grüne Zukunkft“ für unser aller Lieblingspflanze auf die Straßen gehen möchte, ist herzlich eingeladen, sich am Zug durch die Innenstadt (Ka-Jo/Bertholdstr.) bis zur Abschlusskundgebung auf dem Stühlinger Kirchplatz anzuschließen. Schließlich sind die Grünen hier so stark wie nirgendwo in Deutschland – weil aber trotz Legalisierung im Parteiprogramm bislang nicht viel geschehen ist, fordern die Veranstalter alle Hanffreunde auf: „Zeigen wir am 6. Mai, dass Freiburg dieses Thema nicht egal ist!“

Infos findet ihr unter www.facebook.com/gmmfreiburg

Halle (Saale)

In der kreisfreien Großstadt Halle im Süden Sachsen-Anhalts wurde dieses Jahr zum ersten mal eine GMM-Demo angemeldet. Parallel zur Planung der Veranstaltung wurde zudem angekündigt, dass die Organisatoren eine DHV-Ortsgruppe in der Saalestadt gründen wollen. Auch hier findet man die Legalisierung sinnvoll und hat sich deshalb dem bundesweiten Motto angeschlossen. Los geht es am Samstag, dem 6. Mai, 13 Uhr auf dem Universitätsplatz. Die Veranstalter sind bereits ab 10 Uhr vor Ort. Die Demo wird zu einer Kundgebung auf dem Marktplatz und wieder zurück zum Sammelplatz ziehen, außerdem stehen Redebeiträge, Infostände, Aktionen sowie „Spiel & Spaß“ auf dem Programm.

Die Seite der Organisationen findet ihr unter hanflegalisierungmachtsinn.wordpress.com

Hamburg

Zum fünften Mal findet anlässlich des GMM auch der Hamburger Hanftag statt. Unter dem bundesweiten Motto organisiert der Cannabis Social Club Hamburg e.V. am Freitag, dem 12. Mai um 16:20 Uhr auf dem Rathausmarkt eine Kundgebung. Auch in diesem Jahr wird es allerdings bereits im Vorfeld des Events einige weitere Termine geben: Im Rahmen der Weed-Week vom 6.05. – 11.05 finden diverse Veranstaltungen statt. Vom Infostand über ein „Grillen & Chillen“ bis zum Filmabend ist für jeden etwas dabei.

Den CSC Hamburg und weitere Infos findet ihr online unter cannabis-social-club.hamburg

Hannover

Auch in Hannover gibt es einen als Verein eingetragenen Cannabis Social Club. Natürlich finden die Leute vom lokalen CSC auch, dass Legalisierung Sinn macht und rufen deshalb alle Hanffreunde aus Hannover und Umgebung dazu auf, samt Freunden & Verwandtschaft am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr am Küchengarten zu erscheinen. Denn von dort startet eine Stunde später unter dem Motto „Von Linden in die Innenstadt – Wir legalisieren“ die mittlerweile sechste GMM-Demo der Stadt. Teilnehmer können sich auf Unterhaltung durch diverse Künstler und interessante Redebeiträge freuen.

Weitere Infos unter csc-h.de

Heidelberg

Zum mittlerweile vierten Mal sind in Heidelberg alle engagierten Befürworter einer Legalisierung zur GMM-Demo aufgerufen. Die Veranstalter vom Hanfverband Rhein-Neckar stimmen ebenfalls zu: „Legalisierung macht Sinn!“. Auftakt zum diesjährigen Event ist am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr an der Ostseite der Stadtbücherei. Eine Stunde nach dem Abmarsch ist die erste von drei Zwischenkundgebungen auf dem Bismarckplatz geplant und nach Ankunft auf dem Kornmarkt gibt es noch eine Tombola, bei der jedes Los gewinnt! Als Moderator ist übrigens der bekannte Aktivist Steffen Geyer angekündigt und es wird außer diversen Redebeiträgen auch verschiedene Livemusiker geben, die für Stimmung sorgen. Auch dieses Event haben wir gerne mit einem grow!-Promopaket unterstützt.

