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Die Palme wird gelegentlich in der indischen und siamesischen
Kunst abgebildet
Medizinische Anwendung
In Indien wird die Betelnuß vor allem zum
Austreiben von Bandwürmern verabreicht. Früher war die Betelnuß
auch in Europa ein beliebtes Wurmmittel, besonders in der Tiermedizin.
Volksmedizinisch wird die Betelnuß auch bei Durchfallerkrankungen
verwendet. In den beiden traditionellen Medizinsystemen Indiens
und angrenzender Gebiete, Ayurveda und Unani, wird die Betelnuß
vielseitig verwendet. Sie kommt bei Verdauungsstörungen und Nervenleiden
zur Anwendung; ein Dekokt davon wird aber auch als Tonikum und
Aphrodisiakum [vor allem in Verbindung mit weiteren Substanzen]
geschätzt. Ähnlich werden Betelnüsse auch in der traditionellen
chinesischen Medizin und in Kambodscha benutzt. Die malaiischen
Zauberer und Giftmörder benutzen eine Mischung aus Betelnuß und
Opium, um ihre Opfer zu vergiften und auszurauben. In Persien
werden Arekanüsse, mit Zucker und Koriander vermischt, zur Einleitung
der Geburt gegeben.

Inhaltsstoffe
Die Samen enthalten verschiedene
Alkaloide [0,3 bis 0,6%] von recht einfacher chemischer Struktur.
0,1 bis 0,5% Arecolin [Hauptalkaloid] sowie Arecain, Arecaidin,
Arecilidin, Guvacolin, Isoguvacin und Guvacin. Daneben sind Gerbstoffe
[Tannine.- Galotanninsäure, Gallsäure, D-Catechol, Phlobatannin],
Schleim, Harz, Kohlenhydrate [Saccharose, Galactan, Mannan], Proteine,
Saponine, Carotene, Mineralstoffe [Calcium, Phosphor, Eisen] und
Fette [Sitosteriol] enthalten. Wenn Betelnüsse mit gelöschtem
Kalk zusammen gekaut werden, wird das Alkaloid Arecolin in Arecaidin
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umgewandelt. Kürzlich wurden in den Areca-Samen
vier neue polyphenolische Substanzen entdeckt, die ein membran
gebundenes Enzym [5'-Nucleotidase] hemmen können.
Wirkung
Das Hauptalkaloid arecolin ist
ein Parasympathomimetikum. Es wirkt stimulierend, regt den Speichelfluß
stark an und hat anthelmintische [wurmtötende] Eigenschaften;
es kann auch Bradykardie [Verlangsamung der Herztätigkeit] und
Tremor hervorrufen. 8 bis 10 g der Samen können tödlich wirken.
Dabei tritt der Tod durch Herz- oder Atemlähmung ein. Die polyphenolischen
Stoffe [NPF-86lA, NPF- 86lB, NPF-861lA, NPF-8611B] haben eine
tumorhemmende und immunsystemstärkende Wirkung. Das Öl der Arekanuß
hat antifertile Eigenschaften. Ein wässriger Extrakt stärkt das
körpereigene Immunsystem. Zur Psychoaktivität der reinen Arekanuß:
”Die Wirkung der gewöhnlichen Arekanuß ist nur eine schwache,
sie erzeugt höchstens ein kurz andauerndes Schwindelgefühl. Daneben
gibt es aber einige Formen, die stark giftig wirken. Der Same
der Areca catechu L. var. nigra auf Java [akar pining hitam] erzeugt
Schlafsucht und Betäubung und kann den Tod herbeiführen. Andere
Formen wirken rauscherzeugend: so eine als ’toung-noo‘ bezeichnete
aus Burma, eine als ’pinang-mabok‘ bezeichnete von den Molukken,
eine andere aus Ceylon.“
Marktformen und Vorschriften
”Da Betel nicht suchterzeugend
ist, wird es in keiner internationalen Suchtdrogenliste aufgeführt“.
Betelnüsse sind frei verkäuflich in allen asiatischen Ländern
leicht zu erhalten. Sie kommen auch gelegentlich in Europa in
den Apothekenhandel.

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