SAGARMATHA SEEDS

Als Tony 1990 von den USA nach Amsterdam zog, war der Hanfanbau für ihn eher so etwas wie ein Hobby. In seinem Herkunftsland ist es mit hohen Strafen belegt, was viele - wenn auch nicht alle - davor abschreckt, im großen Stil anzubauen. In der größten holländischen Stadt angekommen, fand er ausgerechnet in der Sensi Seedbank einen Arbeitgeber, bei dem er viel über Hanfanbau, Zuchtmethoden und Genetik erfahren sollte. Er arbeitete im Growshop und dem Museum, wo er viele Leute aus der Züchterscene kennen lernen konnte. Hier blieb er bis 1996, als seine eigene 1994 gegründete Samenbank ihm so viel Arbeit machte, dass sie seine volle Aufmerksamkeit erforderte. Seine ersten Züchtungen entstanden in Zusammenarbeit mit Simon, der sich mittlerweile mit seiner Firma Serious Seeds einen guten Namen gemacht hat [siehe grow! 6-01]. Einige Sorten sind deshalb bei beiden Unternehmen mehr oder weniger identisch: Bei Serious Seeds z.B. heißt die Sorte ”kali mist“, bei Sagarmatha Seeds ”western winds“...
Auch wenn sich die geschäftlichen Wege von Tony und Simon getrennt haben, schätzen sie sich gegenseitig immer noch als gute Grower ein. Ab ’96, so erzählt uns Tony, konnte er sich intensiv um neue Züchtungen kümmern. Er bekam immer wieder von Freunden und Bekannten Hanfsamen zu gesteckt, die sie von Reisen mitgebracht oder selbst angebaut hatten. So ist er besonders stolz auf die Sorten, die ihm von amerikanischen Growern zugesteckt wurden. Dabei handelte es sich um qualitativ hochwertiges Saatgut, das über Jahrzehnte hinweg in Kalifornien oder Oregon, aber auch in Alaska angebaut wurde. So eignen sich die Sorten für den Indoor- bzw. für den Outdooranbau.
Bis 1997 konnte Tony auf 1500 Mutterpflanzen zurückgreifen, die die Basis für die Hanfsamenproduktion darstellten. Doch die niederländischen Behörden, die den Hanfanbau in solchem Rahmen gar nicht gerne sehen, kamen ihm auf die Schliche und konfiszierten alles, was sie finden konnten - inklusive der ge[b]rauchten Blubbers. Das folgende Gerichtsverfahren wurde zwar wieder eingestellt, aber dennoch musste Tony auf die Rückgabe der Lampen und Pflanzen verzichten. Abgesehen vom Ernteverlust hatte er für mehrere zehntausend Gulden Anbauequipment verloren... Nicht viel später wurde der Hanfanbau zur Samenproduktion auch in Holland verboten. Bis zu dem Zeitpunkt war nur der Anbau von Marijuana zu Konsumzwecken verboten. Das bedeutete für die holländischen Samenbanken, dass sie ihre Produktion umstellen mussten. Einige Unternehmen stellten die Produktion offiziell völlig ein und verkaufen nur noch Lagerbestände. Andere Unternehmen gingen ins Ausland oder in den Untergrund. Auch für Tony ist es seitdem schwieriger geworden, gutes Saatgut herzustellen. Zum Züchten neuer Sorten kommt er dabei gar nicht mehr, denn dafür braucht er viel Platz und Zeit. Für die Versorgung mit bereits vorhanden Samensorten ist dagegen gesorgt. Insgesamt 17 Sorten sind im neuen sagarmatha seed Katalog zu finden.
Auf den Namen sagarmatha seeds ist er bei einer Nepalreise gestoßen. Der höchste Berg der Erde, der Mount Everest, wird auf nepalesisch sagarmatha genannt. Es ist ein besonderer Kraftort, dessen Name das ausdrückt, was Tony gerne erreichen möchte: Das beste Gras mit dem besten High auf Erden zu züchten...!
Weitere Infos: www.highestseeds.com
www.sagarmatha.nl

 

Matanuska Tundra

Diese Züchtung aus dem Hause Sagarmatha Seeds hat ihre Ursprünge in Alaska. Sie stellt den gelungenen Versuch dar, die Eigenschaften des im Hochland Alaskas, dem Matanuska Valley, wachsenden Marijuanas für unsere Breiten zugänglich zu machen. Bei Fischern und Bergführern steht sie hoch im Kurs... Die Blüten werden steinhart, wie der Mount McKinley selbst. Ein intensives Aroma, schokoladiger Geschmack und hohe Potenz kombiniert ergeben diese tolle Pflanze, die zum Besten gehört, was bisher von Sagarmatha Seeds produziert worden ist. Wie ein Überzug sitzen die THC-Kristalle auf den Blütenblättern.
Bei der medizinischen Verwendung dieser Cannabissorte wird von Patienten immer wieder der schmerzlindernde Effekt beobachtet. Diese Kombination von Indica- und Sativa-Eigenschaften eignet sich sowohl für Indoor- als auch für den Outdooranbau. Die Blütezeit beträgt zwischen 60 und 70 Tagen.

Bubbleberry

Diese Pflanze gehört zu dem Erfolgreichsten, was die Firma Sagarmatha Seeds bis heute hervorgebracht hat. Original aus 1996, stellt Bubbleberry einen perfekten Hybriden dar, der die Eigenschaften der preisgekrönten Sorten Bubblegum und Blueberry vereint. Von 1998 bis 1999 konnte diese tolle Lady den San Fransisco Bay Area Growers Preis gewinnen. Natürlich hängt es sehr davon ab, unter welchen Bedingungen und mit welcher Pflege die Pflanzen aufwachsen konnten, doch wenn alles optimal ist, hat Bubbleberry auf jeden Fall das Zeug zum Champion: Im Vergleich zu ihren Eltern produziert diese Hanfsorte größere Blüten mit stärkerem Geruch und höherer Potenz. Hinzu kommt die feste Konsistenz der Blüten und die Resistenz gegen Spinnmilben.
Auch diese Pflanze blüht etwa 65 Tage lang. Es empfiehlt sich, sie zu buschigerem Wachstum anzuregen, indem der mittlere Trieb abgeschnitten wird.

Hier geht´s weiter !!