Alle Infos unter www.hanfverband-rhein-neckar.de

Ingolstadt

Ingolstadt wird der GMM zum inzwischen dritten Mal begangen. Der Cannabis Social Club Ingolstadt lädt alle Interessierten dazu ein, die Demonstration, die am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr im Klenzepark startet, zu einem Erfolg zu machen. Die Organisatoren sagen ganz richtig: „Keine Pflanze ist illegal!“ und schließen sich dem bundesweiten Motto an. Sie freuen sich über die wichtigen Fortschritte für die medizinische Versorgung mit Cannabis und „fordern wir die Politik auf jetzt nicht stehen zu bleiben sondern den großen Schritt zu wagen und Cannabis für alle KonsumentInnen zu legalisieren.“ Wer diese Forderung unterstützen will, sollte sich der Demo anschließen.

Der Ingolstädter CSC im Netz: www.facebook.com/cscingolstadt/

Köln

In der Domstadt am Rhein gibt es natürlich ebenfalls wieder einen GMM. Los geht es am Samstag, dem 6. Mai um 14:00 Uhr auf dem Heumarkt. Wie bereits 2015 hat auch diesmal Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke wieder die Schirmherrschaft für dieses Thema und die Veranstaltung übernommen. Außerdem werden diverse Parteien vertreten sein und Künstler sowie Kabarettisten auftreten.

Infos gibt es natürlich auf Facebook

Konstanz

Zum ersten mal findet dieses Jahr auch in der größten Stadt am Bodensee ein GMM-Event statt. Wer dem Auftakt hier zu einem Erfolg verhelfen will, sollte sich zum Start der Veranstaltung am Samstag, dem 6. Mai um 15 Uhr auf dem Münsterplatz einfinden. Denn auch direkt an der Grenze zur Schweiz heißt es dann: „Legalisierung macht Sinn!“

Mainz

Im letzten Jahr fand in Mainz zum ersten Mal ein GMM statt. Die Veranstalter vom Cannabis Initiative e.V. freuen sich schon auf die zweite Runde: „Nachdem wir mit unserer Veranstaltung direkt zu den zehn größten GMMs in Deutschland gehört haben, wollen wir das Ergebnis des Vorjahres natürlich mindestens bestätigen“, sagte Marc Schubert, 2. Vorsitzender der Cannabis Initiative e.V. im Vorfeld. Los die Veranstaltung am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr auf dem Bahnhofsplatz, eine Stunde später setzt sich die Demo in Bewegung. Auch in diesem Jahr wird es im Rahmen der Veranstaltung wieder diverse Redebeiträge von Vertretern verschiedener Parteien geben, bei Redaktionsschluss hatten bereits Redner von den Neuen Liberalen und der Linken zugesagt. Die Mainzer Aktivisten haben wir gerne mit unserem grow!-GMM-Promopaket unterstützt.

Infos unter cannabis-initiative.de

München

Auch Hanffreunde aus München und Umgebung können dieses Jahr wieder für die Legalisierung auf die Straße gehen. Hier startet die diesjährige GMM-Veranstaltung am Samstag, dem 6. Mai um 12 Uhr am Karlsplatz / Stachus mit einer Kundgebung. Hier können sich Besucher auf Redebeiträge, Musik und natürlich den Demozug durch Münchens Straßen freuen, der um 13:30 losgeht.

Weitere Infos auf Facebook unter facebook.com/jzcib

Nürnberg

In Bayerns zweitgrößter Stadt geht der GMM in die zweite Runde: Der Canabis Social Club Nürnberg lädt alle Interessierten Hanffreunde zum Start der dortigen Veranstaltung am Samstag, dem 6. Mai um 14:30 auf dem Kornmarkt ein. Die Organisatoren finden, dass das bundesweite Motto Sinn macht und fordern alle Befürworter einer Legalisierung auf: „Lasst uns zusammen Nürnberg rocken! “ Unter den angekündigten Rednern ist, neben Vertretern von JUSOS und Die Partei auch MdB Dieter Janecek von den Grünen.

