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auf den Markt. Sie wurden vor der Verbreitung 6 bis 7 Wochen
in der Sonne getrocknet [sogenannte Chali-Nüsse]. In Malaysia
werden die aufgebrochenen Betelnüsse mit Benzoeharz beräuchert
und erhalten dadurch ein angenehmes Aroma; sie kommen unter dem
Namen Pinang ukup auf den Markt. Daneben werden ganze, reife,
getrocknete Nüsse [Pinang kossi], halbe, getrocknete Nüsse [Pinang
blah], geräucherte Nüsse [Pinang salai] und halbreife, gesalzene
Nüsse [Pinang asin] auf den Markt gebracht. Manchmal werden fast
reife Betelnüsse geerntet und in einem Sud aus Betelblättern [Piper
betle L.], Rindenstücken von Szyzygium jambolanum DC., Pterocarpus
santalinus L., Adenanthera pavonia L. und Ficus religiosa L.,
etwas gelöschtem Kalk und Ölen gekocht. Dadurch nehmen sie eine
rötliche Färbung [vom Roten Sandelholz] und einen schönen Glanz
an. Sie schmecken aromatischer und bleiben länger weich.
Gelegentlich werden die frisch
geernteten Nüsse in Kalklauge gekocht, getrocknet und exportiert.
Die zu Scheiben geschnittenen, zarten, unreifen Nüsse kommen getrocknet
unter dem Namen kali in den Handel.
Zubereitung und Dosierung
Betelnüsse haben die größte
ethnopharmakologische Bedeutung als Hauptbestandteil des Betelbissens.
Aus den Früchten kann sogar durch Fermentierung ein Arekawein
gewonnen werden. Die mit Bierhefe [Saccharomyces cerevisiae] geimpften
Blätter werden zur alkoholischen Gärung eingesetzt.
Ein Betelbissen enthält etwa
eine viertel

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oder halbe Nuß. Es wird als maximale Einzeldosis 4 g angegeben.
8 bis 10 g der pulverisierten Samen können bereits tödliche Auswirkungen
haben. Das isolierte Hauptalkaloid Arecolin hat eine stark stimulierende
Wirkung in einer Dosis von 2 mg. Die Einzelgabe sollte 5 mg nicht
überschreiten.

Rituelle Verwendung
Die wichtigste rituelle Verwendung
der Betelnuß findet bei Zeremonien mit Betelbissen statt. In Melanesien
gelten die Betelnüsse als magische Substanz, wenn sie von einem
Zauberer besprochen wurden. Sie tragen dann die magische Kraft
der Worte in sich und können sie auf ein Ziel [eine Person, eine
Handlung, einen Gegenstand] übertragen. Oft dienen sie als Träger
von Liebeszaubern. in Indien gehören die Blüten der Betelpalme
zu den zeremoniellen Opferblumen. Der Baum an sich soll symbolisch
als Ganesha verehrt werden. Auch die Blätter der Betelpalme haben
rituelle Bedeutung. So werden sie in buddhistischen Zeremonien
und bei Initiationen verwendet. Auf Sri Lanka [Ceylon] werden
aus den Blättern wasserdichte Schüsseln geflochten, in denen die
neugeborenen Knaben rituell gebadet werden. In Südostasien [Indonesien]
werden die Betelpalmenblätter den jungvermählten vor die Tür gelegt
und am Haus angebracht, um sie zu ehren.
Artefakte
In Indien werden aus den harten
Arekanüssen kleine Fläschchen oder Döschen für die Aufbewahrung
von Räucherwerk geschnitzt.
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