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Weihrauchbaum
(Boswellia sacra) |
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Olibanum wird dort seit mindestens viertausend Jahren durch Ein-schneiden der Rinde gewonnen. Es war im Altertum das begehrteste Räucherharz und wurde über die berühmte "Weihrauchstraße", wohl der wichtigste Handelsweg der Antike, zwischen Ägypten und Indien transportiert. Olibanumharze wurden seit der Antike zur Herstellung von Räucherwerk, Kosmetika und Parfümen benutzt. Die Araberinnen benutzen bis heute Olibanumräucherungen zum Parfümieren des Körpers vor allem der Vulva. Dadurch sollen sie nicht nur besser duften, sondern auch erotischer wirken. Seit der frühen Neuzeit werden dem Olibanum psychoaktive Wirkungen zugeschrieben. Zu diesem Zweck wurde Olibanum nicht nur im Osmanischen Reich und in Arabien, sondern auch in Europa (oft in Verbindung mit Opium) geschluckt, geräuchert oder geraucht. Auch anderen Weihrauchgewächsen werden "halluzinogene" Wirkungen nachgesagt. Die Geschichte des Weih-rauchs und des Weihrauchbaumes ist gleichzeitig die Geschichte der Ver-wechslungen und Verwirrungen, da früher fast alle tropfenförmigen, aromatischen Harze mit dem Wort "Olibanum" bezeichnet wurden. Da alle Boswellia-Arten sehr variabel sind, ihre Harze ebenso, ist die botanische Zuordnung oft nur zufällig. |
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