Im Internet findet ihr den CSC Nürnberg unter www.facebook.com/cscnuernberg/

Passau

Bayrische Hanffreunde können nicht nur in Ingolstadt für freien Hanf demonstrieren. Auch in Passau, der Dreiflüssestadt nahe der österreichischen Grenze, wird es in diesem Jahr wieder ein GMM-Event geben. Los geht der mit Livemusik begleitete Spaß am Samstag, dem 6. Mai im 14 Uhr auf dem Ludwigsplatz (bei Beate Uhse). Nachdem sich in immer mehr Ländern dieser Welt etwas in Sachen Hanfpolitik tut, fordern die Organisatoren auch in Passau: „Jetzt muss auch Deutschland endlich in Bewegung kommen.“ Wer sich an der Demo für „Freiheit, Toleranz und eine sinnvolle Drogenpolitik“ beteiligen möchte, wird gebeten, „sich an die in der BRD und dem Freistaat Bayern geltenden Gesetze zu halten“.

Plauen

Plauen ist nicht nur die größte Stadt des Vogtlandes, sondern auch zum mittlerweile vierten Mal beim GMM vertreten. Anders als in nahezu sämtlichen anderen Städten weichen die Veranstalter auf den zweiten Samstag im Mai aus, da am Wochenende zuvor bereits ein Stadtfest stattfindet. Also geht die „Demonstration & Kundgebung für die Nutzung von Hanf und Cannabis in der Medizin, als Genussmittel und in der Industrie“ hier erst am 13. Mai um 13 Uhr auf dem Theaterplatz los. Zwei Stunden nach Beginn zieht die Demo unter dem Motto „Time to Legalize“. Bereits vor dem Start sind die Veranstalter mit einem Infostand vor Ort.

Informationen unter www.csc-plauen.one

Regensburg

Die aktuell noch in der Gründungsphase befindliche örtliche DHV-Gruppe organisiert den diesjährigen GMM in Regensburg. Los geht es hier am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr am St.-Kassiansplatz. Mit toller Musik und guter Laune soll es in Richtung Emmerampark beim Bahnhof gehen.

Weitere Infos auf Facebook unter facebook.com/DHV.Regensburg/

Rheintal

Los geht es am 27. Mai 2017 um 10.00. Der Treffpunkt wird wie schon früher wieder am Heerbrugg/er Bahnhof sein. Aufgrund des Wetters wurde Wanderrute dieses mal abgeändert, weswegen die Organisatoren „weniger Wandern“ und „mehr Grillen und Freundschaften knüpfen“ versprechen.

Weitere Infos gibt es auf Facebook

Rostock

Wie auch in den letzten Jahren organisiert das die unter dem Namen Hanfbündnis Rostock firmierende lokale DHV-Ortsgruppe das GMM-Event in der schönen Hansestadt. Wer das Bündnis für unser aller Lieblingspflanze bei der diesjährigen Demonstration unterstützen möchte, sollte am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr auf dem Neuer Markt erscheinen und natürlich möglichst viele Freunde mitbringen, die sich ebenfalls für die Legalisierung einsetzen wollen.

Die Veranstalter findet sind im Netz vertreten unter facebook.com/HanfverbandRostock

Stuttgart

In Baden-Württembergs Landeshauptstadt findet der GMM nun bereits zum vierten Mal statt. Gastgeber ist hier der Cannabis Social Club Stuttgart. Die Hanffreunde der Region sind herzlich eingeladen, sich der Demonstration anzuschließen, die am Samstag, dem 6. Mai um 13 Uhr auf dem Börsenplatz losgeht. Natürlich ist auch diese Veranstaltung ordnungsgemäß angemeldet – also nichts wie hin! Diverse Gruppen, darunter Piraten, grüne Jugend, junge Liberale und Die Partei werden sich mit einem Infostand bei der Abschlusskundgebung im oberen Schlossgarten beteiligen.

