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Fast alle Betelpalmen
sind angepflanzt. Die Herkunft einer angenommenen Wildform
ist nicht ganz geklärt, möglicherweise stammt sie von den Sundainseln
oder von den Philippinen [vgl. Rag-Navan und Baruah 1958]. Da
sie nur in tropischen Regenwaldgebieten gedeihen kann, ist sie
auf solche Gebiete in Vorder- und Hinterindien, Pakistan, Sri
Lanka [Ceylon], den Malediven, Madagaskar, Ägypten, Ostafrika,
Arabien, Südchina, Taiwan, Indonesien, Malaysia, Fiji und Melanesien
beschränkt [Stewart 1994. 391]. Wild kommen die Betelpalmen in
Malabar [Indien] vor.
Anbau
Die Betelpalme wird in erster
Linie wegen ihrer Samen [Betelnüsse], aber auch als Zierpalme
angebaut. Zu fast allen Palästen und Parkanlagen in Indien gehören
Betelpalmen-alleen. Die Betelpalme kann auf verschiedenen Böden
gedeihen. Der Anbau erfolgt durch vorgekeimte Samen. Die Schößlinge
müssen im Schatten aufwachsen, da sie sonst von der intensiven
tropischen Sonne zerstört werden könnten. Deswegen werden auf
den Plantagen zunächst schattenspendende und schnellwachsende
Bäume [z.B. Erythrina indica] angepflanzt. Die Palmen können nach
10 bis 15 Jahren Früchte tragen. Gewöhnlich werden nur die reifen
Früchte geerntet. Eine Palme kann 45 bis 70 Jahre Früchte tragen.
In Betelkulturen werden die Palmen recht oft von Pilzen, besonders
vom Ganoderma lucidum, befallen.
Aussehen
Diese Fächerpalme wird bis
zu 25 Meter hoch und bekommt einen 30 bis 50 cm dicken Stamm.
Die gefächerten Wedelblätter werden ca. 2 Meter lang. Unter den
Blättern befinden sich die männlichen und weiblichen Blüten in
kolbigen Blütenständen. Die Palme treibt bis zu drei Fruchtstände
mit jeweils 150 bis 200 Früchten aus. Die bis zu 7 cm lange elliptische
Frucht enthält einen 3 bis 10 g schweren,
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braunen, netzaderigen Samen [die eigentliche Betelnuß; Endosperm].
Die Betelpalme kann leicht mit der aus der Karibik stammenden
Königspalme [Roystonea regia] und mit einigen Arten der philippinischen
und ozeanischen Gattung Veitchia verwechselt werden. Sie ist kaum
von den nah verwandten Arten Areca triandra RoxB. [Indien] oder
Areca vestiaria zu unterscheiden.
Droge
Arekanüsse [Arecae Semen,
früher: Semen Arecae, Nuces Arecae]; auch unter den Namen Betel
nut, Areca nut, Noix d’arec, Puwag bekannt.
In Ceylon [Sri Lanka] werden
gelegentlich die Samen der nah verwandten Areca concinna Thwaites
als Substitut für echte Betelnüsse gekaut. Auf den Philippinen
werden die Samen der Bungangipot genannten, ebenfalls nah verwandten
Art Areca ipot als Ersatz verwendet [Stewart 1994:40']; auf den
Andamanen sind die Palmsamen von Areca laxa Ham. ein Substitut;
Areca nagensis Griff wird in Bengalen und Areca glandiformis Lam.
sowie Calyptrocalyx spicatus Blume auf den Molukken verwendet.
In Assam werden die Samen der jagingriube genannten Gnetum montanum
Mark. als Ersatz für Arekanüsse gekaut. In Indien wird auch die
Rinde von Loranthus falcatus L. [Loranthaceae] als narkotisch
wirkender Ersatz für Arekanüsse benutzt. Die Früchte von Pinanga
dicksonii Blume werden in Indien ebenfalls als Arekaersatz genutzt,
die von Pinanga kuhlii Blume auf dem Malaiischen Archipel.
In vielen Gebieten Indiens werden
die frisch geernteten Betelnüsse bevorzugt. Um sie frisch zu halten,
können sie über mehrere Monate in einem Gefäß mit Wasser aufbewahrt
werden. Wenn die Nüsse trocknen, werden sie sehr hart und lassen
sich dann nur schwer zerkauen. Manchmal gelangen aber auch getrocknete
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