|
|
|
||
|
|
Verbreitung Aussehen Droge Die getrockneten Blätter werden am besten pur geraucht. Dabei kann bereits bei der Menge eines halben, mittelgroßen Blattes [zwei bis drei tiefe Inhalationen] eine stark psychoaktive Wirkung eintreten. Meist werden jedoch ein bis zwei Blätter geraucht. Die getrockneten Blätter können auch mit Salvia-divinorum-Tinktur getränkt werden; man läßt sie danach erneut trocknen. Getrocknete Salvia-divinorum-Blätter werden zunehmend als Bestandteil von Rauchmischungen geschätzt, ja sogar zur Herstellung von psychoaktivem Räucherwerk benutzt. Tinkturen werden aus den frischen oder getrockneten Blättern mit einem Ethanol-Wasser-Gemisch [60%iger Alkohol] angesetzt. Die Tinktur kann entweder zum Tränken, also zum Verstärken der Wirkung der getrockneten Blätter benutzt oder sublingual appliziert werden. Die dosierung ist anscheinend individuell recht unterschiedlich. Außerdem scheint man erst nach mehreren Experimenten die Wirkung wahrzunehmen. Dann kann man allerdings rückblickend erkennen, daß man auch schon vorher etwas gespürt hat. Sie können den gesamten Artikel in der Ausgabe 3/99 nachlesen. Dieser Artikel ist dem Buch
"Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen" von Christian
Rätsch entnommen. Es ist das weltweit erste Werk zu
diesem Thema. |
|
![]() Dr. phil. Christian Rätsch, geb. 1957, ist Altamerikanist und Ethnopharmakologe. Er lebt drei Jahre mit den Lakandonenindianern im mexikanischen Regenwald und bereist seither viele Orte in der äußeren und der inneren Welt. Seit 20 Jahren erforscht er den ethnomedizinischen und rituellen Gebrauch von Pflanzen, besonders die kulturelle Nutzung psychoaktiver Pflanzen im Schamanismus. In vielen Büchern hat er das traditionelle Wissen der Pflanzenkunde veröffentlicht. [z.B. "Pflanzen der Liebe", "Indianische Heilkräuter", "Urbock - Bier jenseits von Hopfen und Malz", "Heilkräuter der Antike", "Räucherstoffe - der Atem des Drachen"]. Er ist ethnologischer Beirat des Europäischen Collegiums für Bewußseinsstudien [ECBS] und Mitglied im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Ethnomedizin [AGEM]. Er gibt die Schriftenreihe Ethnomedizin und Bewußtseinsforschung heraus. |
|
|
|
|
|