Den CSC Stuttgart und die Route der Demo findet unter csc-stuttgart.net

Tübigen

Der CSC Tübingen ruft alle Hanffreunde und Befürworter einer Legalisierung dazu auf, zum diesjährigen GMM zu kommen, der am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr am Marktplatz startet. Die Organisatoren sagen: „Schließt Euch der Tübinger Hanfbewegung an!“ und freuen sich auf zahlreiches Erscheinen zur geplante Kundgebung und der anschließende Demo.

Weitere Infos auf Facebook unter facebook.com/HanfTuebingen

Ulm

In der Universitätsstadt Ulm, nahe der bayrischen Grenze, geht der GMM dieses Jahr bereits in die fünfte Runde. Der „Ulmer Hanfmarsch“ startet am Samstag, dem 6. Mai um 14 Uhr am Brunnen an der Hirsch-Apotheke (Ecke Bahnhofst./Hirschstr./Glöcklerstr./Wengengasse), Gastgeber sind die Hanffreunde Ulm. Interessierte können natürlich schon früher kommen, denn bereits ab 11 Uhr wird es einen Infostand geben und ab 13 Uhr startet die GMM-Veranstaltung mit Livemusik und Redebeiträgen.

Die Ulmer Hanffreunde im Internet: hanffreunde.wordpress.com

Viersen

Auch in Viersen gibt es ein GMM-Event und zwar am Samstag, dem 6. Mai um 13 Uhr an der Rock-Kultur-Werkstatt Viersen. Die Veranstalter schließen sich dem bundesweiten Motto an und hoffen natürlich auf zahlreiches Erscheinen all jener, die auch der Meinung sind, dass Legalisierung Sinn macht.

Weitere Infos auf Facebook unter facebook.com/linksjugend.solid.viersen

Weiden

Zum dritten Mal findet auch im oberpfälzischen Weiden eine GMM-Veranstaltung statt. Die Organisatoren haben das bundesweite Motto ergänzt: Unter dem Slogan „Legalisierung macht Sinn! Wir reden Tacheles!“ geht es am Samstag, dem 6. Mai um 13 Uhr in der Campusallee nahe dem alten Volksfestplatz los. Für alle, die aus Angst fotografiert oder erkannt zu werden nicht kommen wollen, haben sich die Veranstalter etwas besonderes überlegt: Sie gestalten den diesjährigen GMM als „Kunstveranstaltung“ und laden die Teilnehmer dazu ein, in (thematisch passender) Verkleidung zu erscheinen. Bei der anschließenden Kundgebung am Oberen Markt wird es sowohl Redebeiträge als auch künstlerische und musikalische Darbietungen geben.

Weitere Infos auf Facebook unter facebook.com/csc.weiden.e.v

Wien

In der österreichischen Hauptstadt findet seit 2008 auch ein GMM-Event statt. Hier heißt die Demonstration allerdings „Hanfwandertag“. Die Wiener Legalisierungsdemonstration ist in der Regel die größte aller deutschsprachigen Veranstaltungen im Rahmen des GMM und wird von tausenden Teilnehmern besucht. Losgewandert wird am Samstag, dem 6. Mai um 12 Uhr ab dem Westbahnhof/Mariahilfestrasse. Die Veranstalter wollen die österreichische Politik auffordern, in der Cannabispolitik neue Wege zu gehen und geben die Parole „Be part of the change!“ aus.

Mehr Infos unter www.hanfwandertag.at

Wildeshausen

Last but not least gibt es auch in Wildeshausen wieder einmal eine GMM-Veranstaltung. Aufgepasst: Auch „Wilshusen“ findet das Event eine Woche nach den meisten anderen GMM-Demos statt. Hier sind alle engagierten und interessierten Hanffreunde am Samstag, dem 13. Mai um 15 Uhr auf dem Marktplatz aufgerufen, für die Legalisierung einzutreten. Außer einem ganztägigen Infostand und einer Kundgebung wird es auch eine „Kreative Ecke“ geben. Bei der Veranstaltung unter dem bundesweiten Motto sind natürlich auch Redebeiträge angekündigt, z.B. von VertreterInnen von der Linken und den Jungen Liberalen.

Die Internetseite der Organisatoren findet ihr unter gmmwildeshausen.wordpress.com